Heubach in alten Ansichten

Heubach in alten Ansichten

Auteur
:   Gerhard Kolb
Gemeente
:   Heubach
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4905-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heubach in alten Ansichten'

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49. Eine frohe Runde im Jägerhaus am Ende der zwanziger Jahre. Man sieht in der vorderen Reihe, von links: Frau des Felix Wanner; Oberlehrer Mayer, Schulvorstand der evangelischen Volksschule bis 1930; Lehrer Miller; Oberlehrer Baach, Nachfolger Mayers im Amt und langjähriger Dirigent des Liederkranzes; Frau Baach; Helmut Hörmann, Gewerbelehrer (ab 1924) in Heubach und später Direktor der Firma Schneider & Sohn. Hörmann wurde 1928 bei der Vereinigung des Turnvereins und des Fußba!lvereins Fe Schwaben zum Vorstand des neuen Turn- und Sportvereins gewählt. Tierarzt Böhme wurde zum Ehrenführer berufen.

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50. In eine idyllische Landschaft eingebettet liegt am Fuß des Himmelreichs der kleine Weiler 'Beuren in den Bergen'. Da der größte Teil der Bauern Gmündische Untertanen waren, blieben diese bei der Reformation katholisch. Bauernhöfe und eine Wirtschaft umschließen den Dorfplatz rnit seiner dem heiligen Wendelin geweihten Kapelle von 1515-1520. Der Flügelaltar ist geschmückt mit den Figuren: Maria mit dem Kind, Johannes der Täufer und St. Wendelin. Auf den bemalten Flügeln sind zu sehen: St. Sebastian, St. Wende1in, St. Jakobus und St. Leonhard. Künstler des Altars ist Valentin Schopf.

51. Die Kapelle in Buch, gemalt von Carl Tiefenbronn (1831-1885). An der Nordseite der Hauptstraße stand eine etwa 1519 erbaute Andreaskapelle, die 1959 wegen der Straßenführung dem Bau einer neuen Kapelle auf der anderen Straßenseite weichen mußte. Den sehenswerten Flügelaltar stellte man im Nachfolgebau auf. Im Schrein sind zu sehen:

Die Regina Martyrum, St. Andreas und St. Katharina. Die Altarflügel zeigen geöffnet St. Wendelin und St. Barbara, geschlossen die Verkündigung Mariens, St. Eustachius und St. Rochus, Als eine künstlerisch reife Leistung gilt die Predella mit der Darstellung der Vierzehn Nothelfer. Der am 1. Dezember 1522 geweihte Altar wird dem damals in Buch begüterten Valentin Schopf d.Ä. zugeschrieben.

Totale Lautem

52. Das Gärtnerdorf Lautem im Jahr 1911. Es liegt malerisch eingebettet im tief eingeschnittenen Tal zwischen Rosenstein, Pfaffenberg und der Lauterburg. Grund- und Dorfherren waren die Stadt Gmünd bzw. das Heilig-Geist-Spital, dem seit 1345 die Pfarrei gehörte, und die Herren von Woellwarth. Da die letztere Herrschaft 1555 evangelisch wurde, bildete der Dorfbach zugleich die Konfessionsgrenze, was im Ortswappen zum Ausdruck kommt. Um 1880 gab es in Lautem Korsettfabrikation, zwei Kramläden, zwei Schildwirtschaften, eine davon mit Brauerei, eine Ziegelei, zwei Mahlmühlen, eine Säg- und Ölmühle in der Nähe des Lauterursprungs. Der Schulmeister und 'Nelkenkönig' Clemens Breuling bereitete um 1850 den Weg zum Gärtnerdorf.

53. 'Die Pfarrkirche von Lautem zählt zu den ländlichen Überraschungen im Ostalbkreis. Ihre äußere Erscheinung gewinnt durch das sanft ansteigende Gelände , auf dem sie steht, und durch den Gurt der Kirchhofmauer, die sie umfängt, gesichtprägende Bedeutung für das Dorfbild ... Als Bauzeit des Gotteshauses gelten die Jahre 1783 bis 1785' (H. Baumhauer). Die Marienkirche wurde erbaut von Joharm Michael Keller. Sie steht an der Stelle einer mittelalterlichen Vorgängerkirche, von der in der Vorhalle des oben achteckigen Turms den heiligen Martin und die heilige Katharina darstellende Schlußsteine eingemauert sind.

54. Der Hochaltar der Lauterner Pfarrkirche um 1920. Das alte Altarbild auf dem Foto zeigt Maria und die Heilige Dreifaltigkeit (1791). Die beiden großen Skulpturen stellen St. Ulrich und St. Afra dar, die Patrone des Bistums Augsburg, zu welchem die Pfarrei Lautem bis zur Entstehung des Bistums Rottenburg 1828 gehörte. Die innere Gestalt der Kirche 'reiht sie in den Kreis jener spätbarocken Gotteshäuser ein, die zwar noch ganz dem barocken Saalraum-Gedanken zugetan sind, aber bereits klassizistisches Formengut in sich aufgenommen haben' (H. Baumhauer). Die Deckenfresken haben Szenen aus dem Marienleben zum Inhalt.

55. Lebenswichtig waren für Lautem wie für alle Siedlungen die Gewässer, vor allem der noch heute offen durch das Dorf fließende Bach. Für die Zeit um 1870 wird deshalb berichtet: 'Reines und gesundes, nur etwas hartes, kalkhaltiges Wasser liefern stets in Fülle 7 laufende, 16 Pump- und ein Ziehbrunnen, als besonders gut wird das Wasser des oberhalb des Ortes entspringenden sog. Krankenbrunnens anerkannt. Zwei Wasserleitungen mit hölzernen Deucheln bestehen. Auch die Markung ist reich an guten Ouellen, wovon die bedeutendste der Lauterursprung im Staatswald Schwabengrund; dann fließen darüber die Lauter, die von dem Lapperthälchen her einen starken Zufluß empfängt' (DAB).

56. Bis vor wenigen Jahren stand das Haus des Schuhmachers Braun an der Schloßstraße hinter dem Rössle. Einst gab es in Heubach viele dieser kleinen und einfachen Behausungen, die derzeit in manchen Städten mit großem Aufwand restauriert werden. In ihnen wohnten meist Seldner oder Handwerker, die von einer Kuh, ein paar Ziegen oder von der Handweberei lebten. Stall und Dunke mit Webstuhl befanden sich im Untergeschoß neben dem Eingang. Trotzdem berichtet der überböbinger Pfarrer F.L.!. DiIlenius schon 1820: 'Arme gibt es verhältnißmässig wenige. Auch der Unbcgütcrte kann sich sein Brod durch Spinnen für die Weber und durch Taglöhnen verdienen.'

57. Julius Schneider (1862-1929), der Sohn des Firmengründers Gottfried Schneider, hat sich als langjähriger Gemeinderat und Verweser des Schultheißenamtes Verdienste erworben. Als dank seiner Initiative 1920 die Bahnstation eingeweiht wurde, erhielt er das Ehrenbürgerrecht der Stadt Heubach. 1888 trat er in die danach umbenannte Firma Schneider & Sohn ein. Er richtete ein eigenes Elektrizitätswerk mit Dampfkraftantrieb ein, das auch ganz Heubach mit Strom versorgte und 1896 die elektrische Straßenbeleuchtung der Stadt ermöglichte. Seine Frau Emilie war eine geborene Grupp vom Marktplatz (1877-1939).

58. Die Industrialisierung zu Anfang des 20. Jahrhunderts veränderte auch das Stadtbild. Von der Hauptstraße aus erblickte man zwischen Rosenstein und noch freien Feldern (bis 1924 Gärtnerei Solleder, dann A. Kienhöfer) den Schornstein und die Fabrikgebäude der Firma Schneider & Sohn, welche baulich von rechts nach links wachsend die Entwicklung zur modernen Fabrik veranschaulichen. 1928 entstand das vierstockige Fabrikgebäude. Nach dem Tod von Julius Schneider 1929 wurden sein Schwager Otto Mädler und Wilhelm Ostertag, 1934 Mädlers Schwiegersohn Helmut Hörmann in die Geschäftsleitung berufen.

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