Heubach in alten Ansichten

Heubach in alten Ansichten

Auteur
:   Gerhard Kolb
Gemeente
:   Heubach
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4905-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heubach in alten Ansichten'

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29. Das Innere der katholischen St-Bernhard-Kirche vor dem Umbau 1952. Die Kirche war nach der Erbauung 1912 sehr bescheiden ausgestattet, faßte jedoch immerhin 600 Personen. Architekt J. Cades hat sie in neuromanischem Stil mit Unterstützung Heubacher Handwerker für 140000 Mark erstellt. Der Chorbogen war ursprünglich sehr breit gehalten und gab den Bliek frei auf den aus WurmIingen erworbenen Hochaltar mit zwei gemalten Tafeln und zwei Lampen tragenden Engelfiguren. Eine Kanzel aus der Werkstätte Kaiser in Iggingen, eine massive hölzerne Kommunionbank und einfache Glasfenster waren wesentliche Stücke des vorderen Schiff- und Chorraumes.

30. Laut Urkunde vom 12. August 1901 und 6. April 1902 besaß Adam Nusser aus Langenau 'die Erlaubnis zum Ausschank von Kaffee, Wein, Likör und Spirituosen in einem Zimmer seines Hauses Gartenstraße Nr. 4' (heute Konditorei-Café Wohler, Hauptstraße 11). Auf dem Foto sieht man vor dem Haus die zum Teil barfüßigen Kinder Richard und Eugen Nusser , die Nachbarskinder Maria Abele, RudolfWagner (Sohn des 1892 nach Heubach gekommenen Dr. med. Wagner) und Kinder von Oberlehrer Walter. Am Fenster steht Frau Nusser (geboren in Steinenberg), deren Mann sich bei der Aufnahme des Bildes im Ersten Weltkrieg befand.

31. Die Waldschenke auf dem Rosenstein war stets ein Ort der Rast und Ruhe für müde Wanderer. Die erste Wirtin Maria Keek (1825-1924) hatte am Ende des vorigen Jahrhunderts auf der Waldwiese eine kleine Schutzhütte erbaut zur Aufbewahrung einfachen Inventars und eines eisernen Feldherdes, um Gäste zu bewirten; 1895 folgte eine zweite Hütte, zu welcher die Töchter Lisbeth und Emilie Lebensmittel und Getränke in einem Leiterwagen auf den Berg zogen. 1921 übernahm Anton Rettenmaier die Waldschenke. Als Absolvent der Dienerschule in Bonn und als ehemaliger Diener bei der englischen Botschaft in Petersburg brachte er beste Voraussetzungen mit.

32. 'Die körperlich kräftigen Einwohner, von denen gegenwärtig 10 Personen 80 und über 80 Jahre alt sind, ernähren sich hauptsächlich durch Feldbau, Viehzucht und Gewerbe, namentlich Baumwollenweberei', so berichtet die Oberamtsbeschreibung von 1870. Zu diesem kräftigen Menschenschlag gehörte sicher die Schlossermeisters- Witwe Maria Keek, die erste Wirtin der Rosenstein-Waldschenke , die 99 Jahre alt wurde. Man sieht sie hier vor der Tür der Waldschenke, wo sich im Sommer viele Wanderer an einem Stein Bier, einer gelben Limonade oder einem 'Landjäger' labten. Als eine der Töcher von Frau Keek schon 77 Jahre alt war, sol! sich die Rosensteinwirtin beklagt haben: 'Meine Mädle folget mir einfach nicht rnehr.'

33. Alle drei Jahre verantstaltet Heubach auf dem Kinderfestplatz mitten im Wald sein traditionelles Kinderfest. Morgens zieht nach einem Gottesdienst ein Festzug zum Berg, wo sich die Kinder durch Spicle, aber auch die Erwachsenen an Speise und Trank erfreuen. Mittelpunkt war stets ein Kletterbaurn, wie aus dem Foto von 1901 ersichtlich ist. Schon 1928 erhielt jeder Schüler zwei Brezeln und 30 Pfennige. Eine Tribüne war für Redner und Vorführungen aufgebaut (Bildmitte), doch scheinen Tische und Bänke zu fehlen. Pfarrer G.G. Scholl, der 1851-1862 in Heubach wirkte, erneuerte dieses alte Maienfest, 'damit die Schuljugend und mit ihr die ganze Einwohnerschaft neben der vielen harten Arbeit auch einen Freudentag habe' .

34. Hübsche und wohlbehütete Heubacherinnen stellten sich beim Kinderfest 1901 für ein Gruppenfoto auf. Von links: Frau Klam Sirnon geb. Spießhofer, Frl. Marie Mayer (Buch), Frau Sattler Fuchs, Frau Frida Greim, Frau Marie Maier geb. Pfleiderer, Frau Bäcker Bühr, Frl. Hornung (Kochlehrerin), Frau Marie Hägele (vom Bühl), Frau Mündler, Frl. Dorothea Krieg (Bäcker Krieg am Marktplatz), Frau Sofie Bühr (beim Löwen), Frl. Karoline Kolb (Kirchplatz), Frau Burkhardt geb. Raiß, - unbekannt Frau Pauline Braun geb. Weygoldt, Fr!. Anna Wiedenhöfer und Frau Justine Wiedenhöfer. Die Kinder: Frau Frida Mädler geb. Wiedenhöfer und Frau Else Sirnon geb. Spießhofer.

35. 'Vier hohe Fensteröffnungen, worunter noch eine in der Mitte einen steinernen Fensterstock hat, eine andere sehr zerfallen und breit ist, gewähren einen herrlichen Bliek über die zu den Füßen liegende malerische Landschaft von Heubach hinweg in weite Ferne.' (F. Gottschalck, 1825.) Man erkennt die alte Fabrikanlage der Firma Spießhofer & Braun, daneben Gebäude der Hirschbrauerei: 'ein von Stein gebautes einstockiges Brauhaus hinter dem Wirtshaus, eine Scheuer mit 2 Ställen und 1 Tennen gegenüber von dem Wirthshauße zum Hirsch' (1848 Quirin Gössele, 1850 Lammwirt Schwarz von Lauterburg und Schultheiß Gössele von Bartholomä, 1851 Melchior Grupp). Links und rechts sieht man die Villen der Fabrikanten Paul Spießhofer (erbaut 1902) und Michael Braun.

36. Rosenstein, Glasenberg, Hochberg und das Städtlein Heubach darunter riefen bei manchem Naturfreund romantisches Schwärmen hervor, das sich auf mehr oder weniger geschmackvollen Postkarten niederschlug. Archäologen, Geologen und Botaniker fanden auf den Bergen Objekte ihres Interesses. Die Erschließung des Rosensteins durch Wanderwege fand 1892 ihren Höhepunkt im Bau der Gußeisenbrücke (oben rechts) über die Felsenschlucht zum Lärmfelsen. Großzügige Spenden Heubacher Bürger, König Karls und der Stadt unterstützten die Initiative des Verschönerungs- und Albvereins. Auch die am Nägelberg gelegene Teufelsklinge (unten links) zieht bis heute, wenn sie 'schießt', Besucher an.

37. Zum 80. Geburtstag des Heubacher Ehrenbürgers Dr. Franz Keller wurde am 24. Juli 1932 auf dem Sofienfels des Rosensteins ein Metallportrait des 'Rosensteindoktors' aufgestellt, das an einem Felsblock angebracht wurde. Sechs Pferde hatten den Stein vom Hohefels dorthin gezogen. Ein Mädchen überreicht Dr. Keller einen Blumenstrauß. Hinter den beiden sieht man Bürgermeister Siegle und Frau Pliksburg (?), links mit Sportmütze Anton Kollmannthaler, rechts mit Schnurrbart Dreher Wilhelm Bühler, vor dem Felsblock Postmeister Manz.

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38. Mit dieser Anzeige warb die Stadt Heubach 1912 für den Fremdenverkehr in den Zeitungen, besonders in den Blättern des Schwäbischen Albvereins. Ab 1933 trug der Poststempel die Aufschrift 'Luftkurort Heubach' . Nicht nur um die Erschließung des Rosensteins, sondern auch um die Attraktivität des Stadtbildes hatte sichder 1888 gegründete Verschönerungsverein bemüht. Ein Großstadt-Image hatte man nicht zum Ziel. Die Chronik berichtet: 'Irn ganzen Sommer 1919 bis zum Anfang des Herbstes war auffällig die große Zahl der Luftkurgäste aus Stadt und Land. Einer derselben wurde von dem Kirchenchor durch ein Ständchen, namentlich durch den Gesang des Lieds 'Rosenstein, Rosenstein, glänzend frisch im Morgenschein' geehrt.'

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