Hiltrup in alten Ansichten

Hiltrup in alten Ansichten

Auteur
:   Bärbel Reisener
Gemeente
:   Hiltrup
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5304-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Hiltrup in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

29. Evangelische Kirche, 1940. Die evangelische Kirchengemeinde zählte um die Jahrhundertwende nur wenige Mitglieder. Professor Nübel erteilte in seinem Haus an der Klosterstraße (heute 'Am Klosterwaid') Religionsunterricht und stellte einen Raum für Gottesdienste zur Verfügung. 1932 wurde die erste evangelische Kirche an der Münsterstraße (heute Hohe Geest) gebaut. Nach der Einweihung der Christuskirche wurde sie 1975 abgerissen.

HILTRUP

Bahnhof

30. Am Bahnhof, 1919. Hiltrup liegt an der Eisenbahnstrecke Münster-Hamm. Die erste Haltestelle 'Dicke Weib' wurde 1848 in der Hohen Ward eröffnet. 1868 wurde der Bahnhof näher zum Dorf verlegt und hieß nun 'Station Hiltrup'. Die Lage des Bahnhofs und die sich dort ansiedelnde Industrie, weitab vom 'Alten Dorf', hat das Siedlungsbild der Gemeinde vom dörflichen zum rnittelstädtischen Charakter verändert.

Wil helm Soetkamp, Hiltrup i. w.

---'- ..

: .?.... - -.-

31. Schenkwinschaft Wilhelm Soetkamp, 1920. Dem Bahnhof gegenüber lag die Wirtschaft Soetkamp, die nicht nur als Wartestelle, sondern auch als Ausflugsziel gern besucht wurde. Im Bahnhofsgebäude führte Mutti Hülsmann die Bahnhofsgaststätte. Besonders beliebt war das Aschermittwochsgericht 'Graue Erbsen mit Hering", das die Gastwirtin für 20 Pfennig servierte.

32. Max Winkelmann, 1930. 'Ich wählte Hiltrup, weil das Gelände am Kanal und an Bahngleisen lag,' begründete Max Winkelmann 1903 die Standortwahl für den Aufbau des Glasuritwerkes. Er wählte eine ländliche Gegend, weil er solide Arbeiter aus bäuerlicher Umgebung suchte. 'Jeder Glasuriter sall auk sunndags 'n Hohn in 'n Pott häbbcn ,' meinte er. 1904 begann die Produktion und erbrachte hohe Gewinne. In dieser 'guten alten Zeit' arbeiteten Werksangehörige von 8.30 Uhr bis 20 Uhr, unterbrochen von zwei Stunden Tischzeit. Es wurden wenigstens 57 Stunden in der Woche gearbeitet , der Stundenlohn betrug 26 Pfennig. Noch heute gilt der bunte Papagei als Firmenzeichen. Mit seiner Familie bewohnte Max Winkelmann eine Villa im Park am 'Roten Berge'. Bescheiden und anspruchslos für sich selbst, bemühte er sich sehr um das Wohl seiner Mitarbeiter. Niemand, der ihn im Winter in Holzschuhen durch den Schnee stapfen sah, vermutete in ihm den Unternehmer einer weltweit bekarmten Lackfabrik.

33. Beisetzung von Max Winke/mann, 1935. Unter großer Anteilnahrne der Bevölkerung wurde Max Winkelrnann 1935 in der Familiengruft auf dem alten Friedhof beigeserzt. In Anerkennung seiner Verdienste für die Entwicklung Hiltrups stellte die Gemeinde zum 50jährigen Bestehen des Glasuritwerkes einen Gedenkstem am Ehrenmal auf.

34. Lackprüfarbeiten im Glasuritwerk, 1936. Auf dem Foto arbeitet Heinrich Dassenbroek (vorne) mit zwei Mitarbeitern.

35. Terrazzofabrik P.M. Dalhoff, 1905. Infolge der verkehrsgünstigen Lage gründete F.M. Dalhoff 1905 gegenüber dem Bahnhof eine Kunststein-, Mosaik- und Terrazzofabrik. Sie bestand bis 1920. Während des Ersten Weltkriegs befand sich auf dem Gelände ein Munitionsdepot. Nach der Schließung des Unternehmens errichtete die Firma Fischer das Hiltruper Röhrenwerk, das später von der Firma Hoesch aus Dortmund übernommen wurde. Heute befindet sich dort die Isolations- und Dämmstoffabrik Rockwool.

36. Mühle und Sagewerk Wentrup, 1938. 1886 gründete Josef Wentrup zwischen Bahnhof und Kanal eine Getreidemühle, die er ein Jahr später um ein Sägewerk erweiterte. Die Mühle galt als Hiltruper Nachrichtenbörse. 'Dat hept se anne Müell vertellt.' war die Bestätigung bei der Verbreitung von Neuigkeiten, die sich die Wartenden vor der Mühle erzählten. Die Erfindung der Dampfmaschine leitete das Maschinenzeitalter ein. Auch in Hiltrup hielt dieser technische Fortschritt seinen Einzug. Josef Wentrup setzte die Lokomobile zum Antrieb der Kreissäge und des Mahlwerkes ein. 1890 übernahm eine stationare Dampfmaschine diese Aufgabe.

HILTRUP

BahnhofstraBe

37. Bahnhofstraße, 1915. Durch die Ansiedlung mehrerer Industriebetriebe und den Bau der neuen Clemenskirche entwickelte sich die Bahnhofstraße (heute Marktallee ) zunehmend zum Zentrum der Gemeinde. Entlang der von Ulmen und Linden begrenzten kopfsteingepflasterten Straße führte beidseitig ein Sornmergraben, der im Winter, Frühling und Herbst überschüssige Wasserbestände sammelte und im Sommer zum Kinderspielplatz wurde. Entlang der Straße reihten sich prächtige Jugendstilhäuser neben die einfachen Häuser der Werksangehörigen. Pferde ritten auf dem einseitig geführten Sommerweg.

38. Frisörgeschäft Konig, 1930. Im Salon König neben Elfering am Bahnhof erlernte Willi Schmelter sein Handwerk. Als Frisörmeister gründete er 1946 einen eigenen Betrieb an der Bahnhofstraße im Haus des Schusters Wildemann (heute Deutsche Bank). Auf dem Foto steht der Lehrjunge Willi Schmelter neben seinem Lehrmeister Willi König.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek