Herford in alten Ansichten Band 1

Herford in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Rainer Pape
Gemeente
:   Herford
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1810-1
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Herford in alten Ansichten Band 1'

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79. Ein unersetzlicher Verlust für das Stadtbild Herfords war die Zerbombung des Fachwerkhauses Komturstraße 12 (Schlachtermeister F. Reckendorf), das wir hier in einer Aufnahme der Zeit um 1930 sehen. Der überaus reich geschnitzte Giebel aus dem Jahre 1542 trug auf einem Balken die Inschrift: 'Psalm LV: Wirff alle dein anliegen auf Godt deinen Hem, der wirdt dich versorgen und reichlichen ernern. Henrich ... 1584.' Noch Anfang dieses Jahrhunderts wurden die damals unter Putz verborgenen Schnitzereien freigelegt und restauriert.

80. Die jüdische Kultusgemeinde von Herford konnte an der Komturstraße im Jahre 1893 ihre neue Synagoge und das stattliche Gemeindehaus einweihen. In der schrecklichen Reichskristallnacht (9. November 1938) wurde die Synagoge, deren Anfänge in das Jahr 1851 zurückreichten, völlig demoliert. Heute dient das noch stehende Gemeindehaus der Gemeinde für gottesdienstliche Zwecke. Die Aufnahme stammt aus der Zeit um 1910.

81. Die am Zusammenfluß von Werre und Aa gelegene Stadt Herford hat in ihrer langen Geschichte immer wieder unter Überschwemmungen zu leiden gehabt. Erheblichen Schaden richteten die Wasserfluten auch am 30. Dezember 1925 an. Große Teile der Neustadt standen wieder einmal unter Wasser, wie unser Foto eindrucksvoll zeigt. Der Bliek geht hier aus der Komturstraße in Richtung Bergertorstraße. Links erkennt man das Gemeindehaus (Ziegelbau) der jüdischen Kultusgemeinde, rechts das Waisenhaus der katholischen Gemeinde. Die Häuser auf der linken Straßenseite wurden zum Teil kürzlich abgebrochen.

82. Ebenso trostlos wie in der Komturstraße sah es am Jahresende 1925 an der Bergertorstraße aus. Nur mühsam konnten sich die Radfahrer einen Weg durch die Wassermassen bahnen. Links vorn im Bild zweigt die Komturstraße, vor dem Eckhaus rnit Türmchen nach links die Credenstraße und ganz im Hintergrund vor dem querstehenden Fachwerkhaus nach links die Bergertormauer ab. Das Bild hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten durch Abbruch der gesamten Häuserzeile auf der linken Straßenseite grundlegend geändert. An dieser Stelle befindet sich jetzt die große Straßenkreuzung BergertorBerliner Straße.

83. So sah es noch um 1880 in der Bergertorstraße aus! Links das Kolonialwarengeschäft H. Gieseler, hinter der Gartenmauer das Brückengeländer der Brücke über die 1945/1946 zugeschüttete Kleine Werre, dann die Abzweigung der Bergertormauerstraße, es folgt das stattliche Fachwerkhaus von DL med. Rose (Bergertormauer Nummer 1) und im Hintergrund sind die Bäume des Bergertorwalles zu erkennen. Das um 1560 erbaute Giebelhaus Gieseler wurde 1970 abgebrochen, ebenfalls die beiden um die Jahrhundertwende erbauten Geschäftshäuser zwischen ihm und der Kleinen Werre (noch nicht auf diesem Foto l), das Rose-Haus fiel 1962 der Spitzhacke zum Opfer und das Traufenfachwerkhaus rechts (Bergertorstraße 4-6) wurde 1940 aus verkehrstechnischen Gründen abgerissen.

84. Von der Bergertorinsel, die Anfang der siebziger Jahre abgebaggert wurde, hatte man um 1880 diesen Bliek zum Bergertor, dessen Befestigungswerke schon etwa hundert Jahre früher abgetragen worden waren. Links im Bild die 1940 abgebrochenen Häuser Bergertorstraße 4-6, rechts das 1962 beseitigte Haus Bergertormauer I nebst Scheune (rechter Teil des Gebäudes). Unter dem vorkragenden Fachwerkobergeschoß der Scheune verbarg sich noch ein massiver Rest der Stadtrnauer, der 1965 dem Bau der Berliner Straße zum Opfer fiel. Leider wurde der Wunsch vieler Herforder, man möge dieses Mauerstück als Denkmal an die alte wehrhafte Freie Reichs- und Hansestadt erhalten, nicht erfüllt.

85. Geruhsam ging es noch um 1930 am Bergertor zu. Vom Pöppelmannwall, der hier am Werrestau von der Bergertorstraße abzweigt, bot sich dieses - vielen Herfordern noch vertraute - Bild. Vor der Gartenmauer und den Häusern verlief die hier nicht sichtbare Bergertorstraße auf die Bergertorbrücke zu. Zwischen dem 1962 abgebrochenen Fachwerkhaus (Bergertormauer 1) und dem Geschäftshaus mit Erkertürmchen, das 1970 den Abräumbaggern zum Opfer fiel, zweigte die Bergertormauer ab.

86. Bliek von der Bergertorstraße in die Bergertormauer, um 1930. Auch dieses Bild des alten Herford gehört der Vergangenheit an. Die Bergertorrnauer, eine Gasse, die sich vom Bergertor zum Lübbertor an der Innenseite der alten Stadtmauer entlangzog, mußte in ihrer gesamten Länge dem Bau der Berliner Straße weichen. Charakteristisch für Herford sind die Waschhäuser aus Fachwerk auf der linken Seite der Gasse, die zu den gegenüberliegenden Häusern gehörten und der Bergertormauer ihren eigentümlichen Reiz verliehen. Die Bergertormauer wurde 1962 abgeräumt.

87. In umgekehrter Richtung geht hier der Bliek um 1930 aus der Bergertormauer in Richtung Bergertor. Die linken Häuser ruhten mit ihren Außenwänden auf den mehr oder weniger hohen Fundamenten der alten Stadtmauer. Am Anfang der sechziger Jahre wurden sie abgebrochen. Heute braust der Verkehr der Berliner Straße über die Grundstücke hinweg.

88. Wie hervorragend unsere Vorfahren die Kunst des Städtebaus beherrschten, zeigt auch diese Ansicht. Aus der Häuserschlucht der Credenstraße wird der Bliek zum Neustädter Rathaus gelenkt, der nun leider nicht mehr in seiner ursprünglichen Gestalt erhalten ist. Klar zeichnet sich die Renaissance-Ornamentik des Wulferthauses (1560) vom Himmel ab. Die links und rechts stehenden spitzgiebeligen Fachwerkhäuser der Credenstraße wurden im Laufe der letzten beiden Jahrzehnten abgebrochen. Die Aufnahme ist in die Zeit um 1930 zu datieren.

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