Heubach in alten Ansichten

Heubach in alten Ansichten

Auteur
:   Gerhard Kolb
Gemeente
:   Heubach
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4905-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heubach in alten Ansichten'

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Ijeubach.

St. Ulrichskirche 8( Jergenturm.

19. Die dem Bischof Ulrich von Augsburg geweihte evangelische Kirche im Jahr 1902. Diese war im Mittelalter Zentrum einer ausgedehnten und reichen Pfarrei, die bis 1472 Bargau mit einschloß. Eine 1479 gegründete Gebetsbruderschaft zu Ehren der Heiligen Katharina und Barbara übte weit über die Pfarreigrenzen hinaus ihre Anziehungskraft aus. Von 1358 bis 1556 war das Zisterzienserkloster Königsbronn Patronatsherr. Unter seiner Herrschaft wurde die im 13. Jahrhundert erbaute romanische Pfeilerbasilika um 1440 zur gotischen Kirche umgebaut. Eine grundlegende Erneuerung erfuhr die Kirche 1897 und 1969. Sie ist mit ihrer interessanten Innenausstattung ein Kleinod der Gemeinde und der Region.

20. Bis das württembergische Amt Heubach 1807 im neu geschaffenen Oberamt Gmünd aufging, war das heutige evangelische Pfarrhaus am Marktplatz der Sitz des württembergischen Vogtes. 1697 berichten die Ouellen von der neu erbauten Behausung für den Amtmann 'mit dreyen Stuben samt einer Newen Scheuren und Hofraitin und einem Bau- und Küchengartten' mit Wasch- und Backhaus. In der bis zur Industrialisierung um 1890 fast ganz evangelischen Gemeinde kam dem Pfarrhaus und seinen Pfarrern eine zentrale Stellung zu. In die Ortsgeschichte ist eingegangen der hier 1894-1913 wirkende Pfarrer und Ehrenbürger Theodor Victor Jäger, der Verfasser einer Ortschronik , einer Pfarrbeschreibung und volkstümlicher Theaterstücke.

21. Schwester Ida Gress mit ihren Kinderschülern um 1924. Viele Heubacher haben sie, die von 1921 bis 1946 dem evangelischen Kindergarten im Christophsheim an der Alten Steige vorstand. noch in Erinnerung 'als strenge, aber auch gütige, verstehende und liebenswerte Schwester'. Am 29. September 1912 war die evangelische Kinderschule an der Alten Steige in Anwesenheit von Freifrau Elisabeth von Woellwarth von Lauterburg eingeweiht worden. Nach dem Namen des großherzigen Spenders Christoph Bühner erhielt das Gebäude den Namen Christophsheim. Erste Kinderschwester war Emrna Grimminger.

22. Das ehemalige Hotel Rosenstein, davor die Besitzerfamilie Schaal um 1910. Im Saal des Gasthauses fanden viele Heubacher Veranstaltungen statt; während der Umbauarbeiten an der Ulrichskirche ab 1897 wurde hier Gottesdienst gehalten. Am 24. März 1919 kaufte Fabrikant Christian Häußler das Gebäude und baute es zu einer größeren Silberwarenfabrik um, in der Heubacher Männer Arbeit fanden als Silberschmied, Presser, Metalldrücker, Schleifer, Galvaniseur, Guillocheur oder Graveur. Sie fertigten auch edle Geschenke für bekannte Persönlichkeiten in aller Welt. Die Firma ging als Süddeutsche Edelmetallwarenfabrik an Ernst Backes aus Hanau über und bestand vom 8. Januar 1932 bis 1951 weiter als Silberwarenfabrik Heubach, Kolb & Stegmaier.

23. Drei Schmiede gab es um 1920 in Heubach: Grötzinger, Haag und Horn. Die noch vorherrschenden Pferde- und Kuhgespanne verlangten die handwerkliche Kunst der starken Männer in ihren Lederschürzen. Auf dem Bild sehen wir das Wohnhaus und die Werkstatt des Schmied Horn an der Ecke Haupstraße 58/Beurenerstraße. Auch in Heubach ist dieses Handwerk ähnlich wie das des Wagners ausgestorben. 1828 hatte es in Heubach noch sechs Schmiede, aber auch elf Schuhmacher, vier Küfer und 86 Weber gegeben.

