Herford in alten Ansichten Band 1

Herford in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Rainer Pape
Gemeente
:   Herford
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1810-1
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Herford in alten Ansichten Band 1'

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69. Vor der Schule Wilhelmsplatz ließ sich der Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr anläßlich der fünfzigjährigen Jubiläumsfeier 1925 fotografieren. Obere Reihe: Quade (Zugführer), Preiß (Stellvertreter), Dresing (Zugführer), Formel (Rüstmeister), Fischer (Zugführer) und Görn (stellvertretender Abteilungsführer). Untere Reihe: Bruns (Musikmeister), Krüger (Steigerführer), Tiemann (Schriftführer), Degen (Branddirektor), Naumann (Brandmeister), Vogt (Kassierer) und Ahrweiler (Abteilungsführer).

Herford Hämelinger Straße

70. Kaum wiedererkennen werden die jüngeren Herforder die Hämelingerstraße auf dieser Ansichtskarre aus der Zeit um 1910. Die Aufnahme wurde von der alten Bowerrenbrücke aus in Richtung Neuer Markt gemacht. Links das Hotel 'Zur Post', das im Zweiten Weltkrieg zerbombt wurde. Es folgt die Einmündung des Hollands und dahinter ein Fachwerkhaus, das die Stadt 1939 aufkaufte und zur Straßenverbreiterung abreißen ließ. Die folgenden Giebelhäuser wurden im Zweiten Weltkrieg durch Bomben beschädigt und durch moderne, rnehrstöckige Gebäude ersetzt. Die Fluchtlinie wurde zwecks Verbreiterung der Straße zurückverlegt.

71. Im Garten eines kleinen Fachwerkhauses an der Hämelingerstraße (Nummer 12) betrieb auf beiden Ufern der Bowerre der Schönfärber C. Caase sein Handwerk. Unser Foto, etwa 1910 aufgenommen, zeigt ihn mit seinen Gesellen bei der Arbeit an den großen Färberbottichen. Im Hintergrund sind die Gebäude der Mittelstädter Mühle und die Mitte1städter Brücke zu erkennen.

72. Der schiefe Turm der Neustädter Kirche war einstmals ein Wahrzeichen Herfords. 1886 mußte er wegen Baufälligkeit bis auf das Manerwerk abgetragen werden. Unsere Aufnahme wurde etwa 1880 von der Komturstraße aus aufgenommen.

73. Durch den Baumeister Trappen (Bielefeld) wurde 1890 ein neuer Turmhelm dem alten Unterbau wieder aufgesetzt. Die Baukosten dieses mit Kupfer gedeckten Helmes betrugen 40000 Goldmark. Unser Bild zeigt die Neustädter Kirche nach diesen Arbeiten im Jahre 1895. Doch schon 1906/1907 mußte der ganze Turm wieder abgetragen werden, da durch die Anlage der Kanalisation und der damit verbundenen Senkung des Grundwasserspiegels die Eichenpfähle, auf der die Kirche ruhte, zu faulen begannen. In den Jahren 1907/1908 wurde der Turm wieder errichtet und erhielt unsere heutige Gestalt.

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74. Glanzvoller Mittelpunkt des Neuen Marktes war bis 1930 das Neustädter Rathaus. In diesem Jahr mußte der großartige Ziergiebel aus der Spätrenaissance (1600) wegen Baufälligkeit abgebrochen werden. An seine Stelle trat ein einfacher Treppengiebel, der die Möglichkeit einer Rekonstruktion in alter Form noch offenhält. Das Rathaus der Neustadt, das gewiß in seinen Anfängen bis in das 13. Jahrhundert zurückreicht, wurde bis zur Vereinigung von Alt- und Neustadt im Jahre 1634 als Rathaus genutzt. Das Foto der Zeit um 1910 zeigt rechts vom Rathaus den zu hoch aufgeführten Neubau Opitz, der die Wirkung des Renaissancegiebe1s stark beeinträchtigt.

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Neuer Markt mit Lübberstrasse

75. Wenn man heute vom Neuen Markt in die amputierte Lübberstraße sieht, dann wirkt sie durch die quer hindurchlaufende neue Verkehrsachse Berliner Straße wie abgeschnitten. Unsere Ansichtskarte von 1907 zeigt die leicht geschwungene Straße, in der die Giebelhäuser von fern schon grüßen, noch in ihrer ursprünglichen, harmonischen Führung. Links im Bild das Neustädter Rathaus, gegenüber das Wulfert-Haus von 1560 und hinter der Abzweigung der Credenstraße die Neustädter Apotheke, hinter deren Fassade sich noch alte Bausubstanz verbirgt. Im Hintergrund links springt hinter der Brücke über die Kleine Werre (in der Nachkriegszeit zugeschüttet) das Crüwell-Haus von 1589 (abgebrochen) in die Lübberstraße vor.

76. Der Herforder Bürger Dirk Crüwellließ sich 1589 eines der bemerkenswertesten Häuser der Stadt im Stil der Renaissance erbauen, dessen über die Kleine Werre ragender, mit Holzschnitzereien verzierter Erker eine Sehenswürdigkeit war. Aber auch der Steingiebel - hier auf einern Foto um 1930 - war beachtenswert. 1957 fiel das Haus der Spitzhacke zum Opfer. In der Zeitschrift 'Westfalen' (41. Band, Seite 114) urteilt der Landeskonservator von Westfalen darüber: Alle Versuche des Landeskonservators, das wertvolle Haus fiir Herford zu erhalten, sind gescheitert. 1957 endlich auch noch vergebliche Versuche, wenigstens den in der Straßenflucht stehenden Giebel mit Erker zu erhalten> Abbruch und Neubau eines nichtssagenden Geschäftshauses.

77. An der Einmündung der Höckerstraße in den Neuen Markt erhoben sich um 1910 zwei stattliche Neubauten. Man wird zugeben müßen, daß der historisierende Stil der Kaiserzeit an dieser Stelle durchaus eine städtebauliche Dominante zu setzen verstand; nicht zuletzt auch durch das stilistisch korrespondierende Haus mit Erkertürmchen im Hintergrund (Gehrenberg 25). Leider ist der Gesamteindruck durch moderne Schaufenstereinbauten sowohl beirn linken Haus an der Ecke Komtur- und Höckerstraße (ehemalige Kolonialwarenhandlung C. Maßmann) als auch am ehemaligen 'Hotel Kaiserhof' rechts stark gestört. Das Haus Gehrenberg 25 ist durch Bomben im Zweiten Weltkrieg zerstört.

78. In der Höckerstraße dominierte ehemals der stolze Giebel des 'Bürgerrneisterhauses' (Höckerstraße Nummer 4), das 1538 Heinrich Crüwell, Bürgermeister der Neustadt Herford, errichten ließ. Um die Jahrhundertwende wurden die modernen Geschäftshäuser zu beiden Seiten um ein Stockwerk zu hoch gebaut, so daß viel von der Wirkung des gotischen Treppengiebels und seiner Fialen verlorenging. Das neugotische Portal, um 1900 eingebaut, wurde kürzlich wieder beseitigt. Die benachbarten Geschäftshäuser sind durch Schaufensterumbauten verändert worden.

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