Hennef an der Sieg in alten Ansichten

Hennef an der Sieg in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich Balensiefen und Dr. Helmut Fischer
Gemeente
:   Hennef an der Sieg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3077-6
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hennef an der Sieg in alten Ansichten'

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9. Der Stich des Malers Carl Hohe von etwa 1850 zeigt Stadt Blankenberg mit dem Burganlagen des 12. Jahrhunderts. Die Darstellung entspricht im Ganzen der Wirklichkeit. Eine 'Straße' führt zum mit Reben bewachsenen Bergsporn. 1887 wurden noch fünfundzwanzig Morgen Wein an den Südhängen des Burgbergs und der Sengelhart registriert. In der Siegtalbeschreibung von 1865 werden frische Wiesen, üppige Fruchtfelder und reizend gelegene Weinberge erwähnt, Bis etwa zur Mitte des 18. Jahrhunderts war Blankenberg Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes mit einer Ausdehnung von Herehen bis Menden und Oberpleis bis Neunkirchen. Spater waren Amtmann, Landdinger und Rentmeister in Hennef und Geistingen ansässig.

10. Kurz vor der Jahrhundertwende sind über dem Dorf Stein mit der Apolloniakapelle noch die Weinhänge an der Burg Blankenberg erkennbar. 1803 umfaßt der kurfürstliche 'Virnenberger Weingarten', so genannt nach dem Burgmannengeschlecht der Herren von Virnenburg, etwas mehr als neun Morgen weißer und roter Stöcke. Die strenge Anwendung des Weingesetzes machte unter den Blankenberger Weinbauern viel böses Blut; sie bewirkte jedoch, daß 1905 zum letzten Mal gekeltert und dann die Weinstöcke ausgeworfen wurden. Im Jahre 1907 erklärte man das Gebiet von Blankenberg für 'nicht weinbautreibend'.

11. Die Aufnahme aus den dreißiger Jahren läßt die vorzügliche Lage von Burg und Stadt Blankenberg auf einem ins Siegtal vorstoßenden Felssporn deutlich werden. Um 1180 gründeten die Grafen Heinrich H. und Eberhard Il. von Sayn die Burg. 1245 erhielt die sich im südlichen Gelande anschließende Siedlung die Stadtrechte verliehen. Mit dem Stadttor, dem 'Katharinenturrn', der Kirche und den verschachtelten Häusern der Neustadt vermittelt das Bild einen geschlossenen Eindruck. Zwischen dem Grabenturm am oberen Rand der Besiedlung liegt die unbebaute 'Altstadt',

12. Im Jahre 1884 malt J. Scheiner den Rittersitz Haus Attenbach. Im 16. Jahrhundert entstanden, war das Burghaus in der Nähe des Bahnhofs Blankenberg jahrhundertelang in der Hand bergischer Adelsfamilien. Ein schon 1367 erwähntes Geschlecht erhielt nach ihm seinen Namen. Bereits 1143 erscheint Attenbach im Besitz des Klosters Rolandswerth. 1810 wurde der Burgsitz an den Freiherrn Theodor von Hallberg-Broich verkauft. Der Freiherr machte sich als Feldobrist des bergischen Landsturmes in den Kämpfen gegen die napoleonische Herrschaft einen Namen. Nach wenigen Jahren eines sonderlichen Lebens im 'abenteuerlichsten Costüme mit seinern auf den Gürtel reichenden schneeweißen Bart' hat er 1817 die hiesige Gegend verlassen und ist nach Gauting in Bayern übergesiedelt,

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13. Die Aufnahme der Frankfurter Straße erlaubt einen Rückblick in die neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Die noch unbefestigte Straße mit einem schon erwachsenen Baumbestand führt sicherlich berechtigt den Namen 'Alléestraße'. Der 'Kaiserhof" im Bild rechts, von der Familie Walterscheid begründet, wird schon in den achtziger Jahren im Protokollbuch des Männergesangvercins 'Concordia' erwähnt. Links im Bild die Adlerapotheke, die um 1870 erstmals für Hennef eine geregelte Arzneimittelversorgung sicherte. 1899 wurde die Apotheke von der Familie L. Anselmino übernommen. Sie wird heute von ihr in der dritten Generation geführt,

14. Das Bild der Frankfurter Straße um 1910 vermittelt eine deutliche Entwicklung. Die Straße hat breite Bürgersteige für den noch offensichtlich gleichberechtigten Fußgänger erhalten. Die Fahrbahn besteht aus einer wassergebundenen Schotterdecke. Sie ist nur in der Einmündung der Nebenstraße und im Bereich der Überführung des Hanfbaches gepflastert. Der Hanfbach wird unmittelbar neben dem 'Kaiserhof' überquert. Etwa fünfzig Meter weiter mündet der Bach in die Sieg. An der linken Straßenseite, am unteren Bildrand, stehen die Einrichtungen der zentralen Wasser- und Gasversorgung, die Ende der neunziger Jahre und 1902-1903 installiert wurden.

15. Auf dem Foto präsentiert sich die Frankfurter Straße, vermutlich noch im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts, als schattige Allee. Im Bild links ist die Villa Reuther erkennbar. Bürgersteige fehlen noch. Der Straßengraben am linken Fahrbahnrand deutet an, daß auch eine Kanalisation noch nicht verlegt ist. Vorhanden sind aber andere Merkmale des technischen Fortschrittsjener Zeit. Am unteren Bildrand links stehen ein Straßenmast für die elektrische Leitung, ein Hydrant und eine Gaslaterne. Wasser und Gas lieferte die Gemeinde aus eigenen Versorgungsanlagen, Die Gaserzeugung war mit vielen Sicherheitsvorbehalten unter Androhung von Geld- oder Haftstrafen genehmigt worden. Nach der Chronik blieb dem Bürgermeister jedoch ein Zwangsaufenthalt erspart.

16. Die Beamten der Reichsbahn auf dem Bild um 1910 hatten eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Bei der Annäherung der Bröltalbahn an den schrankenlosen Übergang in der Bahnhofstraße - er gehörte zum Areal der Reichsbahn - waren Passanten mit einer Glocke vor möglichen Gefahren zu warnen. Der Mann mit dem Bart ist der Beamte Richarz aus Geistingen. Das Bahnhofshotel Georg Pickenhan entstand vor der Erweiterung des Bahnhofs um Warteräume und Gastronomie, die im Jahre 1903 eingerichtet wurden. Die Bahnhofs- und Gleisanlagen der Schmalspurbahn gehören schon lange Zeit der Vergangenheit an.

17. Neben der Königstraße hat die Beethovenstraße die ehemals getrennten Siedlungen Hennef und Geistingen miteinander verbunden. Die Aufnahme aus den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts belegt für die heutige Zeit unbekannte Verhältnisse. Die Einmündung der Beethovenstraße in die Frankfurter Straße wurde bis auf einen schmalen Weg durch die Gastwirtschaft G. Herkenhöner eingeengt. Am rechten Bildrand ist noch ein nicht mehr bestehender Nebentrakt des Proffenhofs erkennbar. Links erscheint ein Gebäudeteil der ehemaligen Gaststätte Klein, im Volksmund unter dem Namen 'stiefe Wiert' bekannt. Die Gaststätte Herkenhöner wurde um 1900 niedergelegt.

18. Der Bliek in die Königstraße läßt eine schattige Kastanienaliee erkennen, die 1790 angelegt worden sein soli. Das Arntsgerichtsgebäude entstand um 1897. Hier amtierte nach der Auflösung des aus französischer Zeit stammenden Friedensgerichts und der Einrichtung des preußischen Amtsgerichts im Jahre 1879 als Richter Nikolaus Cöbbels. Der Amtsgerichtsbezirk Hennef umfaßte die Burgermeistereien Hennef, Neunkirchen, Lauthausen, Oberpleis und Uckerath. Mit der Neuordnung 1969 kam das Amtsgericht Hennef als Nebenstelle zum Amtsgerichtsbezirk Siegburg.

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