Herne in alten Ansichten Band 1

Herne in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Robert Grabski
Gemeente
:   Herne
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1461-5
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Herne in alten Ansichten Band 1'

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69. Der neue Markt. Die bunte Postkarte mit der Einfassung in den Landesfarben Westfalens, wurde von der Herner Papierhandlung der Witwe L. Pax, herausgebracht. Rechts auf der Postkarte befindet sich in den Farben das stilisierte Wappen der Stadt Herne. Vom früheren Altmarkt am Steinweg wurde der Wochenmarkt auf den Neumarkt, zwischen der Schaefer-, der Schul- und der Heinrichstraße, verlegt. In letzter Zeit werden dort keine Märkte mehr abgehalten. Der Raum wurde als Parkplatz zur Verfügung gestellt.

llerne. - Neumarkt.

70. Straßenbahn am Neu mark t. Die Straßenbahn Herne-Sodingen passiert gerade den Neumarkt. Rechts stehen die wuchtigen Bürgerhäuser in ihrer Urform. Hohe Bäume schirmen den Marktplatz ab. Die Anwohner des Neumarktes beklagten sich 1922, daß die Straßenbahnen 'in der Schulstraße in starker Fahrt kommend, an der Haltestelle beim Halten stark bremsen, und dadurch die Gebäudewände erschüttern, daß Bilder von den Wänden fallen und Rißbildungen an Decken und Wänden der vorderen Räume wahrzunehmen sind .' Daraufhin wurde das Fahrpersonal angewiesen, besonders vorsichtig zu fahren und zu bremsen.

71. Das Lyzeum (Pestalozzigymnasium), war zuerst in einer Rektoratsschule an der Bahnhofstraße untergebracht. 1893 erhielt es an der Neustraße ein eigenes Gebäude mit zwei Klassen. Weil der Andrang groß war, wurden 1899 zwei weitere Klassen dazugebaut. 1906 bis 1907 wurde ein weiterer Ausbau und eine Erweiterung des bestehenden Schulbaus erforderlich. Seit 1952 trägt das Lyzeum den Namen des Schulreformers Pestalozzi.

72. Die Wieschermühle - 1836 in den SalzJisten erwähnt - war für Herner Bauern und Bäcker ein fester Begriff. Sie stand am Mühlgraben, wurde anfangs mit einem Wasserrad betrieben und als Gewerbebetrieb mit vierzehn Reichstalern besteuert. Weil die Müller bei Trockenzeit ihre Aufträge kaum erfüllen konnten, wurde 1876 ein Dampfkessel eingebaut,dem später zwei weitere folgten. Aber damit hatte man sich übernommen; die Besitzer gerieten in Schwierigkeiten. Der Name des letzten Müllers Voortmann, wurde noch 1905 urkundlich genannt. Im August 1964 wurde die Mühle abgerissen.

73. Das erste Herner Kino, Herne bekam 1907 das erste Kino. Das Spektakel holte der 'Hohenzollernsaal' (spätere Schauburg) in seine Mauern. Ein Sprecher erklärte die Filminhalte. Später folgten Untertexte, dann ein Klavierspieler und bei vornehmeren Filmen machte ein Trichtergramaphon die Musik. Es gab Filme wie 'Das rasende Höckerweib' , 'Das Roß fraß, fraß und raste', 'Die Tochter des Lumpensammlers' und viele andere.

ERBAUER UND BESITZER CARL SCHMÜCKER-HERNE

74. Das zweite Kino in Herne entstand 1908 beim 'Reichshallensaal' von Steffen. Er nannte es später 'Herner Tonbildtheater'. Steffen führte vorne in der Gaststätte ein gehobenes Variété Zwischen den einzelnen Darbietungen begann er auch Kino zu zeigen. Einer seiner Filme hatte den Titel 'Schön ist ein Zylinderhut, wenn man ihn besitzen tut' und ein anderer hieß 'Tomatenschlacht'. Im Jahre 1913 brannte der stolze 'Reichshallensaal' ab. Das Kino wurde wieder aufgebaut, nannte sich unter Carl Schmücker 'PalastTheater' und hat heute noch als 'Lichtburg' einen guten Namen.

75. Ein Erinnerungsbild an den Ausflug des evangelischen Kirchenchors an die Haltener Mühle , im Jahre 1909. Eine ganze Gruppe modebewußter Damen und Herren haben sich zu einer vergnüglichen Landpartie zusammengetan. Bei den jungen Mädchen sind auffallend die kühnen sommerlichen Hüte mit breiten Bändern und Blumen, die mit den hellen Blusen einen ausgezeichneten Kontrast bilden. Bei den Herren überwiegen die steifen Deckel (Melonen). Helle Hüte bilden die Ausnahme. Als schick wurde damals auch der 'Gigelstock' angesehen.

Eingemeindungsfest Herrie 1908 .....?

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76. Eingemeindung von Baukau. Nach langwierigen Verhandlungen wurden 1908 die Gemeinden Baukau und Horsthausen nach Herne eingemeindet. Nicht alle Bürger waren damit zufrieden. Es gab heiße Diskussiorien, empörte Bürgerversammlungen und Proteste. Zum Thema Eingemeindung berichtete nicht nur die Presse aller Schattierungen. Neben anderen Schriften kreiste auch eine Serie sarkastischer Witzkarten unter der Bevölkerung. Eine dieser Karten möchte ich den Betrachtern nicht vorenthalten. Sie zeigt den Dressurakt einer rebellierenden Hundemeute.

77. Das Schloß Strünkede wurde von 1500 bis 1664 erbaut. Im inneren Wasserring stand die Hauptburg für die Adelsfamilie. Im zweiten Wasserring befand sich die Vorburg mit den Wirtschaftsgebäuden, der Kapelle und den Wohnungen für die Dienstleute. Von der Vorburg ist heute nur noch die Kapelle erhalten. Der wuchtige Eekturm des Schloßes erinnert an die ritterliche Zeit. Durch Umbauten entstand später aus der Ritterburg ein großzügiges Schloß. Die Kellermauern sind bis zu eineinhalb Meter dick und verjüngen sich nach oben um dreißig Zentimeter. Das Ganze steht auf eichenen Vierkantpfählen, die mit wuchtigen Eichenbohlen abgedeckt sind.

78. Friedrich von Forell, Amtmann von Baukau, Königlicher Landrat von Bochum und Rittergutsbesitzer auf Strünkede, geboren im Jahre 1811 und gestorben im Jahre 1872. Er war der Sohn des Hauptmanns Friedrich von Forell und seiner Frau Caroline von PallantOsterveen, der Erbin des Besitztums Strünkede. Nach dem Tode des Landrats verkauften seine Frau und ihre beiden Söhne das Schloß im Jahre 1900 an die Harpener Bergbau AG.

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