Hille in alten Ansichten

Hille in alten Ansichten

Auteur
:   Heinrich Wesemann
Gemeente
:   Hille
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2997-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hille in alten Ansichten'

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69. Das Vereinslokal Kutscheid war der Treffpunkt fÛI den Kriegerverein und auch für die am 2. August 1914 zur Wehrmacht einrückenden Reservisten, die von hier aus dann zum Bahnhof marschierten und dort in den Kreisbahnzug stiegen. Im Vordergrund dieses Bildes liegend beziehungsweise sitzend der Spielmannszug des CVJM. Links am unteren Bildrand der Leiter dieses Zuges, Friedrich Schlinger (mit Schnurbart: Steffens Fritz). In der ersten Reihe der Sitzenden der damalige Hil1er Lehrer Rathke (fünfter von rechts).

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70. Am 1. August 1914 war damals die Mobilmachung angeordnet, der Krieg begann. Der 2. August war der erste Mobilmachungstag. Mit Fahne und dem Spielmarmszug begleitete der Kriegerverein seine an diesem Tag einrückenden Reservisten zum Bahnhof, von wo aus dann die Weiterfahrt mit der Bahn nach Minden erfolgte. Der damalige Kriegervereinsvorsitzende war Bauer Wilhelm Uphoff Nr. 10 (D'minniks). Er wurde der erste der insgesamt 133 gefallenen Hiller im Ersten Weltkrieg.

71. Im Jahre 1920 war er gegründet, der Turnverein 'Sachsenroß' und er hatte sich im Sinne seiner Gründer auch sehr erfolgreich von Anfang an entwiekelt. Man turnte inzwischen nicht nur, man hatte sich auch dem Handball und anderen Spielen zugewandt. 1926 wurde die vom Verein mit betreute Schuljugend dann stolzer Kreismeister im Schlagballspiel und konnte sich hier mit ihrem 'zuständigen' Lehrer Bokemeier nach dem errungenen Sieg präsentieren. Über und unter den vier 'F' des Schülerbanner stand das Wort, dem zu entsprechen damals das ernsthafte Bemühen dieser Jugend war: 'Stähl die Sehnen, deutsche Jugend, wahr im Herzen Ehr und Tugend.'

72. Im Februar 1920 war der Turnverein 'Sachsenroß' gegründet worden, und recht rührig hatten die jungen Männer, die damals diese Gründung vollzogen hatten, nun auch die Vereinsarbeit angefaßt und das nicht ohne Erfolg, Ein Jahr später,.1921, konnte bereits das erste Turnfest gefeiert und konnte auch bereits mit einer Mannschaft am Hermannslauf erfolgreich teilgenommen werden. Die meisten der an diesem Lauf teilnehmenden Gruppe waren noch die Mitbegründer des jungen Vereins, dessen ernsthaften Wollen sie überzeugend demonstrierten. Sicher nicht ohne - übrigens berechtigten - Stolz stellte sich die junge Aktivistengruppe beim Turnfest 1921, dem ersten, das der junge Verein feierte, dem Fotografen.

73. Nicht nur Turnen und Sport wurden im Turnverein 'Sachsenroß' berrieben. Frühzeitig schon widmete man sich auch dem kulturellen Bereich dörflichen Lebens. Dazu gehörte unter anderem, aber wesentlich die Pflege der alten Volkstänze, die hier 'zu Hause' waren. Sie wurden auch bei den alljährlichen Hiller Märkten getanzt, vor allem dann, wenn sehr viele von außerhalb zuviel mit Hiller Mädchen tanzten. Man stach dann der Kapelle einen 'Sonderobulus' zu und die spielte dann vorzugsweise die alten Hiller Tänze, bei denen die Fremden nicht mitkonnten. Dritte von links auf dem Bild ist Marie Horstmann geborene Struck, die sich besonders für die Volkstanzarbeit einsetzte. Sie ist heute das einzige noch lebende Mitglied dieser Gruppe.

74. Mit am Anfang sportlichen Lebens im Dorf stand nach dem Ersten Weltkrieg der um 1920/21 gegründete Fußballklub 'Westfalia', dem allerdings ein dauerndes Bestehen dann nicht beschieden war. Hier setzte sich sehr bald und eindeutig der Handballsport durch, dem sich über das Turnen hinaus der Turnverein 'Sachsenroß' verschrieben hatte und, wie sich zeigen sollte, mit bemerkenswerten Erfolgen. Seine Handballmannschaft schaffte später den Aufstieg in die Oberliga. Der Fußballsport hatte hier dagegen keine bleibende Grundlage gefunden.

75. Dieses Bild ist ein nicht unwesentliches Bild Hiller Ortsgeschehens. Von der Darstellung ist es eine Aufnahme von einem Fußballspiel des um 1920 gegründeten und dann nicht sehr alt gewordene Fußballklubs 'Westfalia'. Leider ist auf dern Bild nicht vermerkt, gegen wen damals gespielt worden ist und wann das geschah. Erfreulich ist aber, daß angegeben worden ist, wo gespielt wurde: auf Hilles früherem noch aus dem vergangene Jahrhundert übernommenen Marktplatz 'bei Spellmanns Haus', wie zum Platz vermerkt worden ist. Der zweimal im Jahre stattfindende Hiller Markt wird heute auf einem Platz veranstaltet. An den damaligen Marktplatz erinnert noch der Name der hier vorbeiführenden Straße: 'Am alten Markt'.

76. Links: im Volksmund kannte - und nannte - man ihn allgemein nur unter seinem Beinamen: 'Dei aule Rolfehrmer'. Über vierzig Jahre, von 1905 bis 1946, war Heinrich Niermeyer ständig der Vorsteher (beziehungsweise Bürgermeister) von Hille, der f1ächenmäßig weitaus größten Gemeinde des Kreises Minden.

Mitte: als er 1942 starb, war er 35 Jahre lang der treue Seelsorger der Kirchengemeinde Hille gewesen und hatte hier überaus segensreich gewirkt, Pfarrer Hermann Schmidt. In den dreieinhalb Jahrzehnten seines Hierseins hatte er der Gemeinde weitgehend das Gepräge seiner starken Persönlichkeit gegeben. Rechts: im Volksmund sprach man von ihm als von 'Kolossal', ein von ihm bei Krankenbesuchen öfter gebrauchtes Wort. Sanitätsrat Dr. med. Bormann erfreute sich weitgehenden Vertrauens über den Bereich seiner Wohngemeinde hinaus. Er war übrigens der erste, der in Hille ein Auto hatte,

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