Heubach in alten Ansichten

Heubach in alten Ansichten

Auteur
:   Gerhard Kolb
Gemeente
:   Heubach
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4905-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heubach in alten Ansichten'

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9. Mancher Heubacher hat im alten Schulhaus (Bildmitte) erstmals die Schulbank gedrückt. Vor 1661 war das Gebäude Amtshaus des württembergischen Vogtes. 1782 wird berichtet von einer Behausung und einer Scheuer bei der Kirchmauer, 'worinnen unterhalb Schul gehalten wird, war von ohnfürdenklichen Jahren her einem jeweiligen Amtsschreiber zur Bewohnung eingeraumt und befindet sich auch darinnen die Stadt- und Amtsregistratur' . Es fällt auf, daß damals Platz, Straße und Gehweg weiträumig angelegt waren, obwohl es noch keinen motorisierten Verkehr gab und Gänse vor den Häusern spazierten.

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10. Sattlermeister Georg Fuchs kaufte 1907 das Haus des 'Bronnenbauers' ZiegIer, in welchem der bekannte Johannes Ziegler geboren wurde, der seit 1864 Lehrer und dann Direktor des Knabeninstituts der Zieglerschen Anstalten in Wilhelmsdorf bei Ravensburg war. Dieser schreibt: 'Da steht es, ein einfaches, hochgiebeliges Bauernhaus auf dem Marktplatz des Städtchens Heubach. Vor dem Haus spendet ein Brunnen aus vier Röhren herrliches Wasser. Deshalb heißt der Bauer, der in diesem Hause wohnt, der Brunnenbauer. Dieser Bauer war mein Vater. .. Tritt ein! Du findest alles in der größten Einfachheit. Da gibt es kein Sofa und keinen gepolsterten Sitz. Nicht einmal eine Uhr ist zu sehen. Wozu auch? Das große Zifferblatt der Kirchturmuhr schaut gerade zu den Fenstern herein ... '

11. Im Bild rechts sieht man das Heubacher Rathaus vor dem Umbau 1908. Es wurde 1581 auf einer zum Hofgut des 'Schlosses' der Herren von Woellwarth gehörenden 'Miststatt ... mit fron und hilff" aller Untertanen erbaut, nachdem Württemberg 1579 die Herrschaft Rosenstein/Heubach von den Woellwarth zurückgekauft und ein Amt eingerichtet hatte. Ausgestattet war das neue Bürgerhaus mit Küche, Tanzsaal und Wohnung für den Spießträger und seine Familie. Dem Rathaus gegenüber ist die Stadtwaage mit Kontrollhäuschen zu sehen. Ihrer bediente man sich zum Wiegen von Vieh, Obst, Stroh und von Wagenladungen aller Art.

12. Der obere Marktplatz mit Bliek auf den Hochberg 1906. Auf der linken Bildseite sieht man hinter dem Marktbrurmen das Haus des 'Eckbeck' Krieg (vormals Braun), das Rathaus im ursprünglichen Zustand mit Arrestlokal im Erdgeschoß, dahinter das inzwischen abgerissene Haus des 1858-1892 hier als Apotheker tätigen Ernst Pliksburg. Auf der rechten Seite steht Gottlieb Mayers Gasthof, der 1921 durch Einheirat an David Vogel kam (heute Hotel Deutscher Kaiser). Früher war das Haus der Kaufladen der Stadt bzw. Handelshaus mit Remise, Stall und zwei Kellern. 1928 wurde es aufgestockt und stark erweitert. Das Haus Beurer daneben ist einer der wenigen heute noch betriebenen Bauernhöfe auf dem Marktplatz einer Stadt. Anschließend: evangelisches Pfarrhaus, Lamm, G.A. Grupp, StadtschuItheiß Wiedenhöfer.

13. Der Blockturm und die Ulrichskirche sind in Heubach die einzigen aus dem Mittelalter erhaltenen Gebäude. Der Blockturm, Teil einer befestigten Wehrkirchenanlage, diente bis zur Jahrhundertwende als Bürgergefängnis. Steine im Mauerteil des Turmes tragen die Jahreszahl1473 und die Initialen des Jerg von Woellwarth. Bis zur Abtragung des Fachwerks im Jahr 1812 war der Blockturm etwa 6 m höher. Das große Tor (1931) bildet einen würdigen Eingang zu Kirchhof und Kirche. Von dem vertrauten Mäuerchen am Fuß des Turmes unternahmen manche kleinen Erstkläßler ihre ersten Hüpfversuche.

14. Der Heubacher Lehrer Hermann Brühl richtete im Blockturm 1924 das erste Wanderheim des Schwäbischen Albvereins ein. Der Aufenthaltsraum im ersten Stock war mit einem gemauerten Herd 'zum Abkochen', mit einem Eichentisch, einer Truhe, einer kleinen Handbücherei und einer Sammlung von Wanderkarten ausgestattet. In den drei oberen Räumen waren acht Betten und fünfzehn Strohsäcke mit Leintüchern und Teppichen untergebracht. 1926 wurde Oberlehrer Mayer Herbergsleiter , Herbergsvater war L. Bosch.

15. Diese Zeichnung von Christian Rudolph aus dem Jahr 1901 ist zwar ungenau im Detail, sie zeigt jedoch das Leben vor dem Gasthaus und der Brauerei Rössle. Das um 1810 gebaute Rössle wird 1825 beschrieben als ein 'dreistockiges Wohnhauß nebst Braustatt, Scheuer und Stallung unter einem Dach'. Um 1845 wurde ein neues zweistockiges Ökonomiegebäude mit Scheuer, mit drei Ställen, Keller und einem Käshaus erbaut. Bis 1923 war Eugen Enßlin der Besitzer, vorher die Familie Dölker. 1877 erlebte Franz Keller den Wirt Dölker folgendermaßen: 'Ich stellte mich diesem Mann vor, einem untersetzten Mann von mittlerer Größe, mit einem gewaltigen dunklen Vollbart, wie man sich Eberhard im Barth vorstellt.'

16. Der Heubacher Marktbrurmen gehört zu den sechs noch erhaltenen Brunnen des Altkreises Schwäbisch Gmünd, bei denen Gußeisen als Werkstoff dorniniert. 1777 wurde der achtseitige Brunnenkasten anstelle eines Stein- oder Holztrogbrunnens für einen Preis von 200 Gulden autgestellt. Gegossen wurde er vermutlich in Königsbronn. Die mit Blattornamenten reich verzierte Brunnensäule wird in die Mitte des 19. Jahrhunderts datiert. Eine Seite des Brunnenkastens trägt ein Wappen-Relief der Herrschaft Württemberg mit den Initialen Herzog Carls, eine zweite das Wappen der 'Stadt Heybach'.

17. Das Wappen der 'Stadt Heybach' am Marktbrurmen vom Jahr 1777 zeigt die württembcrgischen Hirschstangen und zwei gekreuzte Haken. Mit Bezug zum Namen der Stadt werden die Haken gedeutet als Werkzeuge zum Herabziehen von Heu. Zutreffender erscheint die Erklärung des Namens Heubach als Hinweis auf einen Ort, der an einem durch einen 'Hau' (Wald) fließenden Bach liegt. Richtig dürfte sein, daß das Wappen identisch ist mit dem Wappen der Grafen von Oettingen, (zwei gekreuzte Balken), welche vom Ende des 13. Jahrhunderts bis 1358 im Besitz von Heubach waren und dieses vermutlich zur Stadt erhoben haben.

18. Verabschiedung des 1. Landsturms vor dem Rathaus im August 1914. Vorne stehend von links: Adlerwirt Lang, Seilermeister Hans Bader, Zimmermeister Unfried. Auf dem Wagen sitzend von links: Fuchs (Hohgarten), David Ulmer, Kar! Grupp. Auf dem Wagen stehend von links: Gustav Schurr, Max Rieg, Fritz Braun, Georg Helmer .Schmid. Rechts im Bild sieht man die Brauereigebäude des Gasthauses Rössle, welche 1924 die Stadt zusammen mit einem Garten und dem Wasserrecht am nahen Weiher von Eugen Enßlin kaufte.

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