Hiltrup in alten Ansichten

Hiltrup in alten Ansichten

Auteur
:   Bärbel Reisener
Gemeente
:   Hiltrup
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5304-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Hiltrup in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

'Hiltrup in alten Ansichten' zeigt die Bildfolge einer blühenden Gemeinde, die am 1. Januar 1975 ihre Selbständigkeit verlor und ein Stadtteil von Münster wurde. Der langjährige Einwohner findet Aufnahmen, von denen er sagt: 'Ach ja, so war es.' Jüngere Einwohner erkennen, wie Hiltrup vor mehr als fünfzig Jahren aussah. Sie finden eine Gesellschaft, über die 'Alte Hiltruper' noch viel erzählen. Geschichtlich Interessierte finden auf den Abbildungen Straßen und Gebäude, die inzwischen abgerissen oder verändert wurden. Sie bekommen einen Eindruck von der Ortsentwieklung. Straßenbau, Handel, Mode, Verkehr und kulturelle Einrichtungen werden in ihrer Entwicklung dargestellt und ergeben die Gliederung des Buches.

In vorgeschichtlicher Zeit bauten unsere Vorfahren ihre Hütten auf den eiszeitlichen Sanden des Emmerbachs. Die älteste Urkunde von 890 berichtet von Abgaben der Höfe aus den Bauerschaften Wentrup und Sonnenborn an den Abteihof in Werne. Die Abtei in Werne war eine Güterverwaltung der Benediktinerabtei in EssenWerden. Der Heilige Ludger schenkte ihr um 800 großen Grundbesitz in Westfalen.

Um 1180 wurde in Hiltrup die erste Kirche eingeweiht. Im 13. und 14. Jahrhundert bewohnten Rit-

ter die Adelssitze Westhues, Maser, Herding. Soest, Travelmann und Caldeloe.

Bauern und Handwerker führten ein arbeitsreiches Leben, das oft von Seuchen, Mißernten, Überfällen und Kriegen ereilt wurde.

Die Eröffnung der Bahnlinie 1848 und des Kanals 1899 brachten Hiltrup in eine verkehrsgünstige Lage. Bedeutende Industrieunternehmen siedelten sich in Bahnhofsnähe an. Stein- und Erdverarbeitende Industriezweige nutzten die umfangreichen Sand- und Lehmvorkommen.

Seit 1900 entwickelte sich Hiltrup zu einem Straßendorf entlang der heutigen Marktallee. Der alte Ortskern rund urn Alt-St. Clemens verlor seine wirtschaftliche Bedeutung.

Quellennachweis der Fotos:

Archiv des Heimatvereins 'Heimatfreunde Hiltrup',

Literatur:

Egger/Reisener: Hiltruper Lesebuch, Münster, 1983

Egger/Reisener: Hiltrup in Bildern, gestern und heute, Münster-Hiltrup, 1987

Wentrup, A.: Hiltrup, einst und jetzt, Hiltrup, 1955.

1. Das alte Dorf, 1930. Umgeben von Feldern, Wallhecken , Handwerker- und Bauernhäusern, kleinen Geschäften und Gasthöfen bildete Alt-St. Clemens bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts den Mittelpunkt des alten Dorfes.

2. Alt-St. Clemens, 1890. Das älteste historische Gebäude Hiltrups ist Alt-St. Clemens. Um 1180 wurde die romanische Kirche aus münstersehem Sandstein errichtet. Sie bot etwa fünfzig Personen Platz. Die dieken Mauern der Außenwände und des Turmes gewährten in Kriegs- und Notzeiten Schutz. 1518 wurde der gotische Anbau eingeweiht. Im Turm ist ein kleiner Raum mit einer Doppelarkadenöffnung zum Altar hin eingebaut. Stifter ließen Räume dieser Art für die eigene Familie herrichten. Der umliegende Friedhof gab den Verstorbenen die letzte Ruhestätte.

