Herford in alten Ansichten Band 1

Herford in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Rainer Pape
Gemeente
:   Herford
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1810-1
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Herford in alten Ansichten Band 1'

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~ 9. Schon ist das kleine Fachwerkhaus Gehrenberg 20 - gegenüber der Einmündung der Brüderstraße - von modernen Geschäftshäusern eingekeilt. Seine Tage sind gezählt! Es steht kurz vor dem Abbruch. Um 1890 betrieb hier E. Hoffmann eine 'Uhren-Handlung'.

10. Am Anfang des 20. Jahrhunderts knattern die ersten Automobile durch Herford. Rechts das neue Geschäftshaus Gehrenberg 20, gegenüber das Konfektionsgeschäft Hermann Herzfeld, das im Zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört wurde. An seiner Stelle befindet sich heute das Kaufhaus Klingenthal.

11. Vor der ehemaligen Mittelstädter Brücke, die Alt- und Neustadt verband, zog sich am Ufer der Bowerre das sogenannte 'Kloster' entlang. Das langgestreckte Fachwerkhaus, in dem früher die Lehrer des Friedrichs-Gymnasiums wohnten, wurde im 18. Jahrhundert auf dem Gelände des ehemaligen Augustinerklosters errichtet. In den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde der an den Gehrenberg grenzende Teil des Gebäudes abgerissen, um einem Geschäftshaus Platz zu machen. Unser Foto ist um 1880 aufgenornmen worden.

12. Bliek vom Klostergang zum Gehrenberg, im Hintergrund die ehemalige Mittelstädter Mühle. Die Aufnahme entstand um 1929, kurz bevor der noch stehende östliche Teil des 'Klosters' abgebrochen wurde, um einer Erweiterung des Friedrichs-Gyrnnasiums Platz zu machen. Wieder war ein romantischer Winkel Alt-Herfords der Spitzhacke zum Opfer gefallen! Heute verläuft über diese Stelle der Zugang vom Gehrenberg zum 'Kaufhof".

13. Auf einem Pfeiler der ehemaligen Mittelstädter Brücke stand bis vor einigen Jahren das Linnenbauerdenkmal, das an den letzten Leineweber des Herforder Landes, der sein selbstgewebtes Linnen in der Stadt verkaufte, erinnert. Es wurde durch Spenden der Bürgerschaft finanziert und 1909 von dem Bildhauer von Bochmann (Düsseldorf) geschaffen. Das Denkmal steht jetzt einige Meter weiter westlich auf dem durch Zuschüttung der Bowerre und Abbruch der Mittelstädter Mühle neu entstandenen Linnenbauerplatz. Die Aufnahme entstand um 1910.

14. Hoch vom Dachfenster eines Hauses in der Höckerstraße versuchte der Fotograf um 1910 einen Schnappschuß vom Gehrenberg zu erhaschen: Kinder lehnen sich über das Geländer der Mittelstädter Brücke und blieken auf den Wasserspiegel der Bowerre, der erzene Linnenbauer steht auf dem Podest und zählt sein Geld und Pferdewagen beleben die Szenerie auf dem Mühlenvorplatz. Auch hier hat sich viel verändert. Die Mittelstädter Mühle, hinter dem Haus Höckerstraße 13 rechts im Bild, wurde 1970 abgebrochen. Die Häuser daneben sind durch Bomben im Zweiten Weltkrieg stark beschadigt und inzwischen durch Neubauten ersetzt worden.

F~ He r rman n, Photo r. Arer.er. Bertord

15. Auf dem Gelände des ehemaligen Augustinerklosters an der Brüderstraße, in dem seit der Reformation das Gymnasium untergebracht war, entstand 1869 der Neubau des Friedrichs-Gymnasiums. Das spät-klassizistische Gebäude gehörte zu den eindrucksvollsten Zeugnissen jener Bauperiode in Westfalen. 1972 wurde es - trotz heftiger Proteste in der Herforder Bürgerschaft - abgebrochen und an seiner Stelle der 'Kaufhof' errichtet. Das war der Anlaß zur Bildung der 'Bürgerinitiative Herford zur Erhaltung des charakteristischen Stadtbildes', die sich mit großem Eifer ihrer Aufgabe widmet. Unsere Ansichtskarte stammt aus der lahrhundertwende.

HERFORD,

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16. Eine Reihe stattlicher Fachwerkhäuser beherrschte noch um die Jahrhundertwende die Brüderstraße, wie diese Ansichtskarte aus dem Jahre 1910 beweist. Das prächtige Giebelhaus auf der rechten Seite, Brüderstraße Nummer 13, ist längst verschwunden. Damals gehörte es der Familie Knigge. Das im 16. Jahrhundert erbaute Haus trug auf den beiden oberen Balken lateinische Inschriften geistlichen Inhalts. Auf dem unteren Balken stand, daß das Ehepaar Christian Telemann es 1713 reparieren ließ. Das folgende Traufenhaus (Rothe-Haus) steht noch, dahinter kamen die Gebäude des FriedrichsGymnasiums und dahinter ein Haus der Rokokozeit, in dem damals das Städtische Museum Herford untergebracht war.

17. Zwar erfreuen die beiden mittleren Häuser auf der Ansichtskarte der Zeit um 1930 - das 'Remensnider-Haus' von 1521 und das 'Engelkinghaus' von 1532 - noch heute den Betrachter, doch ist durch den Abbruch der beiden benachbarten Giebelhäuser der Gesamteindruck erheblich gestört. Erst in der hier noch vorhandenen Häuserzeile erschließt sich dem Beschauer der ganze Reiz ostwestfälischer Städtebaukunst des 16. und 17. Jahrhunderts.

18. Erst kürzlich brach man diese Häusergruppe ab um die Verbreiterung der Johannisstraße zu ermöglichen. Das zweite Fachwerkhaus von rechts (Johannisstraße 31) geisterte seit Jahren in der Literatur als 'ältestes Haus' Herfords herum. Die auf dem Schwellbalken eingeschnitzte Jahreszahl war total verwittert und wurde irrtümlich als 1400 gelesen. Bei einer Renovierung wurde diese Zahl leider in arabischen (1) Zahlen aufgemalt. Die Renaissance-Knaggen, die sogenannten Schnürrollen mit Fischgrätenmuster und die Lilienornamente deuten aber einwandfrei in die Zeit um 1570. Leider ist die falsche Jahreszahl (nun als 1407!) jetzt auch mit zu dem Haus Brüderstraße 12 gewandert, an dessen Fassade die Schnitzereien kürzlich angebracht wurden.

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