Hennef an der Sieg in alten Ansichten

Hennef an der Sieg in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich Balensiefen und Dr. Helmut Fischer
Gemeente
:   Hennef an der Sieg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3077-6
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hennef an der Sieg in alten Ansichten'

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29. Der Brückensteg über die Sieg bei Allner bestand 1900 aus einer einfachen Holzkonstruktion. Geringe Belastungen lösten bereits erhebliche Schwankungen aus. Die Passanten mußten für die Unterhaltung ein bescheidenes Brückengeld entrichten. Für größere Lasten war ein Fährbetrieb eingerichtet. Zwei kreuzweise angeordnete Stangen auf jedem Flußufer - ein Gestell ist in der oberen rechten Bildhälfte sichtbar - waren mit einem Drahtseil überspannt. Eine bewegliche Verbindung zwischen dem Seil und dem Kahn erleichterte die Überfahrten. Das fast jährlich eintretende Hochwasser machte den Holzsteg zu einer reparaturanfälligen Einrichtung. Die Instandsetzung gehörte zu den Obliegenheiten des Dorfes.

30. Kleine Fachwerkhäuser, wechselweise mit Giebel- oder Traufse ite zur Straße an der Schloßrnauer ausgerichtet, bilden 1906 den Ortsmittelpunkt von Allner. Sie gehörten, von links nach rechts, den Familien Weiskirchen, Winterscheid-Antweiler, Lütz-Schorn und Behr. Zurückliegend ist die Wirtschaft Andree mit einem Tanzsaal erkennbar. Im Hintergrund an der Mauer erscheint das bäuerliche Anwesen Klein-Schmitz, später Rirnkus. Der Hof mußte bei der Verbreiterung der Straße in den Jahren 1973-1974 niedergelegt werden, weil die Gebäulichkeiten einen Engpaß verursachten.

31. Das Bild um 1920 zeigt den Fachwerkbau der Allner Mühle und die Siegbrücke mit ihrer HolzStein-Konstruktion, 1927 wurde eine neue Siegbrücke mit einer Fahrspur für die Kleinbahn errichtet, die den mittlerweile starkeren Straßenverkehr besser aufnehmen konnte. Nach einer Begradigung der Kurven vor und hinter der Brücke rnündete sie im Bilde rechts von der Mühle ein, 1973 mußte die Mühle einer breiteren Straße weichen, Über den Baumkronen ragen die Türme von Schloß Allner empor, Die gotisierende Form des Daches ist in den Jahren 1875-1876 entstanden. Nach dengroßen Schäden aus dem letzten Kriegsjahr 1945 haben die Türrne 195Q..1962 wieder Barockhauben erhalten.

32. Mit dem Bau der Bröltaler Eisenbahn in den Jahren 1860-1862 mußte bei Allner der erste feste Siegübergang geschaffen werden. Auf Pfeilern aus Stein ruhte die Holzkonstruktion des Oberbaues. Im Bild von 1908 sind die Gleisanlagen der Kleinbahn und die Beschaffenheit der Fahrbahn zu erkennen. Für die Unterhaltung der Brücke hatte die Eisenbahn eigens einen Zimmermann eingestellt. Besonderes Interesse erregt das Automodell aus der Frühzeit der Motorisierung. Trotz der scharfen Rechtsfahrt des 'Oldtimers' dürfte eine Begegnung auf der Brücke nicht problernlos gewesen sein. Schattige Alleen waren für die übliche Reisegeschwindigkeit der 'guten, alten Zeit' noch keine den Verkehr gefährdenden Hindernisse.

33. Das Wahrzeichen der 1166 erstmals genannten Siedlung Heisterschoß ist der in den zwanziger Jahren errichtete Wasserturm. Auf der Aufnahme aus der Entstehungszeit des Bauwerkes ist die ursprüngliche Fachwerkkonstruktion eines Rundganges um den betonierten Wasserbehältcr des Turmes erkennbar. Die Wasserversorgung oblag damals dem Wasserleitungsverein. Erst der Anschluß an das öffentliche Netz des Talsperrenverbandes machte diesc Einrichtung der bürgerlichen Selbsthilfe überflüssig.

34. Die Aufnahme aus dem Jahre 1896 lenkt den Bliek auf die Dorfmitte in Bödingen. Im Hintergrund erhebt sich über dem prächtigen Fachwerkhaus der heute noch bestehenden Gastwirtschaft Breuer die spätgotische Wallfahrtskirche der Schmerzhaften Mutter, errichtet in den Jahren 1397 bis 1408. Die Personengruppe zeigt Lehrer Krekel im Gespräch mit einem Bödinger Einwohner. Eine Wasserträgerin ist auf dem Weg zum 'Pütz', dem mit einem Häuschen abgedeckten Ziehbrunnen.

35. Das Dorf Lanzenbach wird 1173 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, Nach dem Ort nannte sich ein adliges Geschlecht, das die dortige wasserumwehrte Burg bewohnte. Im 17. Jahrhundert wird die zum Rittersitz gehörige Ölmühle errichtet, der 1736 auch ein Kornmahlwerk angeschlossen wird. Nach der Mitte des 19. Jahrhunderts gelangte das Gut Lanzenbach mit der Wassermühle an die Familie Trimbom. Vom Hanfbach wurde das Treibwasser in den Mühlteich geleitet. Von dort verlief der Wassergraben unter dem am Weg liegenden Haus, wo sich in Kellertiefe das Mühlrad drehte. Das rückwärtige Gebäude diente als Lagerraum. Die Getreidemühle von 'Matthes und Hennes Trimborn' ging 1936 zusammen mit dem Hof an die Familie Clemens Padberg über. 1950 wurde der Mahlbetrieb eingestellt.

36. An eine geruhsame Zeit erinnern die Fachwerkhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert in der Kirchgasse in Uckerath. Der rornanische Turm im Hintergrund bekräftigt diesen Eindruck. Er war der einzige erhaltene Rest der alten, aus dem 12. Jahrhundert stammenden Pfarrkirche. 1968 stürzte er zusamrnen. An seiner Stelle ist in den Jahren 1972-1973 eine Kapelle als Kriegergedächtnisstätte errichtet worden, die sich harmonisch in die dortige Ehrenanlage einfügt,

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37. Das reizvolle und geräumige Fachwerkgebäude, das 'Frankfurter Haus' in Uckerath am Markt, errichtete die Familie Jakob Rübhausen Anfang des 19. Jahrhunderts. Zunächst als landwirtschaftlicher Betneb genutzt, wurde das Haus von Eduard Rübhausen, dem Sohn des Erbauers, im letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts in eine Gaststätte umgewandelt. Die Aufnahme aus der Zeit um 1910 vermittelt mit der Personengruppe und dem gepflegten Äußeren der Gaststätte Peter Hartmann einen einladenden Eindruck. Seit etwa 1887 war die Bürgerrneistereiverwaltung rnit Bürgerrneister Komp vorübergehend im Frankfurter Haus untergebracht.

38. In der Stiftungsurkunde der Abtei Siegburg überträgt Erzbischof Anno von Köln im Jahre 1064 neben anderen auch die Kirche in Hennef seiner neuen Gründung. Er hatte sie durch Tausch aus dem Besitz des Cassiusstiftes Bonn erworben. Reste des mittelalterlichen Bauwerks haben sich nicht erhalten. Im 18. Jahrhundert wurden Turm und Langschiff erneuert. Während das Schiff von 1786 im Jahre 1910 niedergelegt wurde, läßt der Turm von 1744 neben der heutigen, 1898 bis 1900 errichteten Pfarrkirche die Merkmale des Barockstils eindeutig erkennen.

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