Heuchelheim in alten Ansichten

Heuchelheim in alten Ansichten

Auteur
:   Adolf Eiff
Gemeente
:   Heuchelheim
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1713-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heuchelheim in alten Ansichten'

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59. Seit 1926 wird bei uns Handball gespielt. Natürlich zunächst nur Feldhandball. Als 'Deutsches Spiel' apostrophiert wurde Feldhandball 1936 olympische Sportart. Die Weltmeisterschaften gewannen fast ausschließlich deutsche Mannschaften. Das änderte sich mit dem Aufkommen des attraktiveren Hallenhandballs. Das Großfeldspiel verlor stark an Bedeutung: 1966 waren die letzten Weltmeisterschaften, 1973 fand das letzte Endspiel auf Bundesligaebene im nahen Wetzlar statt. Die Fotografie der ersten Mannschaft vom Oktober 1927 auf dem Niddaer Sportplatz ist die älteste bekannte Aufnahme unserer Heuchelheimer Handballer. Das Spiel endete damals 4:4.

60. Was man anderswo Kindergarten zu nennen pflegte, hieß in Heuchelheim 'Kleinkinderschule ', 1903 wurde sie durch private Initiative in der Wllhelmstraße in einem eigenen Gebäude eröffnet. Für 30 bis 50 Pfennig wöchentlich konnten arbeitende Eltern ihre nicht schulpflichtigen Kinder in die Obhut einer Schwester geben. In der Inflationszeit (1922) machte Geldmangel eine Schließung notwendig. Die Gemeinde mietete den Saal und richtete die Mädchenfortbildungsschule ein. Aus dieser Zeit (1925) stammt die Aufnahme, die an den Kochunterricht erinnert. 1929 karn es zur Wiedereröffnung der Kleinkinderschule; die Mädchen zogen in das Rathaus um.

61. Das Heuchelheimer Lehrerkollegium von 1913 ist auf dieser Gruppenaufnahme vertreten (Kißler, Schmidt, Wolfschmidt, Dietz, Böckner, Schneider, Ortwein, Rullmann und Bretz). Daneben sieht man den Bürgermeister G. Kreiling, den 1. Beigeordneten W. Kreiling und den Pfarrer Glück. Die Anwesenheit auch des Oberschulrats läßt vielleicht darauf schließen, daß der Anlaß für diese Zusammenkunft die feierliche, musikalisch umrahmte Verabschiedung des Lehrers Böckner war. K. Böckner (vorne, dritter von rechts) trat am 1. Mai 1913 in den Ruhestand.

62. Nur bei außergewöhnlichen Situationen konnte der Landsturm aufgerufen werden. Er war das 'letzte Aufgebot' der Wehrpflichtigen im Alter zwischen 17 und 45 Jahren, das nicht für den 'aktiven' Wehrdienst in Frage kam. Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs war dernotwendige Ernstfall für die Einberufung der Heuchelheimer Landsturmmänner gekommen. Sie hatten vorzugsweise in Gießen 'auf dem Trieb' Bewachungsaufgaben zu erfüllen. Zu dieser Aufnahme haben sich vor dem Gießener Stadttheater eingefunden: Kreiling, W. Weller, Hofmann, MandIer, F. Rinn, 1. Rinn, H. Nesseldreher, 'Schneirer-Fritz', H. Rinn und 'Scholze Philippehe'.

63. Mit dem geschäftlichen Erfolg wurde auch die Erfüllung privater Passionen rnöglich, Hier hat der Zigarrenfabrikant Ludwig Rinn eine Jagdgesellschaft vor dem Jagdhaus im Atzbacher Wald (etwa 1906) versammelt: Die Gebrüder Schwarzentraub vom Hofgut Bubenrod, Baron von der Hoop (Besitzer der Schmitte), Direktor Bergen, die Heuchelheimer J. Rinn (dessen Sohn bei der Dresdener Bank Karriere machte), F.W. Kreiling und der Schmied Ph. Kreiling. Das hübsche Mädchen links vom Fabrikanten Rinn ist dessen noch lebende Nichte Emmy Dönges, der wir viele Hinweise verdanken.

64. Aus der Familie der 'Scholze-Kreiling' hatten bis 1821 drei Mitglieder das Amt des Dorfschultheißen inne, Daher ihr Dorfname. Nach 1821, als die Bezeichnung Schultheiïs durch das Wort Bürgerrneister ersetzt worden war, übten diese Tätigkeit in Heuchelheim noch zwei Nachkommen aus: Jakob Kreiling (links, von 1883 bis 1901) und sein Sohn Georg Kreiling (rechts, von 1901 bis 1931). Auch die dritte Generation war mit einern Bürgermeister vertreten (H. Kreiling, hinten), allerdings in einer anderen oberhessischen Gemeinde. Die vier Generationen sind 1918 in der Wilhelmstraße fotografiert worden. Durch diese Haustür gelangte man zu den Diensträumen des Bürgermeisters,

65. Küfer, Faßbinder, Böttcher, Kübler oder Büttner nannte man sie je nach der Gegendin der sie ihr Handwerk ausübten. Wannen, Kübel, Bütten, Wäschezuber, Bier- und Weinfässer waren ihre überall benötigten Produkte. In der Schnitzbank wurden die Hölzer eingeklemmt, über eine Hebelvorrichtung vom Fuß gehalten, um daraus Dauben für die Faßwandung und ähnliches zu schnitzen. Die Aufnahme (um 1900) mit dem Küfer 1(. Kreiling ('Treppches Karl') zeigt den Hof seiner Küferei in der Gießener Straße. Das hintere Gebäude ist inzwischen abgerissen worden.

66. Für die kleinen bäuerlichen Nebenerwerbsbetriebe waren die Kühe nicht nur wichtige Milchlieferanten, sondern auch unentbehrliches Zugvieh, Damit der Nachwuchs nicht ins Stocken geriet, wurden mehrere gemeindeeigene Bullen gehalten (zeitweise drei 'Vogelsberger' und ein 'Simmentaler'), zu denen die Kühe kommen durften. Ebenso gefragt waren Ziegenböcke. Herr über Ochsen und Ziegenböcke war 'Weller Joabs Louis' (L. Mandier), immer mit Pfeife und von Berufs wegen schlagfertig: Jede anzügliche Bemerkung erheischte die passende Antwort. Daneben übte er noch den Beruf des Maurers und Metzgers aus. Der 'Ossestall' zur Zeit der Aufnahme (etwa 1930) befand sich auf der 'Insel'.

67. Mit dem Wort Pferd wird heute meist Reiten assoziiert, Den Bauern war Reiten früher eher ein Fremdwort. Sie benötigten die Pferde zur Bewirtschaftung größerer landwirtschaftlicher Betriebe und zur Bewältigung schwerer Fuhren. Während der arbeitsarmen Herbst- und Winterzeit ließ sich mit Pferdefuhrwerken gutes Geld verdienen: mit Eistransporten für Brauereien, mit Holzfuhren vom 13 Kilometer entfernten Dünsberg oder mit Fahrten für den Erzbergbau, Der Bauer auf dem Bild (L. Kröck Ill.) geht einer sehr profanen Tätigkeit nach (etwa 1930): er fährt mit seinem Jauchefaß 'Pull' durch die Schillerstraße auf seine Äcker. Hinter ihm ist das Bahnhöfchen der Biebertalbahn sichtbar.

68. Hochräder mit Vollgummireifen gibt es seit 1867. Opel in Rüsselsheim baute von 1886 bis 1892 einen solchen Radtyp. Daß auch in Heuchelheim Hochrad gefahren worden ist, hat sich bis heute in der Erinnerung erhalten. Ebenso erzählen noch die älteren ehemaligen Turner von dem selbstgebauten Barren in 'Woanisch Gatten'. Bei genauem Hinsehen sind hinter dem Barren noch umliegende Kegel zu erkennen. Wir haben hier eine ganz reizvolle, idyllische Aufnahme aus der Zeit vor 1900 vor uns. Von den abgebildeten Kindern konnte allerdings keines mehr identifiziert werden.

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