Herne in alten Ansichten Band 1

Herne in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Robert Grabski
Gemeente
:   Herne
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1461-5
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Herne in alten Ansichten Band 1'

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29. Schleppkähne im Stichkanal1902. Vor der gewohnten Silhouette der Zeche Friedrich der Große, mit den Schächten I und II und der dahinter liegenden Horsthauser Brücke, sehen wir an der breiten Verladerampe wartende Schleppkähne im alten Stichkanal. Die vorbeiführende Kanalstraße half der Zeche Friedrich der Große, ihre Kohle schneller und gewiß auch billiger in die Häfen der anderen Städte an Rhein und Ruhr zu befördern.

30. Der Thomaswagen, ein Dampfomnibus des Erfinders Thomas. Über die Strecke Bochum und Herne, auf der heute moderne Triebwagen verkehren, rumpelte in den neunziger Jahren ein sonderbares Fahrzeug: der Thomaswagen, der 1896 aus dem Verkehr gezogen wurde. Hermann Schaefer berichtet darüber als Augenzeuge: 'daß das Gefährt in sich Lokomotive, Tender sowie Personenabteile vereinigte, zweistöckig gebaut war und daß niemand, der den Wagen nicht gesehen hatte, glauben wollte, daß es ein derartiges Ungetüm überhaupt geben könnte'.

31. Die Horsthauser Kapelle. Die Evangelischen von Horsthausen gehörten seit 1877 zur Kirchengerneinde Herne. 1899 bildeten sie dann einen Kirchenverein. Die Witwe Schulte am Esch baute auf eigene Kosten einen Betsaal und vermietete ihn an die Kirchengemeinde. Er wurde 1899 fertiggestellt und eingeweiht, Der Gottesdienst war unter Pastor Deichsel immer gut besucht. 1925 erwarb die evangelische Kirchengemeinde den Betsaal für 13000,- Mark. Die Verwaltung der Zeche 'Friedrich der Große' stiftete eine Empore und der Betsaal wurde zu einer Kapelle erweitert.

32. Hafen der Zeche 'Friedrich der Große'. Die Zeche wurde durch den Bau des Dortmund-Ems-Kanals in ihrer Lage sehr begünstigt. Die Schachtanlage wurde mit einer umfangreichen Hafenanlage, mit anschließenden Gleisverbindungen und den dazu gehörigen Verladevorrichtungen ausgestattet. 1908 hatte die Quaimauer des Kohlehafens eine Gesamt1änge von einhundertfünfzig Metern. Man begann 1900 mit einem Kohleumschlag in die Kanalschiffe von 27 600 Tonnen Kohle und steigerte diese Menge bis 1918 auf 400 000 Tonnen jährlich. Der Stichkanal hatte sich für Hernes Handel und Wirtschaft sehr nutzbringend ausgewirkt.

33. Einweihung des Kriegerdenkmals in Sod ingen 1899. Zur Erinnerung an die Gefallenen im deutsch-französischen Krieg 1870-1871, und an die hundertjährige Wiederkehr des Geburtstages Seiner Majestät, des Kaisers Wilhelm 1., dem Gründer und Errichter des deutschen Reiches, wurde dieses Denkmal 1899 in Sodingen aufgestellt. Es war ein Geschenk vom Betriebsführer Stegmann der Zeche 'Ment Cenis'. Auf den vier Seiten des Denkmals befanden sich Metalltafeln mit Darstellungen der Köpfe von Kaiser Wilhelm I., Bismarck, Moltke und dem Kriegsminister Roon. Als angebliches Verkehrshindernis hatte man das Denkmal nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen.

34. Miinnergesangverein 'Concordia' in Sodingen. 1892 wurde der Verein in der 'Gaststätte Nöthe' gegründet. Erster Vorsitzender wurde der Hauptlehrer Johannes Zapfe. Der Lehrer Emil Kniekenberg wurde Dirigent. Der neue Verein konnte bereits im Februar 1896, einen ersten Klassenpreis beim Sängerstreit in Berghofen gewinnen. Auch beim Wettstreit in Radbod, der damals vom Prinzen Eitel-Friedrich von Preußen gestiftet war, errang er den ersten Klassenpreis. Neunzehn Sänger fielen an der Front des Ersten Weltkrieges, Unsere Choraufnahme stammt aus dem Jubiläumsjahr 1967.

35. Die Herner Sparkasse im Jahre 1897, irn alten Amtshaus Mont-Cenis-Straße. Die erste Sparkasse wurde ohne Feier und Festrede am 1. Januar 1867 im Hause Schulstraße 3, eröffnet. Die Administratoren waren schnell gewählt. Schwieriger wurde es mit dem Rendanten Wilhelm Sprick, der eine Kaution von eintausend Talern stellen mußte und dazu eine Bürgschaft von zweitausend Talern. Das erste Sparbuch bekam Engelbert Scharpwinkel. Böse wurde es, als der Sparkassenrendant 1876 verschwand. Er war der 'Kuxerei' (Spekulation) verfallen und hat einen Teil der Gelder unterschlagen. Er wurde nicht wieder gesehen.

36. Die katholische Bonifatiuskirche aus dem Jahre 1874 wurae im Jahre 1976 abgetragen. Der Turm blieb als Mahnmal erhalten. Man übersieht dabei den neuen Kirchenbau, dem es an architektonischer Wärme fchlt.

Der katholische Gesellenverein gründete 1898 das Gesellenhaus, Neustraße 20, um durchziehenden Handwerksburschen Unterkunft und moralischen Halt zu geben. Der stattliche Bau hatte mehrere Gesellschaftsräume, den größten Saal der Stadt und eine Kegelbahn. An den Hof angebaut befand sich das Hospiz mit fünfzig Betten. Das Gesellenhaus wurde in neuerer Zeit durch das Kolpinghaus ersetzt.

37. Hochzeitsbild aus dem Jahre 1898. Damals gab es noch die Gebehochzeit. Die geladenen Gäste halfen dem jungen Paar mit verschiedenen Sach- und Geldgaben. Außer Speisen und Hausrat sollen die Gaben rnitunter sogar zum Hausbau gereicht haben. So erinnert sich eine einfache Köttersfrau an die Spenden: einundzwanzig Schinken, vier Seiten Speek, vierzig Würste, fünfundzwanzig fette Hühner, fünf fette Gänse, fünfzehn Kilo frische Butter und zweihundertvierzig Mark Bargeld. Das reichte für die Schreinerrechnung und ein Rest blieb übrig. Nach der Stadtwerdung verschwanden allmählich auch die alten Bräuche aus Herne.

38. Die Umgebung der evangelischen Kirche bot um das Jahr 1900 noch einen recht idyllischen Eindruck. Die Häuser nahmen sich bescheiden aus und in den Gärten hatten noch viele Bäume und Sträucher Platz. 1862 wurde der alte Friedhof um die Dionysiuskirche eingeebnet und als Marktplatz hergerichtet. Als dann noch beim alten Pfarrhaus die Scheune und das Backhaus abgerissen wurden, entstand ein Baumhof mit einem Teich und einern Gemüsegarten. Später wurde dieser Garten zu einer Parkanlage ausgebaut und mit einer Steinmauer umgeben. In diesen Park wurde die neue evangelische Kirche 1873 bis 1875 gebaut.

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