Hiltrup in alten Ansichten

Hiltrup in alten Ansichten

Auteur
:   Bärbel Reisener
Gemeente
:   Hiltrup
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5304-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hiltrup in alten Ansichten'

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9. Clemensschule, ]905. Ende des 19. Jahrhunderts setzte in Hiltrup die Industrialisierung ein. Mit wachsender Bevölkerung entstand der Bedarf für weiteren Schulraum. 1903 errichtete die Gemeinde an der Clemensstraße (heute Patronatsstraße) die Clemensschule. Jungen und Mädchen besuchten diese Schule bis zum fünften Schuljahr, anschließend lernten bis zum achten Schuljahr nur noch die Jungen in diesem Gebäude. Zwischen den Weltkriegen wurde in den Dachräumen BerufsschuJunterricht erteilt.

Mädchenschule, ]930. Seit 1904 lernten die Mädchen vom sechsten bis zum achten Schuljahr in der Mädchenschule gegenüber dem alten Pfarrhof. Mit ihren Lehrerinnen pflanzten sie jährlich am 1. Mai auf dem Schul- oder Kirchhof eine Linde. Zwei oder drei Jahrgänge teilten sich oft einen Klassenraum. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in diesem Gebäude evangelische Schüler unterrichtet. Von 1951 bis zu seinem Abriß 1983 diente das Schulgebäude als DRKHeim.

10. Lehrerkollegium, 1910. Hintere Reihe, von links nach rechts: Lehrer Himmelmann, Lehrer Köster und Lehrer Bröcker. Vordere Reihe , von links nach rechts: Lehrerin Alma Neisemeyer, Rektorin Ferdinande Neisemeyer, Rektor Wesseling und Lehrerin Agnes Große- Wentrup.

11. Hammer Straße, 1935. 1928 wurde die Hammer Chaussee basaltgepflastert. Auf dem alten Handelsweg durchquerten Reisende Hiltrup. Der Kutscher wechselte die Pferde bei Stähler (letztes Haus hinter den Bäurnen, heute Gaststätte 'Zum Ollen Duorp'). Bei Stähler trugen die Bauern alljährlich nach dem ersten Schneefall ein Pferderennen aus. Mit einiger Nachhilfe errang Gastwirt Stähler meistens den Sieg. Er lud alle Teilnehmer zum fröhlichen Umtrunk ein. Die Kinder freuten sich über einige Groschen, für die sie bei Mühlenberg am Kirchplatz Bonbons kauften. Mühlenbergs verkauften Süßigkeiten, Kurz- und Schreibwaren.

12. Missionshaus der Patres vom Heiligsten Herzen Jesu, 1905. 1897 weihte Pater Hubert Linckens als Gründer des Ordens der Hiltruper Missionare vom Heiligsten Herzen Jesu das Kloster ein. Die Ordensmitglieder arbeiteten in Europa, Mittel- und Südarnerika, Afrika und auf den Südseeinseln. In der Zeit des Nationalsozialismus mußten die Patres ihr Gebäude räumen; es wurde vom Arbeitsdienst der 'Organisation Tod!' belegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten Ausländer, überwiegend Polen und Belgier. das Kloster. Nur zwei Patres durften zur Aufrechterhaltung der Landwirtschaft bleiben. 1973 verkauften die Patres das Gebäude an das Land NRW, heute sind dort Studentenwohnungen. Die Patres bezogen 1976 ein neues Gebäude im Klosterwald.

Hiltrup i. W.

HammerstraBe mit Schwesternkloster

13. Schwesternkloster, 1912. 1899 bezogen die Schwestern vorn Heiligsten Herzen Jesu das Mutterhaus. Auch die Schwestern übernahmen Missionsaufgaben in vielen Ländern der Erde. Um einer Ausweisung aus ihrem Gebäude während des Naziregimes zu entgehen, wurde 1941 wegen eines fehlenden Luftschutzkellers das Krankenhaus vom Alten Pfarrhof in das Mutterhaus verlegt. Das Foto zeigt die Hammer Straße als Schotterstraße, alleeartig von Linden bewachsen. Neben der Straße verliefen ein Sommerweg und beidseitig tiefe Gräben zur Aufnahme der Abwässer.

