Hildesheim in alten Ansichten Band 2

Hildesheim in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hans Schlotter
Gemeente
:   Hildesheim
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5139-9
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hildesheim in alten Ansichten Band 2'

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19. Wer Hildesheim besucht, muß sie gesehen haben: die bemalte Holzdecke der Michaeliskirche. Sie ist vermutlich zwischen 1179 und 1203 entstanden. Sie ist 27 m lang und 9 m breit und besteht aus etwa 1 300 einzelnen Brettern. Mit acht großen quadratischen Mittelfeldern vom Sündenfall bis zum thronenden Christus, 32 Rechtseckfelder und 50 äußeren Medaillon-Bildnissen ist die Flachdecke eine der bedeutendsten romanischen Kunstwerke. Die 1943 erfolgte Herausnahme rettete sie vor Zerstörung,

20. Im Seitenarm der östlichen Vierung der Michaeliskirche - der Taufkapelle - steht das bronzene Taufbecken von 1618, das aus der 1857 aufgehobenen Martinikirche (jetzt Roemer-Museum) stammt. Von den vier Symbolfiguren der Paradiesströme getragene Taufbecken hat einen vom heiligen Martin bekronten Deckel mit der auf dem Rand urnlaufenden Widmung der Stifter und deren Wappen. Der Säulenschaft verrät uns durch seine Inschrift, daß der Hiklesheimer Gießermeister Dietrich Mente diese Taufe gegossen hat. Er war der letzte Meister eines niedersächsischen Bronzegießer-Geschlechtes, aus dem acht Meister hervergegangen sind und seit 1455 Taufbecken. Glocken, Epitaphien und Geschütze zwischen Weser und Elbe gegossen haben.

21. Unter dem Westchor der Michaeliskirche befindet sich die Bernwardsgruft. Der kleine dreischiftige Raum strahlt Stille und Feierlichkeit aus. Zwischen vier Säulen steht der steinerne Sarkophag rnit dem dachförmig ausgebildeten Deckel, der mit Engelsköpfen geschmückt ist. Eine urnlaufende lateinische Inschrift lautet im Anfang: ich weiß, daß mein Erlöser lebt. Der heilige Bernward, Hildesheimer Bischef von 993 bis 1022, starb am 22. November 1022. Er war Erzieher der Kaiser Otto Hl. und Heinich H. und prägte in Niedersachsen die romanische Baukunst rnit den niedersächsichen Stützenwechsel (2 Säulen, 1 Pfeiler).

22. Nach dern Verlassen der Bernwardsgruft gehen wir die Klosterstraße bis zum Eingangsportal des ehemaligen Benediktiner-Klosters St. Michael. Das Kloster wurde um 1000 von Bischof Bernward gegründet und wurde 1803 aufgehoben. In seiner 800jährigen Geschichte waren die Banten des Klosters vielen Veränderungen unterworfen. Das rundbogige Portal aus dem Jahre 1733 schmückt im Scheitelpunkt den heiligen Michael, der den gefesselten Teufel zertritt. Nach Aufhebung des Klosters wurde es zur Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt genutzt und nach der Zerstörung 1945 wurde durch Neubauten dem Gymnasium Andreanum eine neue Heimstatt gegeben.

23. Wir kommen nun in die Burgstraße, die direkte Verbindung zwischen St. Michael und der Domburg. Ein herrliches Beispiel aus der Rokokozeit war die Toreinfahrt zum Hause Burgstraße Nr. 25. Ein breiter Mittelflügel und zwei Seitenflügel, reich profiliert, effenes Oberlicht mit Laterne und geschnitzten Bekleidungen waren der besondere Schmuck des Hauses. Besitzer des Hauses war der Kartonagenfabrikant Burroh. Dieses Tor ist seit 1945 ein Stück Vergangenheit Hildesheims.

24. Hier sehen wir das älteste Holzfachwerkhaus Alter Markt 54. Die eingeschnitzte Jahreszahl MCCCCXVn (1418) auf den Ständern verriet die Erbauung. Das ursprünglich dreigeschossige Haus hatte drei Dachböden, deren erster Boden zu Wohnungen mit den vier spitzgiebeligen Ausbauten erweitert wurde. Das zweite überkragende Obergeschoß hatte einfache Knaggen. Für den dort wohnenden Fuhrunternehmer Kolan war die große Toreinfahrt günsrig, konnte er doch mit Pferd und Wagen bequem auf den Hinterhof kommen.

25. Am anderen Ende der Burgstraße Nr. 42 wohnte der Schmiedemeister Hesse. Dieses Haus war der ehemalige 'Marienröder Hof. Hier suchten in unruhigen Zeiten die Zisterzienser Mönche aus dem nahen Marienrode Zuflucht. Treten wir nun in die Diele, so bietet sich eine der schönsten Treppenaulagen der Stadt. Zu beiden Seiten der Diele führen Treppen mit reich ausgcbildeten Gelander in die Räume zum Zwischengeschoß, die nach der Hofseite ansteigend zu einem Zwischenpodest und mit einem Lauf in der Mitte zum Obergeschoß geht. Es war einmall

26. Durch die Bergrnann- und Ritterstraße sind wir vor der Magdalenenkirche angelangt. Sie war einst das Gotteshaus des Nonnenklosters St. Maria Magdalena, Um 1224 erbaut, aber irn Laufe der Jahrhunderte viellachen Veränderungen unterworfen. Sehr reizvoll ist der Aufgang zu dem Renaissanceportal.

27. Ein recht schöner Bliek bietet sich von den Westufer der Innerste auf die Magdalenenkirche mit der barocken Turrnhaube und einem Teil der ehemaligen Klostergebäude.

28. Kurz vor 1900 wurde dieses Haus aus der Zeit der Hochrenaissance, erbaut 1621, abgerissen, um Platz zu rnachen für einen freieren Durchgang von der Dammstraße zur 'Kleinen Venedig'. Bauherren waren die Eheleute Ludolff Kolditze und Elsabe Eickhoff, wie die Inschrift über den Hauseingang mit ihren Wappen zeigt. Letzter Besitzer war der Lohgerber Heinrich Brockmann.

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