Hüls in alten Ansichten

Hüls in alten Ansichten

Auteur
:   Paul Wietzorek
Gemeente
:   Hüls
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5672-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hüls in alten Ansichten'

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49. Die Herren von Gastendonk in Mittelorbroich sind seit 1274 bezeugt. Das heutige Herrenhaus wurde im 18. Jahrhundert durch den Kölner Stiftsherrn an St. Gereon, Ferdinand Eugen von Siersdorf erbaut. Die Gräben zwischen Burg und Vorburg wurden zugeschüttet. Im 19. Jahrhundert legte man unter Leitung von Maximilian von der Weyhe einen prachtvollen Landschaftsgarten an, der leider nicht erhalten ist. Als Architekt des Herrenhauses ist mit großer Wahrscheinlichkeit Martin Leydel anzusehen, der 1778 das alte Krefelder Rathaus am Schwanenmarkt erbaute. (Bild um 1897.)

50. Als Besitzer des seit dem 15. Jahrhundert bezeugten Stengshofes in Mittelorbroich 100 posiert die Familie Parlings. (Bild um 1900.)

51. In der Bauernschaft Velthusen, Alte Kempener Landstraße 72, steht dieses Wohnstallhaus aus dem 18. Jahrhundert, aufgeführt in Ständerbaukonstruktion. Im 17. Jahrhundert erscheint das Gut als Büschkeshof, heute ist es als Krußhof bekannt. Die Besitzer hatten einst Abgaben zu entrichten an die Abtei Gladbach, die Kirche von St. Tönis, das Kloster Meer und an die kurfürstliche Kellnerei zu Kempen. (Bild um 1930.)

52. Die Karte weckt Erinnerungen an eine unselige Vergangenheit. In diesem Fall geht es um den Reichsarbeitsdienst (RAD). Eine Ortsgruppe der NSDAP hatte es in Hüls seit dem 1. Januar 1931 gegeben; sie wurde geführt von Emil Hafels, später von Johannes Kaspers und Robert Frantzen. Die Karte von 1933 zeigt oben links den ersten Stützpunkt des RAD an der Krefelder Straße 150, die ehemalige Weberei Schopen & ter Meer, heute Firma Dr. Kurt Müller. Das Lager wurde 1932 von der Hülser Ortsgruppe eingerichtet. 1934 wurde das Lager in die Nähe des Bahnhofs verlegt. Der freiwillige Arbeitsdienst wurde 1931 per Notverordnung ins Leben gerufen. Er geht zurück auf Bestrebungen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs.

53. Zu sehen auf diesem Bild von 1936 ist unten links das Hülser Freibad, 1934135 durch den RAD gebaut und 1936 eingeweiht. Die Anlage war ein Musterprojekt des RAD, diente also als Vorbild für eine Reihe weiterer Freibäder in anderen Orten.

54. Eine humorvoll-phantasiereiche Ansicht von Hülser Berg und Hülser Bruch im Jahre 2000 bietet diese Karte (Johannes Umsorg, Crefeld 1906), die tatsächliche Gegebenheiten und erschreckende Visionen miteinander verbindet. Der Aussichtsturm lag wirklich 8 500 cm hoch, auch die Eisenbahn gab es bereits, ebenso die Töpferei. Freie Erfindungen aber waren die Kabinenbahn Berlin-Krefeld, die Autounfallstation und Autorennbahn, die Sternwarte, die Goldgrube, die Ballonverbindung Krefeld-New York, das Kurhotel und der Tunnel.

55. Der Aussichtsturm auf dem Hülser Berg, nach seinem Erbauer Johannes Junkers 'Johannesturm' genannt, wurde 1887 eröffnet. Das Junkersdenkmal ist ebenfalls abgebildet. Eine anfangs bescheidene Restauration entstand zu Füßen des Turmes, geführt von Peter Jösch. Der Krefelder Apotheker Hermann Dietz errichtete 1901 das Holzhaus am Rennstieg, die Villa Waldheim. Die Stadt Krefeld übernahm später die Villa als Schwesternerholungsheim. Sie mußte in den siebziger Jahren wegen Baufälligkeit abgetragen werden. (Bild 1901.)

}urhaus

56. Der Krefelder Seidenhändler Johannes Junkers hatte 1883 den Krefelder Wanderklub gegründet. Beliebtes Wanderziel war der Hülser Berg, auf dem Junkers den 25 Meter hohen Aussichtsturm errichten ließ, der am 26. Mai 1887 eingeweiht wurde. Die 1888 eingerichtete Erfrischungshalle wurde 1905 durch die Bergschenke ersetzt, die an Peter Jösch verpachtet wurde. Späterer Inhaber war Johann Zurbrüggen. 1945 wurde der Turm von amerikanischer Artillerie beschossen. 1960 mußte er niedergelegt werden. Seit dem 28. Mai 1973 erhebt sich ein neuer, 39 Meter hoher Aussichtsturm auf dem Hülser Berg (Bild 1928.)

57. Das Kurhaus Bergschenke wurde 1905 von der Stadt Krefeld erbaut und entwickelte sich rasch zu einem beliebten Ausflugslokal. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Haus von der deutschen Wehrmacht genutzt, dann von amerikanischen Besatzungstruppen. Anschließend diente es als städtisches Kinderheim und von 1949 bis 1959 als Bauernhochschule. Seitdem erfüllt es wieder seine eigentliche Bestimmung. (Bild 1928.)

58. Die Räumlichkeiten der Bergschenke wurden im Stil der Zeit mit Deckenmalereien und Wandfriesen ausgestaltet. Als Schöpfer dieser Jugendstilmalerei wird Johan Thom Prikker genannt, der von 1904 bis 1910 an der neugegründeten Kunstgewerbeschule in Krefeld lehrte. (Bild 1906.)

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