Hermagor in alten Ansichten

Hermagor in alten Ansichten

Auteur
:   R. Kandolf
Gemeente
:   Hermagor
Provincie
:   Kärnten
Land
:   Österreich
ISBN13
:   978-90-288-2719-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hermagor in alten Ansichten'

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19. Am 8. August 1904 brach über Hermagor die dritte große Brandkatastrophe (nach 1478 und 1726) herein. Ausgehend vom Fleiß-Marhof im oberen Markt standen innerhalb von drei Stunden 67 Objekte samt der Kirche in Flammen. 27 Feuerwehren aus dem Gail- und Gitschtal kamen zu Hilfe, Dragoner eilten aus Egg herbei, Infanteristen wurden aus Nötsch herangeführt, So gelang es wenigstens, den unteren Markt zu retten. Der Brand vernichtete zwei Drittel des Marktes und verursachte einen Schaden von 850 000 Kronen. Unter anderem gingen auch alle alten Pfarrmatriken verloren. Ein Hilfskomitee unter Bürgermeister Hans Gasser erwirkte eine Reichssammlung, deren Erlös den Wiederaufbau des Ortes in zwei Jahren ermöglichte,

20. Das obere Bild zeigt die Angehörigen des 4. Bataillons des Infanterie-Regiments Nr. I 7, das gerade in Nötsch auf Manöver weilte, beim Löschen der letzten Brandherde und beim Aufstellen von Notdächern am Hauptplatz.

Auf dem unteren Bild ist das Ausmaß des Brandes zu erkennen.

21. So sah es in Hermagor nach dem Brande aus. Der Kirchturm war ausgebrannt, die Glocken waren geschmolzen und heruntergefallen. Lediglich das Innere der Kirche konnte gerettet werden, weil man die innere Turmtüre rasch zugemauert hatte.

Das andere Bild vermittelt einen Bliek in die heutige Sparkassengasse Richtung Stocksteinerwand. Rechts sind die Reste der ausgebrannten Wagnerei Alois Festner zu erkennen (heute Foto Verderber) und ganz links das ehemalige Café Hild (heute Sparkasse).

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22. Das Bild zeigt die Wiederinstandsetzungsarbeiten am Kirchturm und an der bis auf die Grundmauern und das Dachgewölbe abgebrannten katholischen

~ Kirche nach den Plänen des Bezirksingenieurs Eduard Ertl durch Baumeister Franz Wagner.

Im Oval abgebildet ist Zimmermeister Sebastian Kolb, der die Eindeckung der Kirche und in luftiger Höhe die Anbringung des 3% Meter hohen Turmkreuzes ausführte. Kolb hat noch mit 90 Jahren Reparaturarbeiten an der Kugel unter dem Turrnkreuz durchgeführt und ist 1959 im Alter von 95 Jahren gestorben.

23. Der Gasthof Gasser um 1900. Die Vorfahren der Familie Gasser waren Lederer beziehungsweise Gerber, erwarben dann durch Tausch das Haus vlg. Unterer Schmied und errichteten hier eine Brauerei (Reidenbräu) mit Gasthaus (heute Hotel Gasser).

Im rechten Bild Johann Gasser (1861-1909), der 1883 den Besitz von seinem Vater übernahm und 1903 ein zweites Stockwerk aufbaute. Gasser war eine der markantesten Persönlichkeiten von Hermagor um die Jahrhundertwende, Bürgermeister von 1896 bis 1906, Mitglied der Handelskammer in Klagenfurt, Direktor der Sparkasse Hermagor und führendes Mitglied vieler Vereine. Nach dem Brand trug er wesentlich zum raschen Wiederaufbau des Marktes bei.

24. Die Realität Rieder (vlg. Leitgeb) im Jahre 1906. Peter Rieder der Ältere war 1870 aus der Kreuzen nach Hermagor zugewandert. Sein Sohn Peter Rieder (im Geschäftseingang links) war eine bekannte Persönlichkeit in Hermagor. 1913 mit 29 Jahren zum Bürgermeister gewählt, blieb er während des Ersten Weltkrieges und der Nachkriegszeit bis 1928 im Amt (gestorben 1952). Ein Bruder seiner Mutter, Hofrat Dr. Peter Salcher, der an der k.k. Marineakademie in Fiume als Professor für Physik und Mechanik wirkte, verbrachte jahrzehntelang seine Ferien in Hermagor und gründete hier 1910 einen Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein.

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25. Der untere Markt um 1910. Der Wiederaufbau nach dern Brand 1904 veränderte vielfach das Ortsbild, Die Straße durch den Markt wurde neu geebnet und mit einem Grundpflaster versehen. Sämtliche Häuser erhielten Bürgersteige, Wasserleitung und Kanalisation wurden installiert. Rechts im Bild das Handwerkerzeichen des Uhrmachermeisters Kury.

26. Das Geschäftshaus Eder, vlg. Oberer Schmied (heute Bäckerei Kando1f) im Jahre 1912 mit dem damaligen Besitzer Otto August Eder, dessen Frau Antonie und Sohn Gust! (im Ersten Weltkrieg gefallen) im Hauseingang. Rechts die Tochter Dora (gestorben 1983). Das Geschäft befand sich früher im Haus vlg. Stofele (heute Hauptstraße 11). Als Eders Frau das Haus vlg. Oberer Schmied 1905 von ihrem Vater Peter Rieder dem Älteren erhielt, verlegte Eder das Geschäft hierher und baute es modern aus. 1933 wurde das Haus vom Bäcker- und Konditormeister Hans Kandolf erworben.

27. Der Hauptplatz von Hermagor im Jahre 1911 zeigt nach dem Wiederaufbau nach dem Brand von 1904 ein völlig verändertes Bild. Links das Haus vlg. Platztischler des Bäckermeisters Georg Kandolf. Den Gasthof Lasser unddas HausScherbetz (heute Kaufhaus Bachrnann) zieren noch die heute nicht mehr vorhandenen Rundtore der Durchfahrten zu den Hinterhöfen.

28. Der obere Markt um das Jahr 1906. Rechts das Haus vlg. Wastlbäck (heute Hauptstraße 28) mit dem Firmenschild des Besitzers Gottlieb Langegger, Spengler und Glaser. In diesem Hause war nach dem Brand von 1904 bis zur Fertigstellung des neuen Amtsgebäudes im Jahre 1912 die Bezirkshauptmannschaft untergebracht. 1915 wurde hier ein Feldgericht einquartiert. Links das Haus Nr. 1 (Moro, heute Kaufhaus Leitner, Hauptstraße 41).

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