Hengersberg in alten Ansichten Band 1

Hengersberg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Georg Loibl
Gemeente
:   Hengersberg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2743-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hengersberg in alten Ansichten Band 1'

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29. Im Jahre 1867 erbaute der Eisenhändler Josef Müller das schöne Haus am Marktplatz, mit der feinen spät-klassizistischen Fassade. Die Fenster im Obergeschoß besitzen eine vornehme Stuckumrahmung. An allen Türen und Fenstern sind Läden angebracht. Die Familie Müller sitzt auf der Hausbank. Im Vordergrund ein stolzer Fahrradbesitzer. Straße und Marktplatz haben noch keinen Asphaltbelag, nur ein schmaler Streifen bei den Häusern hat ein Kopfsteinpflaster. Im Hintergrund, breit und behäbig, mit Krüppelwalmdach, das Haus vom Kopp Schmied.

30. Der Metzgermeister Georg Loibl hat sich mit Frau und Kindern vor seinem Haus dem Fotografen gestellt. Im Obergeschoß waren damals noch die bareeken Fenster aus dem 18. Jahrhundert erhalten. Das Haus besitzt im Erdgeschoß einen Erker, der zur Haustüre hin ein kleines Guckfensterchen hat. In einer Nische über den oberen Fenstern steht die Hausmadonna, ein Holzskulptur aus dem 17. Jahrhundert.

31. Der Fronleichnarnstag war früher ein großer Festtag, Bereits am Vorabend wurden die Häuser mit den Prangstauden und Girlanden geschmückt, Auf dem Bild zieht die Prozession über den Marktplatz. Im Vordergrund die Schwestern vom Krankenhans mit ihren malerisohen weißen Hauben, Dann folgt der Kirchenchor und anschließend unter dem Traghimmel der Herr Pfarrer mit dem Allerheiligstcn, von seinen zwei Kaplänen begleitet. Daneben gehen die weißgekleideten Mädchen und die Männer der Feuerwehr, die damals noch die alten Lederhelme trugen, und dahinter folgt der lange Zug der Gläubigen. Kein Motorenlärm störte die Prozession und die Beteiligung aller Familien der Pfarrei war ungeschriebenes Gesetz,

32. Von 1860-1861 wurde das Distriktskrankenhaus erbaut. Der Bierbrauer Anton Bergmüller vermachte dafür 2 500 Gulden. 1891 wurde der nördliche Flügel angebaut, die Baunaht ist rechts im Bild deutlich zu erkennen. An den Hauswänden ranken Weinreben empor. Jeder in Hengersberg praktizierende Arzt konnte seine Patienten im Krankenhaus unterbringen und behandeln. Die Schwestern vom Orden des heiligen Vinzenz von Paul betreuten die Kranken und erfreuten sich großer Beliebtheit, Viele erinnern sich noch an Schwester Serotina Kaltenecker, die 32 Jahre in diesem Haus wirkte. Zum Bedauern der ganzen Bevölkerung des Ortes wurde unser Krankenhaus am 31. März 1969 geschlossen.

33. Ein stimmungsvolles Bild von der Nordseite des Friedhofs auf dem Rohrberg mit sechs alten Grabsteinen. Am Anfang dieses Jahrhunderts waren viele Gräber mit gußeisernen Gittern umfriedet. Von den Grabsteinen blieb keiner erhalten, auch die schlanken Pappeln sind längst verschwunden.

Gruß aus Hengersberg

Henqersberq vom Weing ??? ·ten



34. Bliek vom Weingartl auf Schwarzach und Hengersberg. Das Dorf Schwarzach, heute ein Ortsteil von Hengersberg, bestand damals nur aus einem Dutzend Bauernhöfen, dem Wirtshaus, der spätgotischen Kirche und dem barocken Pfarrhof. Der Rohrberg war noch ganz unbebaut. In dem kleinen Bild links unten ist das damalige Postgebäude in Hengersberg dargestellt. Das Haus besitzt eine schöne Putzgliederung und am Giebel die Antenne für die Telegraphenanlage.

35. Feststimmung vor der Kirche in Schwarzach. Zu sehen sind die Fahnenabordnungen der Vereine, weißgekleidete Mädchen mit umgebundener Schärpe, die Herren mit Hut oder Zylinder und die Damen mit dem Sonnenschirm. Der Friedhofseingang ist mit Girlanden geschmückt. Im Chorschluß der Kirche befindet sich noch der schöne, fast drei Meter große Kruzifixus, den der Hengersberger Bildhauer Johann Seywald um 1900 geschnitzt hat. Der Pfarrhofwar mit einer hohen Mauer umgeben und der Herr Pfarrer war auch Landwirt und hatte Pferde und Kühe im Stall. Die Arbeit in der Landwirtschaft machten Knechte und Mägde und es war für den Betreffenden eine besondere Ehre, Pfarrermagd oder Pfarrerknecht zu sein.

36. Der Gasthof Zollinger in Schwarzach war ein beliebtes Ausflugsziel. Zu dem Anwesen gehörte eine große Landwirtschaft. In dem langgestreckten Gebäude in der Mitte ist im Obergeschoß immer noch der Tanzsaal untergebracht. Links ist ein Teil der alten Ohebrücke zu sehen, die im Frühjahr 1945 in die Luft gesprengt wurde. Durch das dicke Rohr außen an der Brücke floß das Leitungswasser vom Weingartl in den Markt. Der Bergrücken irn Hintergrund ist das Weingartl, der Name erinnert an den Weinbau des Klosters Niederaltaich in alter Zeit. Der beliebte Wirt Max Zollinger war ein Original. Mit Zylinder und schwarzem Mantel bekleidet, saß er auf dem Bock des von seinen Pferden gezogenen Leichenwagens und kutschierte Viele auf ihrem letzten Weg zum Rohrbergfriedhof. Es machte ihm durchaus nichts aus, auf dem Heimweg ein paar Besorgungen zu machen und auf dem Kutschbock mitzunehmen.

37. Das Bild zeigt das Anwesen von Michael Maier, genannt Fischer Michl, am südlichen Ufer der Ohe, Der Fischer Miehl steht in einer der beiden Zillen, die auf dem Wasser schwimmen. Er betrieb eine kleine Landwirtschaft und verdiente sich nebenbei ein paar Mark mit dem Verkauf von Fischen. Wenn die Ohe Hochwasser führte und die Brücke unpassierbar geworden war, brachte der Michl in aller Früh die Schulkinder über das Wasser, damit sie pünktlich zur Schule kamen; auch wer sonst noch über das angeschwollene Flüßchen wollte, wurde von ihm übergesetzt. Im Hintergrund die Schwarzacher Kirche mit der hohen Friedhofmauer, hinter die sich wohl in früheren Kriegszeiten die Bauern der Umgebung mit ihrer Habe flüchteten.

38. Ein Seernann ist bei uns schon eine Seltenheit und früher erst recht! 1915 wurde dieses Foto in Wilhelrnshaven aufgenommen. Der fesche Matrose auf dem Bild ist Michael Maier, genannt Fischer Michl, damals noch ohne Vollbart! Der Michl besaß eine sehr robuste Gesundheit, er lief sogar im Winter barfuß herurn. Als er 1977 gestorben ist, war er 89 Jahre alt und man nannte ihn den letzten Matrosen der Kaiserlichen Marine.

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