Heubach in alten Ansichten

Heubach in alten Ansichten

Auteur
:   Gerhard Kolb
Gemeente
:   Heubach
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4905-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Heubach in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

39. Eine Mädchenschar wanderte 1913 zur Großen Scheuer auf den Rosenstein, wie es der Heubacher Pfarrer Theodor Victor Jäger 1919 beschrieb: 'Im übrigen sucht die Jugend, namentlich an den Sonntagen, ihre Freude auf den nahen Bergen, allermeist auf dem Rosenstein, gemäß dem Schillerschen Wort 'auf den Bergen ist Freiheit'. Schon 1823 hatte der Dichter Gustav Schwab geschwärmt: 'Vor allem aber zeichnet sich der Rosenstein durch seine herrlichen Felsklüfte und Höhen aus, die der Reisende auf der ganzen Albwanderung nicht schöner gesehen hat.' Und als Ludwig Uh land mit Freunden auf dern Berg lagerte, hat es ihn gedrängt, gerade hier 'die Dichtergebilde der vergangenen Zeit farbenhell, wie sie rnir vor der Seele schwebten, vorüberzuführen' .

Je:zt

40. So stellte man sich die stolze Burg des erstmals 1282 genarmten Ritters Heinrich von Rosenstein vor. 1919 berichtet die Chronik: 'Der Rosenstein (ist) ein Wallfahrtsort für Hunderte von Wanderern, namentlich im frischen Waldgrün des Mai, und ist Heubach ein Mittelpunkt für die Waldwanderungen geworden. Mit seinen stolzen Waldungen. seinen Felsen, Höhlen, Grotten, mit seinen schönen Aussichtspunkten und schattigen Ruheplätzen ... bietet der Rosenstein, der oft der schönste Berg der Alb genannt wird, einen unerschöpflichen Reichtum von anziehenden Naturschönheiten, wenngleich die 'fürchterlichen Schlangen' (Kreuzottern), vor denen schon Crusius 1575 warnt, noch je und je auf sonnigen Steinbänken sich finden.'

41. '1905 und 1906 wurde durch das Pionierbataillon NI. 13 unter Leitung des Majors Dinkelacker und des Majors Kahns als 'Waldübung' nach den Vorbereitungen von Stadtschultheiß W. Wiedenhöfer und Forstamtmann Bumüller gegenüber der Südostseite des Rosensteins am Klasenberg mitte1st vieler Dynamitsprengungen die Pionierstraße in je 2-3 Tagen angelegt samt einem Wildsteg hinüber zum Rosenstein, und auf dem Albuch von den stärksten Buchen des Gemeindewaldes auf dem HauptmannWagner-Platz in der Höhe von etwa 12 m mit 4 Stockwerken der Pionierturm aufgeführt. So fest sein Fuß gegründet und durch Cement befestigt war, hielt der Turm den Albuchwinterstürmen nicht stand, sondern tat im Winter 1914Jl5 einen jähen Fall' (Chronik).

---

-

~

~ .. ;.'#,-?:

: .. .:..., ..

? >Jo

Ro .eustein bei Heubach .

42. Bevor die leeren Holzfuhrwerke die Bartholomäer Steige erklommen, kehrten die Fuhrleute im Gasthaus 'Zum Lamm' ein (Bild unten links). Manches 'Gäule' soll zu später Stunde allein den Berg hinauf gefunden haben, vorbei am Jägerhaus (oben rechts mit Ziegenherde), dem ehemaligen Lammkeller. Als Brauerei war das Lamm 1850 ausgestattet mit Mischkasten , Messingpumpe , kupferner Bierpfanne , Branntweinhafen, hölzerner Kufe, blechener Malzdörre. 'Der Lammwirt braute sein Bier selber wie der Rösslesund Hirschwirt und brachte es in Folge unseres Zuspruchs und guten Rats zu einer ganz guten Qualität. Er behauptete, er sei begünstigt durch eine sehr gute Wasserquelle, die ihm gehöre' (F. Keller). 1924 folgte nach dem Weggang von Eugen Wanner als Larnmwirt Josef Gold vom Kitzing.

43. Ein vertrauter Bliek für alte Heubacher: von der höher gelegenen oberen Mühle auf dem Bühl zum Lamm, zum Silbergeschäft und zum Rosenstein. Hinter dem Lamm sieht man das Haus des Adolf Baumann, der hier 1929 ein Gipsergeschäft gründete. Von der oberen Mühle verlief einst die Stadtmauer durch den Garten der Silberwarenfabrik zur Schreinerei Weiler und zur Rückwand des Langhauses beim 'Schloß'. Sie führte dann weiter über Hundsgraben, Graben, am Klotzbach entlang zum Paradies, von dort aufwärts zur oberen Mühle.

44. Der Turnverein Heubach 1924 vor dem Portal der Ulrichskirche. Durch die Turnfeste in Heubach 1875, 1888, 1921 und durch den Bau der Turnhalle 1906, für den sich vor allem Graveur Grimm einsetztc, hatte der Verein Ansehen gewonnen. Auf dem Foto konnten folgende Personen erkannt werden: von links hinten, Reihe 1: 3 Karl Beek, 5 Dangelmaier, 6 Hugo Dangelmaier, 7 Kar! Wahl, 9 Wohlfarth, 10 Greiner, 11 Klotzbücher und 13 Eugen Schurr. Reihe 2: 4 Hermann Schneider, 6 Fritz Barth, 7 Ottomar Alberth, 8 Feiler, 9 Schmetzer, 10 Gustav Fuchs, 11 Tierarzt Böhme, 12 Grimm, 13 Grau, 14 Erwin Geiger, 15 Paul Geiger, 16 Scherrüble und 17 Albert Pfister. Reihe 3: 2 Paul Vogelmann, 6 Hedwig Feiler, 9 Amalie Schmetzer, 12 Hedwig Grimrn, 13 Otto Grimm und 14 Arthur Grimm. Reihe 4 vorne: 8 Merz und 9Balb.

I'. I

n ?

? ??

n

45. Besichtigung des neuen Volksschulgebäudes in Heubach durch den Stadtrat am 20. Oktober 1912. Dazu berichtet die Chronik: 'Das größte von der Stadt erbaute Gebäude ist das Volksschulgebäude an der Straße nach Lautem mit 4 durchaus neuzeitlich eingerichteten Lehrsälen, einem Zimmer zum Aufenthalt der Lehrer und zur Aufstellung von Lehrsammlungen, einem weiteren Zimmer für die Schulbibliothek, auch Zimmern für 2 unständige Lehrer. .. Im Erdgeschoß ist die Wohnung für den Schul- und Baddiener (ab 1922 Beek) und eine Badeanstalt mit einem Schwimmraum ... Schon früher wurde eine einfache Badeanstalt, die vom Klotzbach durchflossen ist, am Fuß des Scheuelbergs zur Benützung an heißen Sommertagen gebaut (von Konrad Sponse!) . '

46. In den zwanziger und dreißiger Jahren war der Ochsensaal in Heubach der einzige Raurn, in welchem größere Veranstaltungen stattfinden konnten. Hier hielten die Vereine ihre Feiern ab, aber auch die ersten Kinofilme wurden hier gezeigt. Der Saal befand sich im Nebengebäude. Zum Ochsen gehörte noch 1860 eine Brauerei. Jeder ältere Heubacher kennt noch den Ochsenwirt Georg Holz, wie er mit seinem grauen Schnauzer vor der im ErdgeschoB befindlichen Metzgerei stand, stets aufgelegt zu einem kleinen Schwätzchen mit den Passanten. Bekannt war auch die gute Küche seiner Frau. Vorgänger waren unter anderen: Gottlieb Landauer, Joharm Georg Allgöwer (1831) und Jakob Allgöwer (1825).

47. Vor dem Bahnbau 1920 gab es wiederholte Versuche, das abgelegene Heubach verkehrsmäßig zu erschließen. 1913 wurde erstmals ein Gaggenauer Kraftwagenverkehr mit Bussen nach Gmünd eingerichtet. 1919 fuhren diese dreimal wöchentlich nach Grnünd, je zweimal nach Mögglingen und Unterböbingen. Haltestelle war vor dem Gasthof Rössle. 1927 eröffnete Landwirt Kar! Bauer eine Buslinie nach Bartholomä mit Lastwagen, die vor allem Arbeiterinnen beförderten, 1928 eine Linie Bartholomä-Mögglingen zum Transport von Frischmilch.

48. Den Erzählungen alter Heubacher zufolge waren früher die Winter am Fuß der Alb härter, und es gab viel mehr Schnee. Manchmal kam der von zwei oder vier Pferden gezogene Bahnschlitten nicht mehr durch. So mußten Männer nicht nur die Schienen der Bahn, sondern auch die Straße nach Gmünd für den Busverkehr freischaufeln. Nicht selten hatte der Zug aus Böbingen Verspätung, es kam aber auch vor, daß Wagen entgleisten. Auf dem Bild sieht man den zwischen Buch und Heubach im Schnee steckengebliebenenBus Ne. 3 der Omnibus G.m.b.H. Schwäb. Grnünd.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek