Herford in alten Ansichten Band 1

Herford in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Rainer Pape
Gemeente
:   Herford
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1810-1
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Herford in alten Ansichten Band 1'

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39. Wenn man um 1925 vom Gänsemarkt in den Janup blickte, bot sich dem Betrachter auf der rechten Seite eine noch vollständig geschlossene Häuserzeile dar. Bausubstanz des 16. und 17. Jahrhunderts ging hier eine glückliche Verbindung mit dem historisierenden Stil der Jahrhundertwende ein. Es ist zu hoffen, daß die Baulücken im Janup bald geschlossen werden können.

40. Wie geschickt man in früheren Jahrhunderten zu bauen verstand, zeigen diese stufenartig versetzten Gebäude an der Steinstraße, die in den letzten Jahren durch Neubauten ersetzt wurden. So entstand nicht nur ein überaus lebendiges Straßenbild, die Bewohner hatten außerdem die Möglichkeit, von den Eekfenstem aus am Geschehen auf der Straße teilzunehmen. Die Aufnahme stammt aus der Zeit um 1925. Im Hintergrund das Restaurant 'Zum Löwen', jetzt 'Steintor' , davor zweigt rechts die Steintorstraße ab.

41. Hier hat der Fotograf seinen Standort gewechselt und nahm die Steinstraße in Richtung Gänsemarkt auf. Rechts die Abzweigung der Kleinen Mauerstraße am Gasthaus 'Zum grünen Wenzel' (Gastwirt Ortmeier). Im verschieferten Fachwerkhaus auf der linken Seite befand sich das bekannte Kolonialwarengeschäft von Heinrich Hoppe. Die drei Giebelhäuser mußten in den letzten Jahren modernen Geschäftshäusern weichen. Im Hintergrund ragt die Turmhaube der Radewiger Kirche über die Dächer. Auch diese Aufnahme entstand um 1925.

42. Auch die Südseite der Steinstraße wies ehemals eine geschlossene Bebauung auf. Während die Baulücke auf der linken Seite (jetzt Parkplatz) schon im vorigen Jahrhundert entstand, wurde das verschieferte Fachwerkhaus erst in der Nachkriegszeit abgebrochen. Daran anschließend das noch jetzt stehende Gasthaus 'Zum grünen Wenzel' (Steinstraße Nummer 3). Das Bild wurde um 1925 aufgenommen.

43. Neben dem Gasthaus 'Zum grünen Wenzel' stand noch um 1925 eine große Scheune aus Fachwerk. Der Torbogen trug die Inschrift 'Henrich Houtho Christina Feuerborns Anno Christi 1649'. Die Scheune war Eckhaus zur Kleinen Mauerstraße und wurde Ende der zwanziger Jahre abgebrochen. Hier ein Bliek in die Kleine Mauerstraße, rechts der Garten der in den sechziger Jahren abgebrochenen Villa Korte, der sich bis zum Deichtorwall erstreckte.

44. Um 1680 erbaute man in der Kleinen Mauerstraße dieses heimelig anmutende Zweiständer-Fachwerkhaus, das um 1925, als dieses Foto entstand, vom Böttchermeister Senf bewohnt wurde. 1974 wurde es abgebrochen, um Platz für Garagen zu schaffen.

45. Kaum wiederzuerkennen ist die Einmündung der Kirchgasse in die Löhrstraße, wie sie sich dern Betrachter noch um 1925 darbot. Das linke Fachwerkhaus (Löhrstraße 2) ist das alte Küsterhaus der Radewiger Kirchengemeinde, das in den sechziger Jahren dem Neubau 'Haus Radewig' weichen mußte. Das rechte Eckhaus (Löhrstraße 4) wurde nach Kriegsschaden abgebrochen und an seiner Stelle der Erweiterungsbau des evangelischen Alters- und Pflegeheims errichtet. Den Schnitzbalken von 1639 fügte man geschickt dem Neubau wieder ein.

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46. Wie idyllisch das Stadtbild Herfords vor dem Krieg vielerorts noch war, zeigt auch diese Aufnahme aus dem Jahre 1929. Der Bliek geht aus der Kirchgasse in Richtung Löhrstraße. Links die Rückseite des Eckhauses Löhrstraße Nummer 4 mit seiner kleinen Scheune (jetzt Neubau des Altersheimes), rechts eine Ecke des kürzlich renovierten Kantorhauses der Radewiger Kirchengemeinde.

47. Gegenüber dem Amtsgericht lag die 'Klingenbergische Familienstiftung von Anno 1774', ein Heim für mittellose, alleinstehende Frauen. Die Stiftung war von der Bäckerfamilie Klingenberg ins Leben gerufen worden. Das kleine Fachwerkhaus, ehemals zu den abteilichen Gebäuden auf der Freiheit gehörend (Freiheit Nummer 18), wurde 1904 abgebrochen.

48. Unter tatkräftiger Förderung des Herforder Kaufmanns E. Schönfeld wurde 1873 vom 'Bürgerverein' auf der Freiheit das alte Stadttheater gebaut, das bald glanzvolle kulturelle Veranstaltungen erleben sollte. Es war das erste Rangtheater Westfalens mit 750 Plätzen, darunter 100 Stehplätze. Neben dem Zuschauerraum befanden sich ein Festsaal, der auch als Erfrischungsraum diente, und ein Nebensaal mit einer Probebühne. Wegen seiner völlig veralteten Anlage wurde das Theater 1933 geschlossen. Im Zweiten Weltkrieg fiel es einern Bombenangriff zum Opfer.

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