Hennef an der Sieg in alten Ansichten

Hennef an der Sieg in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich Balensiefen und Dr. Helmut Fischer
Gemeente
:   Hennef an der Sieg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3077-6
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hennef an der Sieg in alten Ansichten'

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49. Der Standort der alten Dorfkapelle in Stoßdorf ist bereits in einer Katasterkarte von 1826 mit einem Kreuz gekennzeichnet. Wahrscheinlich ist sie Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet worden. Die Einwohnerzahl des Ortes wurde in einer amtlichen Statistik von 1831 mit 281 Seelen angegeben. 1900 errichtete man einen größeren Bau, den die Bürger mit fünftausend Mark selbst finanzierten. Die alte Kapelle wurde 1902 niedergelegt. Die sprichwörtliche Opferbereitschaft der Stoßdorfer Bürger ist beim Bau der neuen Filialkirche 1970/71 mit einem hohen Eigenanteil an den Gesamtkosten erneut sichtbar geworden.

50. Der Posthalter und Schultheiß Werner de Warth baute im Jahre 1690 die Kapelle zum heiligen Johannes von Nepomuk in Warth. 1900 wurde das Gebäude nach Westen erweitert und der Giebel aus den alten Materialien wieder aufgeführt, Es handelte sich um einen dreiseitig geschlossenen Saalbau mit großen Rundbogenfenstern und schlankem Dachreiter. Im Jahre 1908 wurde die Kapelle auf dem heutigen Denkmalplatz vor dem Dreigiebelhaus abgebrochen. In diesem Haus war in jener Zeit das Pastorat untergebracht.

51. Die Aufnahme von Schloß Allner stellt den baulichen Zustand vor den gotisierenden Veränderungen der Jahre 1875-1876 dar. Bis zum Erwerb des Schlosses 1883 durch die Familien Cockerill und Adelmann war Allner seit dem 15. Jahrhundert Rittersitz bergischer Adelsfamilien. Beginnend mit dem Geschlecht der Markelsbacher, der Scheiffart von Merode, von Büllesheim, von Hatzfeld, von Loé sind ihre Namen mit der Verwaltung des Amtes Blankenberg verbunden. Alte Aufzeichnungen belegen, daß vor den Umbauten die Außenwände des ganzen Schlosses mit "Traßrnörtel überzogen und mit Kalk geweißt' waren.

52. In der Zeit um 1910 bildete das prachtige, klar gegliederte Fachwerkhaus der Familien Kraus und Weimann am Nachbarsplatz, wohl ein Bau des 18. Jahrhunderts, den Mittelpunkt des Dorfes WeIdergoven. Neben dem reliefgeschmückten Holzkreuz setzte man um die Jahrhundertwende ein Heiligenhäuschen vor die Fachwand. Dorthin wurde dann die Hubertusstatue aus der alten Pfarrkirche in Hennef übertragen. Mit einer Furt durch die Sieg und dem Fährbetrieb nach Lauthausen war Weldergoven besonders in der Zeit ohne feste Siegübergänge Durchgangsort für den Verkehr zur Nutscheidstraße.

53. Im Jahre 1247 wird zuerst eine der heiligen Katharina geweihte Kirche in der Stadt Blankenberg erwähnt. Sie gehörte zu der 1246 gegründeten Zisterzienserinnenabtei. Die Klosterkirche unterstand zunächst dem Pfarrverband Uckerath. 1248 erhob sie der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden zur selbständigen Pfarrkirche. 1686 scheinen die Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges beseitigt gewesen zu sein. Das Bild von 1902 zeigt die Nordseite mit dem schmalen Treppenturm und dem beachtlich hohen und schlanken Dachreiter.

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54. Der Bliek aus dem Langhaus der Pfarrkirche St. Katharina in Stadt Blankenberg stößt im Altarraum auf den reichverzierten barocken Hochaltar, wohl ein Werk der umfangreichen Wiederherstellung nach dem Dreißigjährigen Krieg. Die übrige Ausstattung stammt weitgehend aus dem 19. Jahrhundert. 1883 und 1884 ließ Pastor Joseph Brenner eine gründliche Reparatur vornehmen. Das Innere wurde getüncht und ausgernalt, die alten 'rninderwertigen Heiligen-Statuen' wurden durch neue Figuren im Geschmack der Zeit ersetzt. Die Aufnahme von etwa 1910 zeigt den Zustand bis zu der grotsen Restaurierung in den Jahren 1927 und 1928.

55. Das ehemalige Renteigebäude aus dern 17. Jahrhundert gehört zu den bedeutendsten Bauwerken in Stadt Blankenberg. Das prachtige Balkengefüge des Südgiebels verleitete seit etwa 1930 dazu, in ihm fälschlicherweise Runen zu sehen, daraus den Wahlspruch des Erbauers zu entziffern und ihm den Namen 'Runenhaus' zu geben. Die Aufnahme von 1900 beweist die Ungepflegtheit eines Gebäudes, in dem mit dem Rentmeister die Finanzverwaltung des Amtes Blankenberg arbeitete. Die Bedienung der Außenlampe über der abschüssigen Gasse oblag dem 'Lampenanzünder',

56. Die Geschichte von Bödingen beginnt in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Ein Einsiedler, Christian von Lauthausen, stellte ein Marienbild, vermutlich das heutige Gnadenbild, in einem Bildstock auf. Zu den Verehrern der neuen Gnadenstätte gehörte der Pfarrer von Geistingen, Peter Meisenbach. Er und Christian von Lauthausen förderten die Wallfahrt zur Schmerzhaften Mutter. Zwischen 1397 und 1408 erbauten sie die prachtige Kirche, einen spätgotischen, dreischiffigen Bruchsteinbau.

57. Die Aufnahme aus der Zeit um 1900 zeigt die Kapelle zum Heiligen Kreuz in Süchterscheid, Der Legende nach hatte eine Frau zwei Kinder, unter deren Handen alles, was sie berührten, zu Kreuzen wurde. Um dieses Zeichen von den Kindern abzuwenden, ließ die Mutter ein Kreuz in einem Häuschen aufrichten. Gott erbarmte sich und nahm was Wunder von den Kindern. Bald erhob sich ein großer Zulauf. Viele Wunder geschahen. 1506 stiftete der Ritter Bertrarn von NesseIrode eine Priesterstelle, die er großzügig ausstattete. Älter ist jedoch der Chor, der dem 12. und 13. Jahrhundert angehören dürfte und der in den 1957-1958 errichteten modernen Kirchenbau einbezogen wurde.

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58. Die dem heiligen Johannes dem Täufer geweihte Pfarrkirche in Uckerath gehörte bereits 1131 dem Cassiusstift zu Bonn und stammte im wesentlichen aus dem 12. Jahrhundert. Das 1898 niedergelegte Langhaus war ein romanischer dreischiffiger Bau mit flachen Decken und einer Choranlage des 17. und 18. Jahrhunderts. Erhalten blieb allein der fünfgeschossige Turm bis zu seinem Einsturz 1968, jahrzehntelang Wahrzeichen der bis 1969 bestehenden selbständigen Gemeinde Uckerath und ab 1955 Gedenkstatte für die Toten des Zweiten Weltkrieges.

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