1890, Alt-St. Clemens, lnnenraum. Das Foto unten zeigt den Innenraum von Alt-St. Clemens. Nach Einweihung der neuen Pfarrkirche wurde seit 1913 der Kirchenraum für Fremdzwecke genutzt: Auf einer eingerichteten Bühne probten Theatergruppen, Schwester Anselma leitete Mädchen und Frauen zu handarbeitlichen Techniken an, auch Sportübungsstunden fanden hier statt. In dieser Zeit wurden wertvolle sakrale Gegenstände zerstört: Heiligenfiguren, barocke Altaraufsätze und der romanische Taufbrunnen. Erste Renovierungsarbeiten waren 1963 beendet; seitdem finden regelmäßig wieder Gottesdienste statt. Zeugen der Vergangenheit sind die Würfelkapitelle und Eeksporen aus dem 12. Jahrhundert an den Säulen, das Sakrarnentshäuschen von 1518, ein Altaraufsatz von 1732 und die Holzfigur des Guten Hirten aus dem 18. Jahrhundert.

3. Erstkommunion, 1912. Vor dem Südportal von Alt-St. Clemens versammelten sich die Kommunionkinder mit ihren Lehrerinnen Emilie und Ferdinande Neisemeyer zum Gruppenfoto. Die Jungen trugen dunkelblaue Anzüge mit Kniebundhosen, eine Schiffermütze und hohe Lederschuhe; die Mädchen weiße Kleider und Kränze, dazu schwarze Schuhe und Strümpfe. Die meisten Kinder bekamen ihre ersten Lederschuhe zur Kommunion. Sie wurden oft zwei Nummern zu groß gekauft, damit sie lange paßten.

4. Schmiede Lange, 1930. Zwischen der Werkstatt des Kiepenkerls Borgmann und des Holzschuhmachers Israel lag die Schmiede Lange. Schmied Lange beschlug unter anderem auch die Pferde des Kölner Hauses 4711, eingeritten vorn Reitstall Blume. Die Rennbahn lag an der nördlichen Ortsgrenze bei Vennemann. Schmied Lange verlegte seinen Betrieb vor dem Zweiten Weltkrieg an die Kreuzung Hammer Straße/Amelsbürener Straße. Im Krieg wurde das Unternehmen geschlossen, von 1940 bis 1981 führte die Familie Steinhoffhier einen Reinigungsbetrieb.

5. Erster Selbstbinder bei Lütke Wentrup, 1913. Als erster Hiltruper Landwirt erntete Anton Lütke Wentrup das Getreide mit dem Selbstbinder. Pferde zogen die neue industrielle Errungenschaft. Familienmitglieder, Knechte und Mägde stellten die Garben zu Richten zusammen.

Einholen des letzten Fuders, 1930. Ende August fuhr Bauer Eckervogt das letzte Fuder, den 'Stoppelhahn' ein. Mit seinen Kindern und Helfern sitzt Hermann Eckervogt (Bild unten) auf dem 'Wiesebaum '. Der Erntekranz schmückt den Wagen. Mutter Eckervogt hat eine Flasche Korn kaltgestellt und wartet vor der Haustür. Nach dem Abladen des Fuders schenkt sie 'nen Kloaren ut de Pulle' ein.

6. Alter Pfarrhof, 1936. Bis 1913 erreichte der Pfarrer seine Kirche über einen schmalen Gartenpfad. Zum Pfarrhof gehörte selbstverständlich auch eine kleine Landwirtschaft. Nach dem Bau der neuen Pfarrkirche und des neuen Pastorates errichteten Hiltruper Missionsschwestern im alten Pfarrhof eine Station für ambulante Krankenpflege. Seit 1919 nutzten die Schwestern das Gebäude als Marienhospital mit 19 Pflegeplätzen. 1927 baute Schwester Anselma hier auch eine Nähschule auf; im gleichen Jahr wurden alte Menschen in Dauerpflege aufgenommen. Wegen des fehlenden Luftschutzkellers verlegte man 1941 das Krankenhaus in das Mutterhaus der Missionsschwestern. Der alte Pfarrhofwurde Altenheim.

7. Kûsterei und erste Volksschule, 1913. In der Küsterei von Alt-St. Clemens wurden seit 1733 Hiltruper Kinder zunächst vorn Küster, später von einern Lehrer unterrichtet. Nach dem Bau weiterer Schulgebäude um 1900 diente dieses Haus bis 1913 als Koch- und Nähschule, in der junge Mädchen hausfrauliche Fähigkeiten erwarben. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört.

8. Kochschule, 1924. Vor dem ersten Hiltruper Schulgebäude sitzen die Schülerinnen mit ihren Kochutensilien und ihrer Lehrerin Alma Neisemeyer, der Gründerin dieser Einrichtung. Später fanden hier auch Gemeinderatssitzungen start.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek