Hennef an der Sieg in alten Ansichten

Hennef an der Sieg in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich Balensiefen und Dr. Helmut Fischer
Gemeente
:   Hennef an der Sieg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3077-6
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hennef an der Sieg in alten Ansichten'

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19. Das Bild aus der Zeit um 1910 weckt Erinnerungen an einen originellen Mitbürger, den Schneidermeister Peter Müller. Er lebte in der Steinstraße gegenüber der Schule, bei jung und alt unter dem Namen 'Möllersch Schnieder' bekannt und geschätzt. Von ihm hatte die Steinstraße den Namen 'Seufzerstraße' erhalten, weil die Schule rechts im Bild, das 'Düfchen', also das Gefängnis und der Friedhof an ihr lagen. Aus seiner heiteren Lebensauffassung und dem Hang zum Schalk entsprangen viele lustige Streiche. Das Bild hat sich gewandelt. Das 'Original', vierzig Jahre tot, ist fast vergessen. Das 'Düfchen' am linken Bildrand haben die Bomben des Zweiten Weltkrieges zerstört, und die alte Schule entsprach nicht mehr neuzeitlichen Anforderungen.

20. Eindrucksvoll erhebt sich die romanische Pfarrkirche St. Michael, ein großartiges Zeugnis rheinischer Baukunst des 12. Jahrhunderts, inmitten der Häusergruppe. Sie fiel dem Bombenhagel des Zweiten Weltkrieges zum Opfer. Geistingen, bereits 885 als Königsbesitz genannt, war die größte Ansiedlung im Umkreis und Mittelpunkt eines weiten Kirchspiels. 1831 zählte das Dorf 737 Seelen gegenüber 254 in Hennef. Beherrschendes Element des Ortskerns ist der Markt und die vorbeiflihrende Bergstraße. Das Luftbild läßt links vom Kirchturm die jetzt renovierte Gaststätte 'Zur Glocke' mit dem Mansarddach erkennen. Dieses Haus hat wohl bis 1744 als Gerichtsgebäude gedient. Noch viele Jahre spater bezeichneten Pranger, Halseisen, Trillhäuschen, Galgen und Rad den früheren Gerichtsort.

21. Die Aufnahme aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts zeigt die Einmündung der Beethovenstraße in die Bonner Straße. Das Gebiet mit der Flurbezeichnung 'Am Grengel' war zum Ortsteil Geistingen hin nur spärlich bebaut und bildete den Übergang von Hennef und Geistingen. Wenige Jahre zuvor wurde die evangelische Kirche gebaut. Die Gaststätte Schenkelberg an der Ecke Beethoven- und Bonner Straße wurde einige Jahre später errichtet, Der Sportplatz, heute links von der Straße, fehlt noch. Im Hintergrund, unterhalb des Steimelsberges, entstand mit dem Kneippkurhaus und der Anlage der Kurparks der Mittelpunkt vieler Kureinrichtungen.

22. Die Aufnahme um 1905 zeigt eine größere Teilansicht mit der 1894-1896 erbauten evangelischen Kirche im Vordergrund. Durch die Siegtal- und Bröltaler Eisenbahn hatte Hennef gute Verkehrsverbindungen erhalten, die seine Entwicklung positiv beeinflußten. Die Bevölkerung nahm nach dem Bau der Eisenbahnen um 1880 schneller zu als vorher. Im innerörtlichen Bereich fehlten naturgemäß noch viele der heute vertrauten Einrichtungen und Bauten. Die Wege waren kaum ausgebaut und befestigt, Die vielen unbebauten Flächen an der heutigen Beethoven-, Bonner-, Linden- und Mozartstraße sowie im nördlichen Teil des Ortes belegen die noch dünne Besiedlung jener Zeit.

23. Zur Wiedereröffnung des Kneippkurhauses am 1. Mai 1927 - in den Kriegsjahren 1914-1918 und nachher ruhte der Kurbetrieb - konnten Wiesen und Äcker in der Nachbarschaft des Kurhauses für die Erweiterung des Kurparks einbezogen werden. Die Parkanlagen wurden damals um rund zehn Morgen vergrößert. Den Zustand vor fünfzig Jahren veranschaulicht diese Aufnahme. In der Zwischenzeit haben mehrmalige Umgestaltungen das Bild verändert, Seit vielen Jahren übt der Kurpark mit dem angrenzenden Rot- und Damwildgehege eine große Anziehung aus. Für zahlreiche Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung ist der Kurpark Ausgangspunkt fiir herrliche Wanderungen im waldreichen 'Landschaftsschutzgebiet Dürresbachtal'.

24. Das Bild aus der Zeit um 1927 zeigt eine Schutzhütte auf der Höhe des Steimelsberges. Bei klarem Wetter bieten die Höhen eine herrliche Fernsicht in die Kölner Bucht bis zu den Türmen des etwa dreißig Kilometer entfernten Kölner Domes. Gekennzeichnete Wege ermöglichen ein- bis dreistündige Rundwanderungen und eine reibungslose Rückkehr zum Ausgangspunkt am Kurhaus. Hier sind ausreichend Parkplätze verfügbar. Das Interesse der Bevölkerung an diesem reizvollen Wandergebiet hat im letzten Jahrzehnt erfreulich zugenommen. Ein ausgesuchtes gastronomisches Angebot bietet gute Möglichkeiten für angenehme Rastpausen. Der gesamte Raum ist als Kurgebiet ausgewiesen. Damit soll seine Erhaltung für Erholung und Freizeit gesichert werden.

25. Das Getreidefeld am Südrand des Ortsteiles Geistingen vermittelt neben einer idyllischen Landschaft einen Einblick in die Ernteverfahren von etwa 1930. Im Hintergrund rechts ist die romanische Pfarrkirche aus dem 12. Jahrhundert zu erkennen. Sie wurde 1945 durch Fliegerbomben total zerstört. Am Horizont erscheinen in der Bildmitte die sogenannten 'Drei-Kaiser-Eichen'. Eine Gedenkplatte berichtet, daß der kameradschaftliche Verein Hennef und Umgebung zum 'Andenken an Kaiser Wilhelm I. und Kaiser Friedrich IIL - die Einiger Deutschlands -' diese Eichen im Jahre 1888 gepflanzt hat. Mitte der fünfziger Jahre haben nach dern Bau der St. Michaels-Siedlung an der gleichen Stelle viele Familien eine neue Heimat erhalten.

26. Um das Jahr 1910 haben sich Einwohner von Stoßdorf an der sogenannten 'Scheer' in der Nähe des ehemaligen Sportplatzgeländes versammelt. Es ist Pfingstdienstag, und man wartet auf den Festzug der Mailehenschaft. Die Burschen werden hinter dem Fahnenträger erscheinen, der dort das 'Fähndel' schwenken wird, Dieses Schwenken ist eine besondere Kunst und bedarf einer langen Übung. Erwartungsfroh und festlich gekleidet harrt Jung und Alt der brauchtümlichen Ereignisse.

27. Die Postkarte, um die Jahrhundertwende im Verlag Peter Stroß in Hennef erschienen, vermittelt einen Eindruck von Weingartsgasse rnit seinen Weinbergen. Das Dorf zieht sich vor dem sonnenbegunstigten Hang mit seinen roten und weißen Rebstöcken hin, die in guten Jahren einen angenehm mundenden, feurigen Wein lieferten. Zu seinen Füßen fließt die Sieg, die ein Holzsteg überspannt.

28. Der Name der am Südhang des Bergischen Landes gelegenen Siedlung Weingartsgasse deutet auf den bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts betriebenen Weinbau hin. Eine Wanderung zu dern kleinen Ort oder weiter ins Wahnbachtal war für Kinder von der Hennefer Seite stets mit einer Attraktion verbunden. Die Zahlung des Brückengeldes von zwei und später fünf Pfennig deuteten Kinder als stillschweigende Erlaubnis, den schwankenden Steg in schwingende Bewegungen zu versetzen. Vom Herbst bis zum Frühjahr wurde der aus Stangen bestehende Unterbau entfernt, um die Zerstörung durch Hochwasser zu vermeiden. Der Steg, auf dem Bild um 1920, ist von der Hennefer Firma H.C. Wolf im Jahre 1936 durch eine Eisenkonstruktion ersetzt worden.

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