Heuchelheim in alten Ansichten

Heuchelheim in alten Ansichten

Auteur
:   Adolf Eiff
Gemeente
:   Heuchelheim
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1713-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Heuchelheim in alten Ansichten'

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69. Oben: Die Zigarren der Heuchelheimer Firma R & C kennt jeder Raucher. In dem rechten Radfahrer wird aber kaum jemand den Begründer dieser Firma, Ludwig Rinn vermuten: Die Radtour nach Metz nimmt ihm niemand ab. Hier hat er sich mit seinem Freund, dem Bautechniker F.W. Kreiling einen Scherz erlaubt: die Reise fand in Heuchelheim statt und der Wegweiser ist retuschiert. Das rechte Fahrrad könnte ein Opel Niederrad Typ 'Blitz' sein, wie es ab 1888 gebaut und für 375 Mark verkauft wurde, Die Fußrasten an den Vorderradgabeln zeigen, daß diese Räder noch keinen Freilauf hatten. (Aufnahme vor 1900.) Unten: Dem Gründer der Zigarrenfabrik R & C sagt man äußerste Sparsamkeit nach. Zeitweise habe er die Dienste der Biebertalbahn für die Rückfahrt vom 3 Kilometer entfernten Gießen verschmäht, um die 30 Pfennig Fahrgeld zu sparen, und sei heimgelaufen. Sicherlich ein Gerücht, denn zumindest 1919 stand ihm die repräsentative Adler-Limousine zur Verfügung, mit dem eigenen 'Schafför'. Der Mann am Steuer (H. Mandier) hatte schon während des Ersten Weltkriegs einschlägige Erfahrungen als Meldefahrer sammeln können.

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70. Auch in Kinzenbach wurden Zigarren gefertigt. H. Kuhl richtete in der Bahnstraße im ersten Stock seines Hauses eine Zigarrenfabrik ein, die nur aus zwei Räumen und einem Lager in der Scheune bestand. Im Untergeschoß betrieb er eine Kolonialwarenhandlung (untere Teil der 1928 geschriebenen Postkarte). Der Weiher (oberer Teil) diente der Dorfjugend im Sommer als Badeteich. War das Gras zertrampelt (früher ein schweres Vergehen), dann tauchte der 'Schetz' (Flurschütz) auf und verscheuchte die Meute der Badenden mit seinem 'Steckelche', Auch zur Schafwäsche wurde der Weiher benutzt, Seit 1969 wird das Quellwasser, das ihn einst speiste, in einer Zisterne gesammelt; der Weiher ist verschwunden.

71. In diesem Gebäude in der Atzbacher Straße befand sich zur Zeit der Aufnahme (etwa 1925) die Kinzenbacher Poststelle. Noch nach 1945 konnte man hier seine Briefmarken kaufen. Daneben hatte der Besitzer in seinem Haus eine Schmiede und einen Verkaufsladen für Haushaltswaren, landwirtschaftliche Geräte und sonstige Gebrauchsgegenstände eingerichtet. Auch Schweinetröge waren zu haben. Der links sichtbare Kamin war am 8. Dezember 1928 Ursache eines tödlichen Unglücksfalls. Bei Umbauarbeiten stürzte er um und erschlug den Inhaber der Baufirma.

72. Hier läßt uns der Fotograf (etwa 1925) einen Bliek in eine Kinzenbacher Schmiede tun (Atzbacher Straße Nummer 1). Sie ist für die damalige Zeit modern eingerichtet und zeigt nicht die für viele Dorfschmieden typische 'geniale Unordnung', in der sich nur der Schmied selbst zurechtfand. Der Enkel des damaligen Besitzers hält die Familientradition aufrecht und ist auch heute noch an gleicher Stelle als Schlosser und Schmied tätig, Gegenüber der Schmiede befindet sich das schönste Fachwerkhaus Kinzenbachs (Lahnstraße), mit ungewöhnlich reichhaltiger Schnitzverzierung in verschiedenartigster Ornamentik an Eckständern, Streben, Knaggen, Rahmholz und Pfosten.

73. Obwohl die Ortskerne von Kinzenbach und Heuche1heim keine zwei Kilometer auseinander liegen, haben beide Orte lange Zeit eine unterschiedliche Entwicklung genommen. Eine Landesgrenze trennte die Gemeinden: 1585 wurde Kinzenbach nassauisch, Heuchelheim hessisch. Ab 1815 ersetzten die Preußen die Nassauer. Die lange Zeit vorhandenen Rivalitäten zwischen beiden Orten erklären sich nicht nur aus der unterschiedlichen Landeshoheit; Streit war schon dadurch vorprogrammiert, daß der Weg zum Heuchelheimer Wald durch Kinzenbach führte, an dem abgebildeten Gebäude in der Hauptstraße vorbei, bei dem, ganz ungewohnt, die Scheune direkt an den Wohnteil anschließt. Die typische 'Deppebank' und eine Pumpe sind bei genauem Hinsehen zu erkennen. (Aufnahme um 1925.)

74. 'Lotze Diene' hieß die Kinzenbacher Gänseliesel. Morgens holte sie die Gänse im Dorf zusammen und trieb sie auf die Gänseweide an der Krofdorfer Straße 'oom Rink' (am Ring), oder hütete sie auf Feldwegen und an Straßenböschungen. So entstand dieser Schnappschuß an der Straße zwischen Kinzenbach und Heuchelheim (vor 1914). Den Weg zurück zu ihrem heimisehen Stall fanden die klugen Gänse fast von alleine. In einem kaum noch bekarmten Spottlied unserer Gegend auf die Gänseliesel hießt es: Ein jeder will die Gois-Lies hu, jeder will se roppe, jeder will se zoppe.

75. In Kinzenbach hatte der bauwillige Grundstückseigentümer häufig das Glück, daß sich der Kelleraushub zur Herstellung von Backsteinen eignete. So wurden noch bis 1937 die notwendigen Ziegel für den Hausbau im sogenannten Feldbrand hergestellt. Der mit Wasser aufbereitete Lehm kam zunächst in die Formpresse (siehe Abbildung), in der gleichzeitig zwei Steine geformt werden konnten. Nach etwa 14 Tagen wurden die luftgetrockneten Lehmziegel für den Brand aufeinander geschichtet: in Reihen mit Zwischenräumen zur Aufnahme der Kohle. Rundum dichtete man den ungefähr 25 Kubikmeter großen Steinhaufen mit Lehm ab und brachte Abzuglöcher an. Einige Wochen nach dem Anzünden waren die Ziegelsteine gebrauchsfertig. (Bild vom letzten Feldbrand 1937 bei K. Mandier.)

ÜBERSICHT

Abendstern 22, 23 Altenrothslachen 42 Atzbacher Straße 71, 72 Atzbacher Wald 63 Bachstraße 1,28,31,33,48 Bahnhof 5, 39, 67 Bahnstraße 6, 20, 70

Barren 68

Berkenhoffstraße 74 Bieberbach 18, 33, 34 Biebertalbahn 21, 38, 40

Brauhausstraße 3, 4, 5,16,17,21,25,34 Ernststraße 49

Fahrräder 68,69a

Faselstall 66

Feldbrand 75

Feuerwehr 31, 49

Gänse 74

Gesamtansicht 1, 2, 3,5

Gesangvereine 50,51,52

Gießener Straße 5,19,21,45,65

Haag 21, 26, 27

HandbalI59

Hauptstraße 73

Im Eek 30

Jagdgesellschaft 63

Jahnstraße 29, 46

Kirche 4, 5, 21, 27,32, 35, 36, 37 Kirchstraße 27, 32 Kochunterricht 60

Kreuz 47

Kreuzgasse 30

Küferei 65

Lahn 4, 42

Landsturm 62

Lehrer 61

Limousine 69b

Ludwig Rinn Straße 41 Mädchenfortbildungsschule 60 Marktstraße 3, 6, 18, 21, 26 Mühlchen 11, 12, 13, 14, 15 Muschenhof 31 Pferdefuhrwerk 67 Schillerstraße 67

Schule 6, 43

Tracht 3

Turner 54, 58

Turnfest 55,56,57,58 Urnzüge 52 Veranstaltungen 51 Weiher 70 Wilhelmstraße 44, 64 WindhofS, 7, 8, 9, 10 Zigarrenfabrik 4, 24

Vorlagen für die Abbildungen stellten zur Verftigung:

E. Bath, A. Becker, K.O. Bepler, E. Dönges, A. Eiff, H. Germer, P. Hofmann, H. Kreiling, M. Lenz, E. MandIer, K. MandIer, W. Neidei, H. Platt, A. Rinn, F. Rinn, H. Rinn, I. Rinn, K.L. Rinn, F. Sack, H. Sack, Schmalfilmfreunde Heuchelheim, W. Schomburg, E. Schultz, H. Volkmann, L. Volkmann.

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