Heusweiler in alten Ansichten

Heusweiler in alten Ansichten

Auteur
:   Elmar Maier
Gemeente
:   Heusweiler
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1714-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Heusweiler in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Dieses Werk soll nach der Gebiets- und Verwaltungsreform des Saarlandes vom 1. Januar 1974 gleichzeitig allen Einwohnern der bis dato selbständigen Gemeinden des ehemaligen Amtsbezirks Heusweiler eine gewisse Starthilfe zur besseren Integration in die heutige Großgemeinde geben. Aus diesem Grunde habe ich versucht, die wichtigsten geschichtlichen Begebenheiten der einzelnen Ortsteile mit Bildern der bekarmtesten Stätten, Straßen und Persönlichkeiten um die Jahrhundertwende zusammenzustellen, um auf diese Weise den Interessenten einen kleinen Überbliek über die derzeitige Gemeinde zu vermitteln. Allgemein ist über den Ort Heusweiler zu sagen, daß er im oberen Köllertalliegt, das seiner Fruchtbarkeit und seiner intensiven Bebauung wegen bis in die fünfziger Jahre als die Kornkammer des Saarlandes gepriesen wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt bestand der größte Teil der Bevölkerung aus Bergmannsbauern, die noch neben ihrer schweren Arbeit in einer der zahlreichen Gruben der Umgebung das eigene Land bestellten und dabei einige Kühe, Schweine, Ziegen oder Schafe sowie Hühner, Gänse und Enten zu versorgen hatten. Seit dieser Zeit aber hat sich manches geändert. Aus dem ehemaligen Bauerndorf (bis etwa 1870) war seit der Jahrhundertwende ein Bergmanrisdorf geworden, das sich dann seit etwa zwanzig Jahren zu einer reinen Wohngemeinde mit städtischem Charakter entwiekelt hat.

Die Entwicklung zu einem Markt- und Handelszentrum ist jedoch bereits seit etwa hundert Jahren festzustellen. Kontinuierlich wurde von den Gemeindevätern und Geschäftsleuten dieses Ziel angestrebt, das naturgemäß durch die Verbesserung der Verbindungen im Nahverkehr begünstigt wurde. Die vom mittelständigen Einzelhandel und Gewerbe geprägte wirtschaftliche Struktur weitete sich immer mehr aus. Notgedrungen mußte der Ort auf größere Industrieansiedlungen verzichten und entwickelte sich so zu einer echten Wohngemeinde moderner Prägung, An besonderen geschichtlichen Sehenswürdigkeiten kann Heusweiler neben dem Bietschieder Schloß im Empire-Stil das barocke Jagdschloß der Fürsten von Saarbrücken im Ortsteil Holz aufweisen. Dazu sind ferner die Rudimente ehemals erfolgreicher Gruben in den Ortsteilen Dilsburg, Hirtel und Wahlschied zu zählen. Schließlich hat Heusweiler mit dem Sender der Europa-Welle Saar eine Errungenschaft der Neuzeit aufzuweisen, die aber auch in ihrer kurzen Geschichte schon einige Stationen der technischen Verbesserung hinter sich hat. Aus jüngster Zeit wäre die Erringung der goldenen Medaille beim bundesweiten Ortsverschönerungswettbewerb zugunsten des Ortsteils Obersalbach festzuhalten, der diesen Ortsteil zum schönsten Dorf seiner Größenordnung in der Bundesrepublik stempelte.

1. Heusweiler, die Metropole des oberen Köllertales, welche bis zum Jahre 1930 rund 4 500 Einwohner zählte, kann heute nach der Gebiets- und Verwaltungsreform aus dem Jahre 1974 auf fast 20000 Bürger hinweisen. Alt-Heusweiler - bestehend aus den Ortsteilen Heusweiler, Dilsburg, Berschweiler, Rittershof, Hirtel und Bietschied - konnte im Jahre 1974 auf sein 700-jähriges Bestehen zurückblieken, nachdem es im Jahre 1274 vom Grafen Sirnon aus Saarbrücken als Lehen an die Brüder Boemund und Joffried übergeben wurde. Unser Bild zeigt einen Überblick über den Ort aus dem Jahre 1905 von einer Wiese 'Auf dem Mühlengraben' her.

2. Um die Jahrhundertwende war Heusweiler noch ein Bergmanns-Bauerndorf. Dieses Photo wurde in der Saarbrückerstraße, etwa in Höhe des Rathauses aufgenommen, Damals ging die Hauptstraße (ehemalige Provinzialstraße), noch über den Hirtenbrunnen und den Marktplatz, ehe sie in Höhe des evangelischen Pfarrhauses wieder in die heutige Saarbrückerstraße einmündete. Die meisten Einwohner arbeiteten zu dieser Zeit in einer der naheliegenden Gruben von Dilsburg beziehungsweise Göttelborn oder bei den Röchling-Werken in Völklingen.

HEüSWEILER (Saar) - Gesarntnnsicht

3. Es dauerte bis zum Jahre 1911, ehe Heusweiler an das Verkehrsnetz der Eisenbahn und Straßenbahn (1907) angeschlossen wurde und somit leicht zu erreichen war. Unsere Aufnahme zeigt eine Teilansicht des Ortes von einem Wiesenhang hinter der Eisenbahnstraße. Vor der evangelischen Kirche ist der Rohbau des späteren Caritashauses zu erkennen. Rechts neben der evangelischen Kirche ist das alte Pfarrhaus mit der Pfarrscheune (beide aus dem Jahre 1775), daneben die frühere evangelische Schule (später Parteihaus) und die frühere katholische Kirche zu erkennen. Hinter den ersten Häusern sind auch die Gleise der Köllertalbahn zu sehen.

4. Diese Postkarte zeigt den Beginn der Triererstraße vom Ortszentrum her. Auch heute noch steht ein Großteil der abgebildeten Kaufhäuser vom Haus Altpeter bis zur Post, jedoch sind fast alle Häuser derart umgebaut, daß man sie nach diesem Bild kaum noch identifizieren kann. Selbst die Triererstraße (B 298) veränderte ihr Aussehen, wurde verbreitert und mit einem Bürgersteig versehen. der den Ansprüchen einer modernen Leistungsgesellschaft gerecht wird. Vor der alten Post erkennt man noch das alte Haus 'Bäcker-August', an dessen Stelle heute ein modemes Geschäftshaus mit Konditorei, Apotheke, zwei Arzt-Praxen und einer Kellerwirtschaft steht.

5. Das folgende Bild ist eine Fortsetzung der Triererstraße in Richtung Bohnenbach. Während die katholische Kirche auf der linken Seite des Bildes - zumindest soweit diese Aufnahme das Gotteshaus zeigt - auch heute kaum Veränderungen aufweist, haben alle Häuser auf der rechten Seite vom Haus des Bauern Volz (heute Gastwirtschaft), über das Haus Quirin, Gasthaus zur Post, Haus Schönhofen, Alex, Kramer, Trierer-Hof, Altpeter bis zum Gasthaus Altmeyer ihr Gesicht derart gewandelt, daß nur noch alteingesessene Bürger die Identität der Gebäude mit denen dieser Karte bezeugen können.

6. Dieses Bild zeigt einen Blick von der Saarlouiserstraße in die angrenzende Triererstraße. Auf der rechten Seite kann man noch einen Teil von AltKrause-Haus erkennen, das zusammen mit acht weiteren Häusern um die evangelische Kirche herum den 3D-jährigen Krieg als Ruine überstanden hat. Vor der katholischen Kirche sieht man Alt-Krärners-Haus, das zur Zeit der Aufnahme des Bildes von dem Großbauern Fröhlich (Gerbers genannt) bewohnt wurde. Daneben ist mit der Giebelseite das ehemalige Gasthaus Fröhlich zu erkennen, das vor etwa zwanzig Jahren dem neuen Post- und Fernmeldeamt hat weichen müssen.

7. Ein Bliek vom Wittum her auf das Ortszentrum beweist, daß auch hier sich einiges geändert hat. Anstelle der Wiesen im Vordergrund hat man nach dem Krieg ein Sportzentrum mit einem Fußballstadion und mehreren Tennisplätzen samt einer Tennis-Halle geschaffen, während auf dem tieferliegenden Platz lange Jahre hindurch die Schausteller ihre Karussells und Buden anläßlich der Kirmes aufgeschlagen haben. Heute dient dieser Platz als Parkplatz. Lediglich das Heimatfest, das man in einem Zelt auf diesem Platz durchführt, erinnert noch an den guten Besuch früherer Kirmestage.

8. Nicht umsonst gilt Heuswei1er als Marktzentra1e des oberen Köllertals. Schon um 1880 existierte in Heusweiler ein Jahrmarkt; der unter dem Namen 'Kram- und Viehmarkt' in der ganzen Umgebung bekannt war. Unsere Aufnahme stammt aus dem Jahre 1885, als die Bäuerinnen an Ständen - aber auch noch mit Körben - ihre Waren anboten. Hinter der Mauer des evangelischen Pfarrgartens ist noch die alte Pfarrscheune und Alt-Krämers-Haus teilweise zu identifizieren. Übrigens kamen schon um die Jahrhundertwende neben den einheimischen Bauern und Viehhändlern vor allem Liesdorfer Bauern mit Wagen nach Heusweiler, um ihr Gemüse und Obst zu verkaufen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek