Hildesheim in alten Ansichten Band 2

Hildesheim in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hans Schlotter
Gemeente
:   Hildesheim
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5139-9
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Hildesheim in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

9. Auf der gleichen Straßenseite Nr. 10 war das 'Hotel d'Angleterre'. Im Jahre 1519 erbaut und im Besitz des Wollkaufmanns Ebelingk Oppermann, der als 78jähriger Mann in zweiter Ehe die 28jährige Bürgermeisterstochter Ursula Brandis heiratete und auch noch Vater wurde. Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Haus zum Hotel umgebaut. Hier stiegen oft hoch angesehene Persönlichkeiten ab, so zum Beispiel am 21. Juli 1814 der Feldmarschall Blücher. Auch Gustav Freytag nahm hier Logis. Oft standen am Eingang Schilderhäuser und Soldaten präsentierten das Gewehr, wenn hohe Generale ein- und ausgingen. Anfang dieses Jahrhunderts wurde das Haus abgebroehen und der Hotelier Heerdt ließ einen Neubau errichten. Am Anfang des Ersten Weltkriegs wechselte der Hotelname in 'Kaiser Wilhelm'. Nach Zerstörung 1945 und Wiederaufbau hat die Kreissparkasse hier ihr Domizil.

10. Eines der interessantesten Häuser auf dem Hohen Weg ist Nr. 17. Das gotische Eckhaus mit dem steilen Giebel war in der Traufenseite 6 Spann und in der Giebelseite 12 Spann lang. Das Obergeschoß kragte iiber das Zwischengeschoß und im Erdgeschoß waren die Geschäftsräume. Es wird auch heute noch nach dem Wiederaufbau 'Haus Blume' genannt, denn bereits in der vierten Generation hat die Familie Blume hier ihre Gold- und Silberschmiede , die weit über die Grenzen Hildesheims bekannt ist. Das Andreaswappen, daß einst in dem Sturzbalken über der Tür geschnitzt war, ist heute noch Finnenzeichen der Werkstatt.

11. Der Huckup. Hier am Schnittpunkt Hoher Weg und Schuhstraße wurde 1905 dieses Denkmal in Erinnerung an die Hildesheimer Sagenwelt errichtet worden - Treffpunkt für Jung und Alt - rnit der plattdeutschen Mahnung:

Iunge, lat dei Appels stahn, Slis packet deck dei Huckup all. Dei Huckup is en starken Wicht, Holt mit dei Steldeijs bos' Gericht.

j(i1desheim. .xu~atd-'J)~nkmal.

12. Zwischen Stadtsuperintendentur und 'Haus Blume' führt unser Weg durch die 'Krumme Rotwurst' auf den Andreasplatz. Hier stand bis 1945 das 'Alte Andreanum', ein riesiger Holzfachwerkbau mit drei Geschossen. Als Schule des Andreasstiftes wurde sie schon 1225 genannt, aber 1337 als Ratsschule entwickelte sie sich zu einen der bedeutendsten Gymnasien Niedersachsens. Dieser Bau wurde 1662 errichtet und das Bauholz wurde in 24 Fudern aus dem Harz angefahren. 1869 wurde der Schulbetrieb in einen Neubau an der Goslarschen Straße verlegt. In diesem Jahrhundert wurde das Gebäude genutzt als Werklehrerbildungsanstalt.

13. Das Portal des 'Alten Andreanums', flankiert von zwei Säulen mit korinthischen Kapitellen und darüberliegenden Architrav mit der Figur des heiligen Andreas, ist dem Gedachtnis des Stichter-Ehepaars dieses Schulbaus gewidmet:

Zu Gottes Ehre und der Iugend zum Besten von H. Peter Timpen u.

Seiner eh. Hausfrau Anna Brandes von Grund auf neu erbauet.

Anno 1662.

14. Das Orgelspiel loekte uns in die Andreaskirehe. Mit Erstaunen sehen wir das große Orgelwerk -die Mellinger-Orgel. Nach seinem Stifter Bürgermeister Dr. med. Johannes Mellinger ist sie benannt worden. Er, der seit 1637 durch alle Schwierigkeiten die Stadt Hildesheim während des Dreißigjährigen Kriegs führte und von der Bürgerschaft als 'Vater des Vaterlandes' gefeiert wurde, hatte durch testamentarische Verfügung diese Orgel gestiftet. Die Fertigstellung erlebte er nicht mehr, denn er starb am 4. Oktober 1656. Orgelbanmeister Hans Heinrich Bader aus Unna war Schöpfer des Orgelwerkes und der Hildesheimer Bildhauer Henning Ossenkopp schuf den Orgelprospekt. Am Spieltisch saßen seit 1898 Carl Schotte, Heinrich Sievers und Dr. Johannes Kobelt. Der Zerstörung der Kirche im März 1945 fiel auch die Orgel zum Opfer.

15. Die Ecke Andreasplatz/Eckemeckerstraße mit seinen beiden reich geschnitzten Fachwerkhäusern ist ein besonders hentiches Beispiel Hildesheimer Bankunst. Die Eheleute Joachim Krone und Angnete Oldehorst ließen 1615 dieses Haus Andreasplatz 19 erbauen, wie die Inschrift mit Wappen ausweist, Das linke Haus Nr. 18 - nur etwas kleiner - ist in dem nebenstehende in den Stilfotmen verwandt. Ein Stück Vergangenheit.

16. Ein Rückblick aus der Eckemeckerstraße auf den alten Andreaskirchturm. Der jetzige 118 m hohe Turm wurde erst 1887 vollendet. Nach fast 400 Jahren wurden die Pläne des Einbecker Baumeisters Kolde wieder aufgeriffen, der Kirche ihrer Bedeutung wegen einen repräsentativen Turm zu geben. Seinerzeit hatte man die angefahrenen Steine für den Turm wegen drohender Kriegsgefahr zum Mauerbau verwandt,

17. Hier im Winkel am 'Schauteufelskreuz", den man 'Kürschner-Hof" nannte, war das Rektorenhaus des Gymnasiums Andreanum. Es wurde um 1660 erbaut und urn 1937 renoviert. Die Fensterbrüstungen waren reich geschnitzt und die Setzbalken zeigten lateinische Spruchbänder, die auf seine ehemaligen gelehrten Bewohner hinwiesen,

18. Auf dern Vorhof der Mädchen-Mittelschule und des Kaiserhauses stand der Dianabrunnen aus der Zeit der Renaissance. Er stand früher im Garten Wollenweberstraße 66 und wurde hier nach gründlicher Restaurierung 1909 aufgestellt. Der Brunnenrand zeigte die Belauschung der Diana im Bad, Hero und Leander und die Rettung Arions durch den Delphin. Bekrönt war der Brunnen von einem auf drei Bogen stehenden Neptun.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek