Herzberg (Elster) in alten Ansichten

Herzberg (Elster) in alten Ansichten

Auteur
:   Kurt Hartwich
Gemeente
:   Herzberg (Elster)
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5431-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Herzberg (Elster) in alten Ansichten'

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19. Die Magisterstraße, ein schon in den ältesten Urkunden genarmter Name. Hier wohnten früher die Magister - Lehrer und Pfarrer der Stadt, 1723 bei dem großen Stadtbrand auf beiden Seiten vollständig abgebrannt, sind die Häuser teils massiv, aber zum größten Teil wieder in Holzfachwerk aufgebaut worden. Ganz am Ende ist das große 1861 erbaute und 1901 erweiterte Volksschulgebäude zu erkennen.

20. Dicht neben der Kirche und parallel zu dieser stand bis zu ihrem Abriß im Jahre 1900 die Knabenschule. Dieses alte Gebäude soll schon seit der Reformationszeit gestanden haben. Das Foto, eine alte Reproduktion (das Original ist nicht mehr vorhanden), zeigt die Hofseite der Schule. Rechts das Stallgebäude, in welchem die Lehrer ihr Kleinvieh hielten. Deutlich auch zu erkennen, daß sich der Treppenaufgang zum oberen Stockwerk außerhalb der Hauswand befand. Diese Bauweise findet man noch öfters bei alten Gebäuden der Stadt. An der linken Kante des Bildes sieht man noch ein Teil der Mädchenschule , die im rechten Winkel zur Knabenschule , entlang der Kirchstraße lag.

21. Im Hintergrund die Mädchen- früher auch Jungfernschule genaunt, ebenfalls 1900 abgerissen. Dieses Mädchenschulgebäude wurde an Stelle eines baufälligen 1797 neu erbaut. Rechts das Stallgebäude der Lehrer , links der Abort der Schule.

22. In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts nahm die Schülerzahl immer mehr zu, so daß die Räumlichkeiten der alten Schule nicht mehr ausreichten und die Stadt vor der Forderung stand, etwas neues zu schaffen. Auf ehemaligen drei Grundstücken von Privathäusern in der Schustergasse, später Neugasse und dann Bodenhausenstraße, wurde 1861 aus roten Ziegelsteinen ein neues Schulgebäude errichtet. In zwei Etagen mit einem mittleren Treppenhaus war es schon nach wenigen Jahren zu klein geworden. So entschloß sich der Magistrat kurz vor der Jahrhundertwende zu einem Neubau. Doch da ein richtiges Grundstück fehlte und das Geld wie immer sehr knapp war, wurde schließlich diese Schule 1901 nur durch Anbau eines neuen Flügels und Aufstockung des mittleren Teils und mit einem zweiten Treppenhaus erweitert. Nach Abriß der alten, aus dem Mittelalter stammenden Schulgebäude erhielt die Schule zugleich noch einen weiten Schulhof. 1913 stiftete die Berliner Landsmannschaft (ehemalige Herzberger Bürger) eine Melanchton-Büste, die an der Straßenseite angebracht wurde.

23. Ferienreise einer Mittelschulklasse nach Stettin und zur Ostsee, 1926. Von links nach rechts, stehend: Alfred Harz, Helmut Kuring, Helmut Hensel, Heinrich Wilkniß, Herbert Löffler, Helmut Voigt, Martin Dölling, Erhard Bode und Herr Rektor Walter Schröder. Kniend, von links: Leni Streil geborene Neutzsch, Liselotte Ohlenburg, I1se Thormann und Erna Bredow. Sitzend und liegend: Lehrerin Fräulein Lene Münchow, Auguste von Rappart, Erna Doerr, Käthe Hesse geborene Taegener, Irmgard Puhlrnann, Ilse Höse geborene Göttert, Elli Andragk aus Redfin und Dora Gebhardt aus Wildenau.

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24. Die Schuster- und spätere Neugasse, 1898 zu Ehren des ehemaligen Landrats Freiherrn von Bodenhausen in Bodenhausenstraße umbenannt, mit Bliek auf die große, 1861 erbaute und 1901 erweiterte Volksschule. Am Ende der Straße, vor der Mühlgrabenbrücke, stand seit der Befestigung der Stadt der Pulverturm, der so manchen Bürger in Angst und Schrecken versetzte bis er Ende des 18. Jahrhunderts abgerissen wurde.

25. Die bekannte Fleischerei Otto Neumarm mit Gaststättenbetrieb in der Schliebener Straße. Die Familie, schon seit 1740 in Herzberg ansässig, übt nun schon seit mehreren Generationen das Fleischerhandwerk aus. Von Anfang an hatten sie auch das verbriefte Recht, einen Ausschank zu betreiben. Erwähnenswert ist, daß 1745 ein bei dem Fleischer angestelltes Dienstmädchen mit Namen Christiane Lintzin Feuer legte, um einen Wäschediebstahl zu vertuschen. Der Brand verlöschte von selbst, sie aber wurde zum Tode durch Feuer verurteilt. Neben Fleischerei und Gastwirtschaft hatte der Betrieb noch eine größere Landwirtschaft. Das Foto wurde Anfangs der dreißiger Jahre aufgenommen und zeigt rechts Fieischermeister Neumann.

26. Die Eisen- und Kohlenhandlung, KoloniaJwarengeschäft und Adler-Drogerie Kaiser in der Mönchstraße isr hier schon seit der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts ansässig und ist schon immer eines der größten Geschäfte der Stadt gewesen. Das Foto wurde etwa um 1907/08 angefertigt und zeigt Angehörigc der Familie Kaiser.

27. Die Fleischerei und Gaststätte Ehestädt, schon in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts in Herzberg als Fleischer ansässig. Um 1900 wurde das Eckhaus Torgauer Straße und Neumarkt gekauft, um hier neben Fleischerei und Gaststätte ein Fuhrunternehmen und Landwirtschaft zu betreiben. 1989 wurde die Fleischerei sowie zwei Nachbarhäuser mit sämtlichen Hintergebäuden wegen Baufälligkeit abgerissen und wird zur Zeit als Parkplatz genutzt.

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28. Das ehemalige Großerbenhaus, nach dem Brand von 1723 massiv erbaut, hatte schon zur damaligen Zeit das Bierausschankrecht. Um 1817 war es ein Gasthof. und um 1840 erhielt es den Namen 'Zur Weintraube'. Mit den Jahren wechselten oft die Besitzer des im Stadtkern, in der Torgauer Straße gelegenen großen Hauses. Aus alten Berichten entnehmen wir, daß der Wert dieses Grundstückes im Laufe des vorigen Jahrhunderts stetig stieg. Vom Verkaufspreis des Jahres 1844 mit 1 500 Talern stieg er im Jahre 1865 auf 8200 Taler. Von 1880 bis 1919 gab es auf diesem Haus fünfzehn Besitzer. Der letzte Eigentürner , ein Herr August Thomas, verkaufte das Grundstück 1919 an den Magistrat, der es zum Finanzamt ausbauen ließ.

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