Herzberg (Elster) in alten Ansichten

Herzberg (Elster) in alten Ansichten

Auteur
:   Kurt Hartwich
Gemeente
:   Herzberg (Elster)
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5431-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Herzberg (Elster) in alten Ansichten'

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49. Eine Postkarte aus dem Jahre 1908; sie zeigt eine Teilansicht des Stadtparks mit Bismarckstein. Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde die Schwarze Elster begradigt. Auf den neu entstandenen Wiesenflächen, den sogenannten Färberwiesen, wurde durch den Verschönerungsverein eine Parkanlage zur Verschönerung des Stadtbildes mit Genehmigung des Magistrats in vielen freiwilligen Stunden angelegt. Viele tausend Bäume und Sträucher wurden gepflanzt und Wanderwege geschaften. In diesem Park fand dann auch der Bisrnarckstein seinen Platz. Auf Initiative des Vereins, aus Spenden der Bevölkerung und Beiträgen des Magistrats konnte 1903 die Steingruppe aufgestellt werden. An dem mirtleren Stein befestigte man ein Bronzemedaillon mit dem Brustbild des Kanzlers. Dieses Medaillon wurde in der Gelbgießerei (Armaturenfabrik) des Fabrikanten Marx gegossen. Leider wurde , wie so vieles nach 1945, auch dieses Bronzebild rausgebrochen und seitdem ist es verschwunden.

50. Das Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges 1914-1918. Dieses Denkmal wurde ebenfalls durch zahlreiche Spenden der Herzberger Bevölkerung und Berliner Landsmannschaften 1926 irn Stadtpark errichtet.

51. Die Postkarte aus den zwanziger Jahren zeigt eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt. Nach Überlieferung soll der erste Stein von Studenten der Wittenberger Universität 1506, als sie wegen der Pest in Herzberg weilten, gesetzt worden sein. Dieser ist im Verlaufe der Jahrhunderte verlorengegangen. Berliner Landsmannschaften (ehemalige Herzberger) stifteten um die Jahrhundertwende einen neuen Stein mit der selben Inschrift. An der Vorderseite des auch als 'Wunderstein' bekarmten Steins steht geschrieben: 'Wer dreimal diesen Stein umwallt, wird über hundert Jahre alt', und auf der Rückseite die seltsame Inschrift: 'T.B. REDRE VSSA PS. NEDTS. BLES H. CISOS D. NU T.B. RETS REHRO v. TH CIN RESL LA FRUNHCO D.' Die Lösung bekommt man ganz schnell, wenn man das geschriebene von hinten liest. Dann heißt es: 'Doch nur falls er nicht vorher sterbt und so sich selbst den Spaß verderbt.'

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52. Die vom Herzberger Gewerbeverein 1906/07 erbaute Moor- und Warmbadeanstalt wurde offiziell am 1. Juni 1907 eröffnet. Das am damaligen Ende der Badergasse aus roten Ziegelsteinen errichtete Gebäude lag in einem parkähnlichen Garten, in dessen Nähe sich auch der Wunderstein befindet. Das Moor kam von dem auf Polzener Flur gelegenen Kremitzwiesen, der sogenannten Münze. 1912 übergab der Gewerbeverein das Kurbad an die Stadt, die es noch in ihrem Besitz hat. Die Postkarte stammt aus der Zeit kurz nach dem Ersten Weltkrieg, da Mitte derzwanziger Jahre Umbauten durchgeführt wurden.

53. Als 1929 Herr Paul Hofmann das Amt eines Türmers (letzter Türmer bis 1950) der hiesigen Stadtkirche übernahm, reichte oft das Geld nicht aus, um seine Familie zu ernähren. So zog er im Sommer durch die Straßen der Stadt und verkaufte Eis. Dabei wurde er auch von seiner Frau unterstützt. Das Foto zeigt ihn und seine drei Kinder beim Rundgang, etwa 1930.

54. Das mächtige Bauwerk der Herzberger Kirche, in zwei Bauabschnitten, etwa 1430 fertiggestellt, hat im Laufe der Jahrhunderte manchen Sturm erlebt und manchen Stadtbrand überstanden. Trotzdem hinterließ die Zeit ihre Spuren. Der große Turm mußte mehrmals, fast bis zur Hälfte abgetragen und wieder aufgebaut werden. Auch das Mauerwerk des Kirchenschiffes zeigt viele schadhafte Stellen. Deshalb waren schon des öfteren Reparatur- und Renovierungsarbeiten notwendig. Die letzte große Reparatur wurde 1864 durchgeführt, und schon wieder wird es Zeit, Erhaltungsmaßnahmen vorzunehmen, damit die Kirche auch in Zukunft der kirchlichen Gemeinde erhalten bleibt.

55. Jahrzehntelange Umwelteinflüsse wirkten auf Mauerwerk , Holz und Schiefer der Stadtkirche ein, 1988 wurde damit begonnen. den Turm der Kirche bis zur obersten Spitze einer gründlichen Überholung zu unterziehen, Dabei nahm man auch die alte, schon sehr verrottete Kugel herunter. Bei der Öffnung fand man unter anderem sehr alte, aus dern 16. und 17. Jahrhundert stammende Dokumente, über zweihundert zum Teil sehr alte Münzen und einige alte Fotos der Herzberger Stadt- und Kirchenobrigkeit, die bei der Renovierung 1864 reingelegt wurden. Die Reproduktion zeigt sechs Mitglieder des Stadtverordnetenkollegiums von 1864. Stehend von links die Herren Kaufmann Eduard Littmann, Färbenmeister und stellvertretender Vorsteher Paul Louis Gerhardt und den Wundarzt und Geburtshelfer Ernst Rudolph Franz. Sitzend von links die Herren Bäckermeister Gottlieb Raack, Posamentier und Stadtverordnetenvorsteher Gustav Eisenhauer sowie den Kürschnermeister Wilhelm Naumann.

56. Auch das Original dieses Fotos wurde 1864 in den Kirchturrnknopf reingelegt und zeigt das Kirchenpatronatskollegium aus dieser Zeit. Stehend, von links nach rechts: die Herren Senator Baumann, Beigeordneter Stern, Senator Hoyer und Senator Knie. Sitzend, von links: Superintendent Martius und Bürgermeister Benckendorff.

Gruss aus Herzberg a. Elster

57. In den Jahren 1845 bis 1848 wurde erstmalig eine schnelle Verbindung zwischen Berlin und Dresden mit dem Bau einer Eisenbahnlinie geschaffen. Diese Strecke führte etwa 3 Kilometer westlich der Stadt vorbei, Zugleich mit dem Bau der Gleisanlagen errichtete man ein großes Bahnhofsgebäude. In den ersten Jahren : Anhalter Bahnhof', um die Jahrhundertwende 'Staatsbahnhof', nach dem Ersten Weltkrieg 'Reichsbahnhof" und nach dem Zweiten Weltkrieg 'Bahnhof West' genannt. Irn Gebäude befanden sich außer den technischen Anlagen auch Wohnungen für die Angestellten und eine größere Gastwirtschaft. In der Nähe des Bahnhofgebäudes entstanden zur gleichen Zeit noch zwei weitere Gasthöfe sowie eine große Parkanlage, die Sornmer wie Winter von vielen Herzberger Vereinen und von der Bevölkerung rege besucht wurden. Die Aufnahme entstand etwa um 1910. Einige Hotels der Stadt und die Post befuhren die Strecke zwischen Bahnhof und Stadt regelmäßig mit Kutschen und größeren, mit Pferden bespannten Personenwagen, um die Reisenden zum oder vom Bahnhof zu befördern.

58. Der Gasthof 'Zum grünen Hain', gegenüber dem Anhalter Bahnhof zur gleichen Zeit mit diesem erbaut. Dieser Gasthof war seit seiner Erbauung einer der belichtesten Gaststatten der Stadt. Trotz seiner großen Entfernung, etwa 3 Kilometer, die ja zu Füß bewältigt werden mußte, zog es die Herzberger Bevölkerung immer wieder dort hin. Sie war auch für viele Jahre das lnnungslokal des Hcrzberger Bienenzüchtervereins.

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