Hengersberg in alten Ansichten Band 1

Hengersberg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Georg Loibl
Gemeente
:   Hengersberg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2743-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hengersberg in alten Ansichten Band 1'

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J(epgersberg

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59. Bliek auf Hengersberg vom Turm der Schwarzacher Kirche, Links im Bild ein altes Bauernhaus mit Kniestock in Blockbauweise und Legschindeldach. In der Bildmitte ist das hölzerne Windrad zu sehen mit dem Leitungswasser auf den Rohrberg gepumpt wurde und an der Ohe die Badeanstalt, Ganz vorne am linken Ufer der Ohe ist der alte Lohstadel vom Zimmermann Lederer zu erkennen. Der ganze Ort ist von Wiesen und Feldern umgeben.

60. In der Biedermeierzeit begeisterte man sich für das Mittelalter und das Ritterturn. 1865 wurde in Hengersberg der Ritterbund 'Die Puchberger' gegründet. Man schaffte historisierende Kostüme an und traf sich im Vereinslokal beim Streibl-Bräu, die Burg genannt. Auf diesem um 1880 entstandenen Foto sind die 27 Mitglieder des Hengersberger Ritterbundes zu sehen. Der elfte von links ist unser Schwergewichtler Dimpfl, der vielleicht wegen den ausgedehnten, feuchtfröhlichen Sitzungen diesen Spitznamen bekommen hat. Der 14. von links ist der Großvater vom Finanzminister Max Streibl. Die prächtige Burg im Hintergrund ist natürlich Artrappe.

61. Auf diesern Bild sehen wir in prächtigem Wams, rnit der Vereinschronik im Arm, den Ritter Hans Muck von Bärenöd, Auch der Degen gehörte zur Ausrüstung eines wackeren Ritters, der im bürgerlichen Leben der Hengersberger Konditormeister Franz Xaver Müller war. Wie weit zurück liegt heute schon die Romantik unserer Großväter.

62. Die königlich privilegierte Schützengesellschaft wurde 1721 gegründet und erhielt von König Ludwig Il. 1868 diesen Ehrentitel. Der Schützenverein ist wohl der älteste Verein am Ort. Ursprünglich war der Schützenverein eine Feuerschützengesellschaft, die in Kriegszeiten die Bevölkerung des Orts zu schützen hatte. Bei festlichen Anlässen waren stets die Schützen in ihren prächtigen Uniformen, mit den langen Flinten und der Fahne dabei - so ist es bis zum heutigen Tag geblieben! Auf diesem Bild mit den beiden Fahnen, den Zimrnerstutzen und den Schützenscheiben im Hintergrund, karm selbst das älteste Mitglied des Vereins Otto Knapp, geboren 1898, niemand mehr erkennen. Die Aufnahme wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert von Gotthard Walk gemacht, der als er vom erlernten Zinngießerhandwerk wegen Auftragsmangel nicht mehr leben konnte, zum Fotografen umsattelte.

63. Bereits im Jahre 1848 wurde in Hengersberg die Liedertafel gegründet. Sie war lange Zeit ein Männerchor. Die 30 Sangesbrüder haben sich zum Gruppenfoto versammelt. In der ersten Reihe der vierte von links, ist Baumeister Anton Antlsperger, neben ihm sitzt Schreinermeister Karl Preisinger, der lange Zeit unseren Kirchenchor leitete. In der zweiten Reihe der vierte von links, ist der Vereinswirt Hans Muckenthaler, dann folgt der Bankier Franz Xaver Schlegl, der nächste ist Konditormeister Josef Müller und der vorletzte in dieser Reihe ist der Elektromeister Josef Waindinger. Der fünfte von links in der oberen Reihe ist der Metzgermeister Lorenz Ammerer, der Fähnrich neben ihm ist Fritz Trenner und neben Trenner ist Franz Zimmermann zu sehen.

64. Drei gelenkige Turner zeigen stolz ihre Künste, aber auch die Turngeräte mußten mit aufs Bild. Links ist der Hafnermeister Nepomuk Stenzer zu erkennen. 1902 gründete der Schreinermeister Karl Preisinger in Hengersberg den Turnverein, der am Anfang 29 Mitglieder zählte. Die Turnübungen wurden im Hof der Gastwirtschaft Hilz gemacht. Das ehemalige Gasthaus Hilz ist das Geburtshaus von Abt Bernhard Hilz. Es wurde 1982 abgebrochen und im gleichen Stil neu erbaut.

65. Im Jahre 1884 wurde diese Aufnahme vom Hengersberger Velociped-Club gemacht. Den Fotografen holte man aus Straubing. Die Hochräder wurden damals ausschließlich in Handarbeit hergestel1t, das Fahren mit diesen Rädern erforderte einige Gewandtheit, besonders schwierig war das Auf- und Absreigen. Für den Nachwuchs gab es kleinere Räder.

66. Kaum jemand weiß, daß es in Hengersberg um die Jahrhundertwende eine Schäfflertanzgruppe gab. In ihrer malerischen Tracht mit den grünen Filzkappen bot sie ein prächtiges Bild. Die Mitglieder der Schäfflertanzgruppe kamen aus verschiedenen Berufen, ob auch gelernte Schäffler darunter waren, war nicht zu erfahren. Die Hengersberger Schäffler waren auch auf auswärtigen Veranstaltungen gern gesehene Gäste. Die beiden Harlekine im Vordergrund gehören zu jeder Schäfflertanzgruppe und sorgen für Spaß und Schabernack, Der rechts liegende ist der spätere Gastwirt Hans Muckenthaler.

67. Im Fasehing 1904 feierten die fröhlichen Hengersberger eine stilvolle Bauernhochzeit. Die Teilnehmer trugen die schönen alten Trachten des Marktes, der Waldgegend und des Gäubodens, Im Hintergrund der stattliche Leebkeller an der Mimmingerstraße, welcher im August 1911 abbrannte. Die Mitwirkenden sind in der ersten Reihe von links: Der Hochzeitslader mit Stock und Zylinder, ist der Bader und Kirchenmaler Josef Wiesender, Frau Wiesender, Eisenhändler Jos, Müller, dessen Tochter Rosa Fellerer, die Ehrenmutter Frau Lukas, die Braut Maria Bauer, der Bräutigam Jakob Dietl, Maria Egger, Hofrat Bauer, Frau Bauer, Frau Dr. Grab und auf dem Schlitten sitzend, der Müller Bräu, Zweite Reihe von links: Lehrer Schosser, der später in Berg lebte, Lehrer Eggert, Frau Eggert, Frau Apotheker Hilz, Maria Kroiss, Frau Preisinger Schreiner, vor ihr mit Hut, Donatus Fellerer, Frau Mäller-Salegg, Maria Stenzer, Frau Raith, Annerl Leeb, Frau Antlsperger, Frau Müller Bräu und Rechtsanwalt Muller. Dritte Reihe von links: Frau Justizrat Haderlein, Apotheker Hilz, Frau Bauer, Expeditor Bauer, FrauEisenhändler Müller, Preisinger Schreiner, über Preisinger, Dr. Grab, Max Stenzer, Josef Müller-Salegg, Konditor Josef Müller, Michael Raith, genannt Raith Bäck, Max Müller, Frau Lutz, Amtsrichter Lutz und Baumeister Antlsperger, Ganz links am Bildrand sind zwei neugierige kleine Zaungäste zu sehen.

68. Hier findet eine Faschingshochzeit statt, zu der sich viele Zuschauer eingefunden haben. Die Damen tragen Topfhüte, wie sie in den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts Mode waren. Der mit Girlanden und Bändern geschmückte Kammetwagen wird von zwei strammen Rappen gezogen. Auf dem Kammetwagen wurde früher die Aussteuer der Braut und die Möbel des Schlafzimmers zum Haus des Bräutigams gefahren. Der schön bemalte Bauernschrank auf dem Wagen würde heute ein kleines Vermögen kosten. Bei einer Faschingshochzeit ging es stets sehr lustig zu, die Braut wurde immer von einem Mannsbild in Frauenkleidern gespielt.

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