14. Gaststätte Ackermann, 1899. Die Postkarte zeigt das Dorf Hiltrup, das Missionshaus der Patres und die Wirtschaft Ackermann, später 'Altes Gasthaus Heithorn', an der alten Kirche.

15. Schenkwinschaft Anton Heithorn, 1936. Anton und Alwine Heithorn übernahmen 1904 die Gastwirtschaft Ackermann. Von der Kirchhofseite her betrat man zunächst ein kleines Kolonialwarengeschäft, einer der ältesten 'Tante-Emma-Läden' Hiltrups. Während die Frauen nach der Messe ihre Einkäufe erledigten, tranken die Männer ein Bier und ein Schnäpschen. Für die Frauen gab es oft eine Tasse Kaffee und einen Zwieback gratis. Neben der Gastwirtschaft wurde 1926 die erste Aral- Tankstelle eröffnet.

16. Gartenwirtschaft und Kegelbahn Heithom, 1922. Sonntagsmorgens trafen sich die Poahlbürger zum Kegeln auf der Kegelbahn. Im kleinen vorgebauten Saal wurden manches Familienfest und die jährliche Weihnachtsfeier des Männergesangvereins von,1848 ausgerichtet. Im Sommer trafen sich die Hiltruper sonntagsnachmittags bei Bier, Rosinenbrot und Kaffee im Biergarten. Auf dem Foto oben, von links nach rechts: Anton Heithorn sen. mit Fotografenbegleitung; Maria Kneilmann mit Heinrich und Wilhelm Heithorn; Elisabeth Heithorn mit den Enkelkindern Elisabeth, Alwine und Hans.

Unten: Innenraum der Gaststätte Heithorn, 1946. In den gemütlichen Gasträumen fanden viele Vereinsversammlungen statt. Der Kamin wurde 1984 mit Kacheln aus der Küche des Klosters der Hiltruper Missionare gestaltet.

17. Am Ehrenmal1930. Ihrem Gasthaus gegenüber besaß Familie Heithom ein Getreidefeld. Auf dem Foto ernten Franz Kneilmann mit der Sense und Tönne Heithom mit der Harke das Korn. An dieser Stelle errichtete die Gemeinde 1949 das Ehrenmal für die Gefallenen der letzten Kriege.

18. Gastwinschaft Scheller, i917. Neben dem Gasthaus Heithorn führte Heinrich Scheller die Wirtschaft 'Zum Nordpol', Zum Hause gehörten eine vorzügliche Bäckerei und eine Lebensmittelhandlung. Während Heinrich Scheller überwiegend in der Bäckerei tätig war, bemühte sich seine Frau um das Wohl der Gäste. Münsteraner erreichten das Lokal mit dem Rad über holpriges Basaltsteinpflaster. Im Falle einer Reifenpanne beruhigte ein weithin sichtbares Schild: 'Luftpumpe im Hause.' Schon 1877 beantragte Theodor Scheller die Einrichtung eines Fremdenzimmers, 'weil im Dorf keine weitere Herberge war' .

lnnenraum der Gastwirtschaft Scheller, 1935. Bei Scheller am Tresen trafen sich die Mitglieder des Bärenclubs in regelmäßigen Abständen. Sie heekten viele lustige Streiche aus. 'Einmal,' so erzählen sich noch alte Hiltruper, 'harten die Bären einem ihrer Mitglieder ärgerlichen Schaden zugefügt. Sie entwendeten vom "frisch geschlachteten Schwein an der Leiter" die Filets und Eisbeine.' Doch der Bestohlene wurde am nächsten Tag zum Abendessen eingeladen, das in ausgelassener Fröhlichkeit endete.

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