24. Haus des Schmiedes Andreas Haag mit Schrniedewerkstatt und kleinem Laden in der Adlerstraße 14 um 1910. Im ersten Stock wohnte ab 1910 der Landjäger, dessen Telefonanschluß eine Seltenheit im Ort darstellte. Vor dem Haus sieht man die Kinder der Adlerstraße: Haag, Pfister, Geiger; ganz links steht der Schmiedegeselle Melchior. Kamen Pferde zum Beschlagen, so tat dies der Bauer dern Schmied in der Wohnung kund durch einen kräftigen Schlag auf den Amboß. Schmied Haag stellte sein handwerkliches Können beim Bau der katholischen Kirche 1912 zur Verfügung.

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25. Im Jahre 1920 wurde die Bahnlinie Heubach-Unterböbingen eröffnet. Nach langen Verhandlungen über die Rentabilität waren die Gleisanlagen und der Bahnhof mit Güterschuppen auf Drängen der Fabrikanten in Notstandsarbeiten gebaut worden. Täglich brachte das Züglein viele Arbeiterinnen nach Heubach. Die ausgebaute Bahnhofstraße - mit einer Baumallee verschönert - wurde zu einer beliebten Wohnstraße , bis 1976 nach Einstellung der Bahn einrnütig ein flächendeckendes Ladenzentrum inmitten der Einfamilienhäuser beschlossen wurde. Bekannte Eisenbahncrnamcn waren Lutz, Allmendinger, Balb, Barth, Schemberger, Holder, König und andere.

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26. Zur Zeit des Bahnbaus 1919 bildete die nördliche Stadtgrenze die Poststraße, welche bis 1928 nur einseitig bebaut war. Hier standen auch die ersten Heubacher Doppelhäuser, begrenzt am oberen 'Postberg' durch das Haus des Malers Vogelmann, unten des Tierarztes Böhme. Der 'Postberg' war beliebte Schlittenbahn für die Heubacher Kinder der Unterstadt. Zum Lenken der Schlitten schraubte man Schlittschuhe auf die Stiefel. Nur dem von Kraftfahrer Schuhmacher aus Lautem gesteuerten Lastwagen der Firma Schneider & Sohn mußte manchmal ausgewichen werden, sonst war man auf der Straße ungestört.

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ïiarten-Strasse u. Rdler-Strasse

27. Das Foto zeigt links das 1896 eingerichtete katholische Oratorium und den Platz, aufwelchem 1912 die St-Bernhard-Kirche errichtet wurde. Dem Oratorium gegenüber sieht man die Häuser EnßIe, Karl Unfried (erbaut 1897, seit 1913 Bäcker Rudolf Bäuerle) und Schneider Max Rieg. 1906 gründeten die Heubacher Katholiken einen Kirchenbauverein, um auf dem durch E. Dettling und E. Pliksburg von Bäcker Bauder erworbenen Platz an der Ecke Hauptstraße/Adlerstraße eine Kirche zu bauen. Der Durchblick zur Gartënstraße im Bild rechts läßt in der Mitte den kleinen Laden des Buchbinders Ottomar Alberth erkennen, der diesen vom Bühl hierherverlegt hatte (heute H. Scherzberg). '

28. Bis zum Bau der katholischen Kirche 1912 diente den Heubacher Katheliken eine Notkirche an der oberen Adlerstraße zur Abhaltung der Gottesdienste. Sie war entstanden aus den Gebäuden der Firma Zoeppritz, Kanz und Ziegier, für deren Ankauf E. Dettling und E. Pliksburg 1894 das Geld vorgeschossen hatten. Die 74 Heubacher Katholiken waren zum größten Teil Fabrikarbeiter. Bis die Fabrik zu einem Oratorium, einem Schulsaal und dann einer Pfarrwohnung umgebaut war, gingen die Heubacher Katholiken nach Böbingen, die von Beuren seit jeher bis 1904 - meist über das Himmelreich - nach Bargau zur Kirche. Rechts im Bild sieht man das Bauernhaus des Holzdrechslers Wilhelm Bühler.

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