Heubach in alten Ansichten

Heubach in alten Ansichten

Auteur
:   Gerhard Kolb
Gemeente
:   Heubach
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4905-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heubach in alten Ansichten'

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59. Hochzeitsfoto vom 22. Oktober 1900. Der Heubacher Unternehmer und spätere Ehrenbürger Michael Braun (1866-1954) heiratete Helene Spießhofer (Bildmitte). Zusammen mit seinem späteren Schwiegervater Johann Gottfried Spießhofer (1854-1917; links) gründete er 1886 mit zunächst sechs Beschäftigten die Firma Spießhofer & Braun, heute Triumph International. J.G. Spießhofers Frau Anna Helena geborene Barth von Cannstatt sehen wir im Bild rechts. Michael Brauns Mutter Sibylle Johanne geborene Unfried (1838-1913) steht hinten rechts.

60. Die obere Hauptstraße urn 1900. Vorne rechts sieht man das Weberhaus der Familie Spießhofer, in welchem Johann Gottfried Spießhofer 1879 ein Warengeschäft betrieb und 1886 zusammen rnit Michael Braun eine Korsettmanufaktur gründete. Vor dem Abriß war das Haus der Gemisent- und Eisenwarenladen des Christian Klein. Im Hintergrund rechts stehen die Vorgängerhäuser der Bäckerei Bühr, des Hotels Rosenstein, anschließend das Wohnhaus des Apothekers Pliksburg. Links irn Bild erkennt man das Haus Otto Schurr, verdeckt sind die Bäckerei Wahl und Metzgerei F. Schurr, die 1924 abbrannte und wieder neu aufgebaut wurde. Vor jedem Haus standen noch bäuerliche Geräte und Misten, die erst im 20. Jahrhundert allmählich verschwanden.

61. Ein Heubacher Gruppenfoto mit der Familie Spießhofer um 1895, deren Vorfahren im 17. Jahrhundert als Asylanten aus dem Salzburger Land in unsere Gegend gekommen waren. Vordere Reihe, von links: 1. unbekannt; 2. Helene Spießhofer (1900 verheiratet mit Michael Braun): 3. Helene Spießhofer geb. Barth (geboren am 10. April 1863 in Cannstatt); 4. auf dem Arm: Paul Spießhofer; 5. sein Bruder Fritz Spießhofer: und 6. Klara Spießhofer (verh. Simon); Mitte rechts: Johann Gottfried Spießhofer (1854-1917, verheiratet mit Helene Barth); links mit Hut: E. Pliksburg.

62. Nähsaal einer Heubacher Miederfabrik um 1930. Viele Menschen aus Heubach und Umgebung, vor allem Frauen, fanden in den beiden Miederfabriken Arbeit. Auch wurden viele Heimarbeiterinnen beschäftigt. Die Produkte wurden im Inland verkauft, aber auch in die USA, nach England und nach Skandinavien exportiert. Korsetts und Mieder mußten laufend dem wechselnden Modetrend angepaßt werden: Die Krinoline im zweiten Rokoko (1850-1870) mit Bambus-, Fischbein- und Stahlreifen, die Tournüre, die gerade Front, Herndlinie , Leibchenmieder und anderes bestimmten die Silhouette der weiblichen Erscheinung in verschiedenen Zeitepochen.

63. Ursprünglich stellten die Heubacher Fabriken gewebte Korsetts her. Als auf der Pariser Weltausstellung 1862 eine von Madersberger 1839 erfundene Nähmaschine ausgestellt wurde, gingen auch die Heubacher Betriebe zum geschnittenen und genähten Korsett über. Zuschneider, Näherin und Büglerin wurden zu dominierenden Berufen. Bevor ab etwa 1890 die Dampfkraft zum zentralen Betrieb der Nähmaschinen eingesetzt wurde, mußten kräftige Männerarme ein Schwungrad drehen, das durch eine Transmission mit mehreren Maschinen verbunden war (siehe Foto). Ohne Pause mußte das Schwungrad rotieren, als 1887 der Pariser Couturier Charles Frederick jenes Kleidungsstück entwarf, das modebewußten Damen oberhalb des Korsetts die fehlenden Rundungen verleihen sollte.

64. Im Jahre 1924 kaufte die Firma Spießhofer & Braun von der Firma Bühner & HeuseI die neu erbaute Frottierweberei an der Mögglingerstraße. Viele Jahre stellte die Fabrik - zunächst hatte sie 15 Webstühle - Handtücher, Waschlappen, Bademäntel und andere Artikel her, die einen guten Absatz fanden. Zu Fuß oder rnit dem Fahrrad kamen die Arbeiter, das Vesper und die Mostflasche in der Tasche des 'Blauen Anten', zur 'Webe'. 1928 konnte infolge des guten Geschäftsgangs ein sechsstockiger Erweiterungsbau erstellt werden (siehe Bild). 1936 entstand in unmittelbarer Nähe das finneneigene Freibad, das erste dieser Art in der weiteren Umgebung.

äeubadi - Pofteebäude

65. Als mit dem Wachsen der Fabriken das Postgebäude am Marktplatz (Götzenbachstraße 2) den zunehmenden Paketbetrieb nicht mehr bewältigen konnte, wurde das neue Postamt am Ende der Gartenstraße (heute Postplatz) erbaut und 1917 fertiggestellt. W. Manz übernahm die Postgeschäfte. Weil ab 1920 die Postsendungen mil der Bahn befördert wurden, erhielt das Postamt einen Galeriewagen. einen Ausfuhrkarren, eine lederne Geldtasche nebst Schlüssel, eine Anhängelaterne und eine Banknotentasehe. Vor dem Postamt erstreckte sich bis zum Fachwerkhaus Kniess/H. Schneider (heute Bäckerei Mühlhäuser) ein Vorgarten, auf dern bald zwei Lindenbäume wuchsen, die jährlich von den Anwohnern zur Teebereitung abgeerntet wurden.

66. Unterhalb der Ulrichskirche stand die untere Mühle oder Kirchmühle (Bildmitte rechts) mit Ökonomiegebäude am Klotzbach (unten links). Das Mühlrad wurde von einem Seitenkanal des offen über den Marktplatz fließenden Baches getrieben. Nach einem Brand 1889 wurde die Mühle neu aufgebaut. 1928 erwarb Jakob Kielwein das Anwesen von Müller Kar! Rau und nutzte die Gebäude für landwirtschaftliche Zwecke. Die untere Mühle war Teil des ersten Siedlungskerns zwischen Klotzbach (Glotzach) und 'Schloß', dem Sitz der Herren von Hóbach (1234). Hinten links sieht man das Haus von Hafner, Kohlenhändler und Feuerwehrkommandant Gustav Fuchs.

67. Drei markante Stellen aus dem Stadtbild der dreißiger Jahre: der untere Marktplatz mit seiner Häusergruppe um den von Kastanienbäumen beschatteten Marktbrunnen; der obere Marktplatz mit Rathaus und Gasthof Rössle; das Kaufhaus Rudolf Boger zwischen Hauptstraße und früherer Torstraße, wo einst ein Stadttor den Zutritt durch die Stadtmauer sicherte. Rechts hinten sieht man die 1945 abgebrannte Villa des Fabrikanten Schneider, davor das Haus 'die Kapel!', so genannt, weil das südliche Untergeschoß wahrscheinlich die Bernhardskapelle war. In diesem Haus wurde Gottfried Schneider geboren (18291908), der Begründer der Heubacher Miederindustrie.

Heubach IWttbg.) Marktplatz mit Bleekturm

68. Der Hirschwirt Leonhard Mayer (links) stellte die Pferde für die Postkutsche, die hier vor 'Gasthaus & Brauerei zum goldenen Hirsch' halt gemacht hat. Daneben stehen Mayers Eltern, seine Frau Katharina und seine beiden Schwestern Frau Greim und Karoline. Das Foto wurde am 29. Oktober 1920 aufgenommen. Da am 28. Oktober die Eisenbahn eröffnet worden war, hatte die Kutsche als öffentliches Verkehrsmittel ausgedient.

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