Hildesheim in alten Ansichten Band 2

Hildesheim in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hans Schlotter
Gemeente
:   Hildesheim
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5139-9
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hildesheim in alten Ansichten Band 2'

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39. Wuchtig steht irn Südarm der Vierung des Dornes die bronzene Bernwardssäule , auch Christussäule genannt. Sie hat eine Höhe von 380 cm, mißt im Durchmesser 58 cm und ist ein Hohlguß. In Spirale windet sich ein Reliefband mit Szenen aus dem Leben von Christus, von der Taufe irn Jordan bis zum Einzug in Jerusalem, um die Säule. Bischof Bernward hat sich wahrscheinlich beim Besuch in Rom von der Triumphsäulen der Kaiser Trajan und Mark Aurel beeinflussen lassen und ließ sie 1015 für St. Michael (seit 1895 im Dom) in seiner Werkstatt gießen,

Jmdesheim. J)om. Chrisfus·$iiule.

40. Ebenfalls um 1015 ist die zweiflügelige Bernwardstür im Westwerk des Domes aus Bronze gegossen. Die Tür ist 472 cm hoch und 227 cm breit. Die Bildfelder - jeweils acht Darstellungen auf den einzelen Flügeln - sind nach Themen aus dem Alten (links) und dem Neuen Testament (rechts) gewählt.

41. Ein Löwenkopf mit einem Ring im Maul als Türgriff der Bernwardstür ist sehr fein modelliert und eine beachtliche künstlerische Leistung zu Anfang dieses Jahrtausends.

42. Zu den Kostbarkeiten Hildesheimer Gießerkunst gehört das bronzene Taufbecken des Domes, das urn 1225 gegossen wurde. Das Becken ist 170 cm hoch und hat einen Durchmesser von 96 cm. Gewände und Deckel sind rnit reichen figürlichen Reliets geschmückt, die Bezug nebmen auf die biblische Geschichte rnit dem Hauptbild der JordanTaufe.

43. Die künstlerische Leistung wird durch die Betrachtung von Einzelteilen des Beckens sichtbar. Die Trägerfiguren des Taufkessels sind von einrnaliger Schönheit gestaltet, so daß man nicht umhinkann, sie sich genausten anzusehen. Die Figuren symbolisieren die Paradiesströme Geon, Tigris, Euphrat und Physion.

44. Wenn man schon einmal im Hildesheimer Dom ist, soll man keineswegs versäumen die Schatzkammer (jetzt Diözesan-Museum) zu besichtigen. Eine besondere Kostbarbeit ist das sogenannte Große Bernwardskreuz. Das mit Edelsteinen und Bergkristallen geschmückte und mit vergoldeten Kupferblech überzogene Eichenholzkreuz ist in der Zeit zwischen 1130 und 1140 gefertigt worden. Die Kreuzreliquie, die Kaiser Otto lIL seinen hochverehrten Lehrer Bischof Bernward schenkte, gab den Namen für das Kunstwerk.

45. Die Schatzkammer birgt unter anderem drei romanische Scheibenkreuze, die besonders beachtenswert sind. Aus vergoldeten Kupferblech mit einem Filigran-Rankenmuster und Gravierungen, besetzt mit Edelsteinen, Perlen und Kristallen sind diese Kreuze, um 1110-1130 entstanden, eine meisterliche Leistung.

46. Auf den Kleinen Domhof - einst 'Ritter-Friedhof' genannt - steht unter mächtigen Bäumen auf einem Postament die Büste des heimisehen Naturforschers Dr. h.c. Johannes Leunis (1802-1873), Lehrer am Gymnasium Josephinum, eifriger Förderer der Naturwissenschafttichen Abteilung des Roemer-Museums und Verfasser naturwissenschaftlicher Fachliteratur besonders im Hildesheirner Raurn.

47. Wir verlassen den Domhof und gehen durch die von Mauern umschlossene enge 'Stieneken-Pforte'. Nicht von der niederdeutschen Namensferm Christine ist dieser Durchlaß benannt, sondern der ehemalige Ablaß von Unrat in den tieferliegenden Treibebach das stinkende Wasser - war der eigentfiche N amensgeber.

48. Durch den Hückedahl kommen wir zur Kreuzstraße. Auf der linken Straßenseite stand auf einem steinernen Erdgeschoß mit einfachem Zwischengeschoß und überkragendem Obergeschoß der 'Neue Schaden'. Der Setzbalken ist reich geschnitzt und trägt die Jahreszahl 1541. Der 'Neue Schaden' ist das älteste Hildesheimer Wirtshaus und wird in Urkunden schon 1440 erwähnt. Der Rat der Stadt genehmigte 1443 dem Wirt den Ausschank von Einbecker Bier. Der letzte Wirt Brunke war um das Wohl seiner Gäste immer bemüht.

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