Herzogenaurach in alten Ansichten

Herzogenaurach in alten Ansichten

Auteur
:   Klaus Fröba
Gemeente
:   Herzogenaurach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5867-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Herzogenaurach in alten Ansichten'

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59. Das Foto, aufgenommen um 1900, zeigt die Würzburger Straße mit den Gebäuden der 'VereinigteFränkische-Schuhtabriken'. Nach dem Konkurs des Unternehmens übernahm 1938 die Firma Weiler die Produktionsgebäude. Die Erzeugnisse dieser Firma - Drehbänke und Fräsmaschmen - haben Weltruf erlangt

60. Um 1938. Das Eichenbrünnlein an der Straße nach Falkendorf taufte man im Dritten Reich um in 'Adolf-Hitler-Brunnen'. Eine Sage erzählt, daß ein Ritter einst für seinen Schloßherrn in der Nähe des Eichenbrunnens Eulen fangen wollte. Es war ein heißer Sommerabend, Den jungen Reitersmann erfaßte eine plötzliche Unruhe, sehnte sich nach einem kräftigen Schluck frischen Wassers und eilte zu dem Brunnen am Fuße des Waldhanges. Doch als der Ritter das Wasser erblickte, blieb er wie gebannt stehen, denn am Rande des Brunnens saß eine bildschöne Nixe. Sie winkte ihm, näher zu kommen. Wie von einer geheimnisvollen Macht angezogen, trat er zu ihr. Da tauchten plötzlich weitere Nixen aus der klaren Flut empor und faßten ihn bei den Händen, Den Junker überlief ein Schauder und er ward totenblaß. Die Nixen zogen ihn mit hinab in ihr nasses Reich. Die Leute erzählten sich, daß der Jüngling in stillen Vollmondnächten am Grunde des Eichenbrünnleins zu sehen wäre,

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61. Bliek vom Dohnwald auf die Aurachtalwiesen 1961, die heute mit Wohnbauten und Umgehungsstraße völlig zugebaut sind, Rechts im Bild die Maschinenfabrik Weiler,

62. Die Dohnwaldstraße war in den seehziger Jahren nur bis zur Einrnündung in die Waldstraße ausgebaut. Erst dureh die weitere Bebauung der Wiesen mit Wohnblöcken erfolgte die Verlängerung bis zum Waldrand.

63. Herzogenaurach-West. Wo 1962 noch Wiesen und Äcker das Bild der Landschaft prägten, stehen nun schmucke Einfamilienhäuser. Im Vordergrund der noch unvollendete Bau der Maschinenfabrik Schrarnrn, daliinter die langgezogenen Betriebsgebäude der Firma Weiler.

64. Der Gedenkstein im Dohnwald wurde 1958 aus Anlaß des hundertjährigen Bestehens der Waldkorporation Herzogenaurach errichtet. Die Inschrift lautet: 'Am 6. Juni 1858 wurde der Dohnwald, Burgwald und Birkenbühl unveräußerliches Eigenturn der Waldkorporation. Unsere Vorfahren haben diesen Wald begründet, ihn gepflegt, recht bewirtschaftet und uns überliefert. Diese Wälder der Nachwelt zu erhalten, ist unsere Pflicht. 6. Juni 1958.'

65. Oben: Innenansicht der evangelischen Kirche vor der Renovierung. Der Spruch 'Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren' wurde inzwischen entfernt. Unten: Die Evangelisch-Lutherischc Kirchengemeinde konnte 1994 ihr 60jähriges Bestehen feiern. Vor Erbauung der Kirche pfarrten die Protestanten nach Münchaurach. Das Bild ist neueren Datums und zeigt das Kirchlein nach der 1983 erfolgten Renovierung.

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66. Die Glockenweihe für die evangelische Kirche fand am 30. November 1933 statt. 'Urn 13 Uhr wurden die drei gestifteten Glocken auf einern festlich geschrnückten sechsspännigen Brückenwagen vom Bahnhof eingeholt. Dekan Pültz aus Münchaurach hielt die Ansprache, dankte den Stiftern, segnete das Geläute und übergab es seiner Bestimrnung', heißt es in der Pfarrchronik.

67. Im Jahre 1339 wird Niederndorf zum erstenmal beurkundet. Im ausgehenden Mittelalter waren im Ort die meisten bambergischen Lehen in der Hand Nürnberger Geschlechter, von denen nur die Tucher, die Kreß von Kreßenstein und die Scheurl von Debersdorf erwähnt seien. Auch das Klosteramt Frauenaurach hatte Besitzungen in der Kommune, ebenso die Pfarrei Herzogenaurach. In Niederndorf stand die Wiege des begüterten Nürnberger Ratsherrn Contz Reyter, der 1511 das Sankt-Elisabethen-Spital in Herzogenaurach stiftete. Er hatte in Herzogenaurach das Tuchmacherhandwerk erlernt, An dieser Stelle sei auch noch des gelehrten Humanisten Professor Nopp gedacht, dessen Eltern aus Niederndorf stammen. Er war Reformator und Prediger in Regensburg. 1551 wurde er auf dem Nürnberger Johannisfriedhof beigesetzt.1802 wurde Niederndorf bayerisch, 1803 an Preußen abgetreten und 1806 unter französischer Verwaltung, kam der Ort im Jahre 1838 an Oberfranken. Seit 1. Mai 1978 gehört Niederndorf zu Herzogenaurach.

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68. Die katholische Pfarrkirche Sankt Josef ist 1923 von Professor Fritz Fuchsenberger erbaut worden. Durch große Opferbereitschaft und Idealismus der Niederndorfer wurde das Gotteshaus mit Schule (jetzt Zweigstelle der Stadt- und Kreissparkasse Erlangen), Pfarrwohnung und Schwesterhaus vollendet. Es galt damals - bedingt durch die Inflationszeit - als das 'kühnste Bauunternehmen in ganz Bayern'. Spendenfreudig zeigten sich auch die Pfarreien der näheren Umgebung. So stiftete zum Beispiel die Pfarrei Pautzfeld bei Forchheim eine Glocke. Heuchelheim den Hauptaltar, Kersbach eine Herz-Jesu-Statue. Auch von privater Seite wurde viel gegeben. Baron von Guttenberg überließ unentgeltlich Holz für das Gestühl, Seine Königliche Hoheit Prinz Ludwig Ferdinand, spendete die Monstranz und ließ aus dem Brautkleid seiner 'hochseligen Frau Mutter' ein Meßgewand fertigen. Die barocke Kanzel stammt von der ehemaligen Universitätskirche in Erlangen. Schwierig gestaltete sich die Beschaffung einer Orgel, sie hätte damals die stattliche Summe von sieben Millionen Reichsmark gekostet. Man wandte sich deshalb hilfesuchend an das Kultusministerium und bekam schließlich eine fast noch neuwertige vom Lehrerseminar in Bamberg. die allerdings schon bald wieder (1938) durch eine neue Orgel ersetzt wurde.

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