Hermagor in alten Ansichten

Hermagor in alten Ansichten

Auteur
:   R. Kandolf
Gemeente
:   Hermagor
Provincie
:   Kärnten
Land
:   Österreich
ISBN13
:   978-90-288-2719-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hermagor in alten Ansichten'

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59. Die alten Kirchenglocken waren ein Opfer des Krieges 1914-1918 geworden. Da die im Jahre 1921 gekauften Glocken in der Tonart nicht übereinstimmten, wurde ein neues Geläute angeschafft. Die neuen Glocken trafen am 14. Oktober 1927 am Bahnhof in Hermagor ein und wurden in feierlicher Form auf den Kirchenplatz gebracht und zunächst dort aufgestellt. Die Einweihung erfolgte am Sonntag, dem 16. Oktober 1927, durch Dompfarrer J osef Maier unter großer Teilnahme der Bevölkerung.

60. Nach dem Festmahl im Gasthof Post am 16. Oktober 1927 entstand dieses Gruppenbild mit Dompfarrer Josef Maier (vorne in der Mitte) und Dechant Hubert Pietschnigg (vierter von rechts). In der ersten und zum Teil in der zweiten Reihe sieht man die Glockenpatinnen; weiß gekleidet die Mädchen der Marianischen Kongregation, hinten und links die Mitglieder des Glockenkomitees und ganz vorne die Kinder, die bei der Glockenweihe Gedichte vorgetragen haben.

61. In den zwanziger Jahren sind in der Zeit der Wirtschaftskrise viele Gailtaler nach Übersee ausgewandert. Hier wird auf dem Bahnhof in Hermagor der Gastwirtsohn Rudolf Lasser (auf dem Trittbrett mit Blumen in der Hand), der mit 22 Jahren nach Amerika ausgewandert ist, verabschiedet. Lasser kehrte 1935 wieder in die Heimat zurück.

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62. Ein stetes Sorgenkind der Hermagorer Bürgerschaft waren die Bodenalm und die ehemalige Glashütte Tscherniheim. Mit Hilfe von Regierungsrat Christian Ramsauer von der Agrarbezirksbehörde Villach konnten 1925 die Besitz- und Rechtsverhältnisse endlich geklärt werden, und die neu gegründete Nachbarschaft beschloß den Bau einer neuen Unterkunftshütte mit Käserei und Stallungen. Am 19. August 1928 wurden die Almhütte und das Kirchlein in Tscherniheim feierlich eingeweiht. Das Bild zeigt die Teilnehmer der Feierlichkeiten in der Bodenalm: vorne (fünfter von rechts) der Ehrenbürger von Hennagor Regierungsrat i.R. Christian Ramsauer, rechts neben ihm Bürgermeister Josef Zehrer und links Nachbarschaftsobmann Karl Wernitznig.

63. Im Jahre 1929 wurde von der Firma Holzindustrie Gebrüder Haßlacher eine Drahtseilbahn von Hermagor über die Radniger Alm in die Hermagorer Bodenalm errichtet. Die Spannweite über die Radniger Senke betrug fast zwei Kilometer. Bis 1939 wurden ohne nennenswerte Unfälle 128000 Festmeter Holz der Bundesforste und der Herrschaft Foscari-Widmann (Paternion) von der Bodenalm nach Hermagor transportiert und von der Firma Haßlacher verarbeitet, Die Bodenstation (im Bild) stand dort, wo sich heute die VW-Werkstätte Patterer befindet.

64. Die Freiwillige Feuerwehr Herrnagor, gegründet 1867-1869, entsandte zu den Landes-Feuerwehrtagen stets starke Abordnungen. Die Fahrten waren einst wegen der schlechten Straßenverhä1tnisse und der mangelnden Ausrüstung der Fahrzeuge recht mühselig, besonders bei ungünstigem Wetter. Auf dem Erinnerungsfoto sieht man die Hermagorer Abordnung auf einem von der Firma Haßlacher zur Verfügung gestellten PRAGA-LWK mit Vollgummireifen auf der Fahrt zum LandesFeuerwehrtag 1929 in Klagenfurt. Kommandant war von 1929 bis 1935 der Gastwirt und Fleischhauerrneister Bürgermeister Rudolf Lasser, einer der verdienstvollsten Wehrmänner, der auch Bezirksverbandsobmann war und dem Landesfeuerwehrrat als Mitglied angehörte.

65. Seit 1911 gab es eine 'Vereinigung der Bürgersöhne von Hermagor', Der Verein wurde 1928 als Burschenschaft neu gegründet. Auf dem Bild die Mitglieder mit Fahne im Jahre 1929 auf der Kirchenstiege.

66. Dieser Bliek von der Bahnhofstraße auf die 'Drauland-Villa' und die evangelische Kirche vom Jahre 1930 ist heute durch die Errichtung von Neubauten der Firma Essl nicht mehr rnöglich. Rechts neben dem Hydranten befand sich die Brückenwaage. Die 'Drauland-Villa' wurde 1901 von Johann Ehrlich erbaut und lange Zeit 'Ehrlich-Villa' genannt. 1911 erwarb sie Jakob Schabus, vlg. Löffele, aus Jenig. Die evangelische Kirchengemeinde beabsichtigte, dieses Haus als Pfarrhaus zu erwerben, doch wurde es 1924 an die Firma Drauland verkauft. Heute steht es nicht mehr. Es wurde abgerissen und an seiner Stelle 1975 der Städtische Kindergarten errichtet.

67. Die Kreuzung der Egger und Radniger Straße mit der Villacher Straße um 1930. Rechts hinten das ehemalige Haus Nr. 80, das sogenannte Dienerhäuschen mit der Firmentafel des Steinmetzmeisters Franz Franke aus Villach, der in der Schulstraße neben dem Haus Ressi ein Grabsteinlager unterhielt. Im Dienerhäuschen wohnte während der Franzosenherrschaft (1809-1813) eine Zeitlang der von den Bewohnern gefürchtete und gehaßte General Ruska. An der Stelle des Dienerhäuschens, das längst abgerissen wurde, befindet sich heute ein Geschäftshaus der Firma Essl. Das Wegkreuz in der Mitte steht heute auf einem Hügel nördlich der Gitschtaler Straße vor der Abzweigung der Thurnhofstraße.

68. Zwischen dem ehemaligen Haus der Färberei Georg Eder, vlg. Innerer Färber, und dem KaiserHaus, vlg. Sattler (heute Raiffeisenkasse), bestand eine Straßenenge, wie das Bild nach einem Verkehrsunfall zeigt. Während man im oberen Markt nach dem Brand 1904 die Neubauten auf eine neue Regulierungslinie zurückversetzte, unterblieb dies im unteren Markt, weil dieser von der Feuersbrunst verschont blieb. Erst im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt der Bundesstraße (1965) wurde die Straßenenge durch Abbruch der beiden Häuser und Rückversetzung der Neubauten beseitigt.

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