Hünfeld in alten Ansichten

Hünfeld in alten Ansichten

Auteur
:   Otto Helmer und Matthias Drinnenberg
Gemeente
:   Hünfeld
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2092-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Hünfeld in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

19. Die Frankfurt-Leipziger-Straße lag inmitten des Brandgeschehens. Links im Hintergrund sehen wir die unzerstörte evangelische Kirche. Ein Augenzeuge: Das Feuer hatte gegen Mittag mehrere Straßen erfaßt und wûtete mit ungeheurer Heftigkeit, so daß es schien, als könne ihm gar kein Einhalt gebeten werden. Häuser, die etwas abseits standen, hielten sicn bis 4 Uhr nachmittags, wie zum Beispiel ein Hotel am Westhang der Stadt. (Vermutlich der 'Goldene Adler' und die Apotheke.) Dann fingen sie beide Feuer von der ungeheuren Hitze, die die in ihrer Nähe brennenden Häuser ausströmten. Es war schaurig schon, als die Apotheke mit den vielen Medizinbehältem in den vielfarbigen kleinen Flammen, inmitten des gewaltigen Feuers, brannte.

20. Wenige Meter nördlich vorn heutigen Amtsgericht, am Beginn des Niedertors, konnte dem Brand Einhalt geboten werden. Die Aufnahme zeigt diesen Bereich des Brandes; links der bizarre Rest eines Hauses. Nur die Schornsteine waren massiv gemauert, während die dem Brand zum Opfer gefallenen Häuser lediglich aus Fachwerk bestanden, in deren Gefachen Lehrn verwendet wurde. Mit als Uhrsache für die verheerenden Folgen des Brandes wird diese Bauweise angesehen, Brandrnauern, wie wir sie heute allgemein kennen, gab es zum Zeitpunkt des großen Brandes in der Regel noch nicht.

21. Dem Brand fielen von den 16 in der Stadt befindlichen Gasthäusern 12 zum Opfer. Unsere Aufnahme zeigt die Ruine des Gasthofes 'Zum grünen Baum' am Anger. Dieses Gebäude wurde an gleicher Stelle wieder aufgebaut. Der ehemals 'Angel' genannte Anger konnte trotz seiner Größe das Übergreifen des Feuers nicht verhindern. An der evangelischen Kirche kam dann der Brand zum Stillstand. Allerdings fielen noch hinter dem Gasthaus 'Zum grünen Baum' die Brauereigebäude der Brandkatastrophe zum Opfer. Noch heute wird die Frage diskutiert, ob für die Ursache des Brandes Brandstiftung angenommen werden muß oder ob der unsachgemäße Umgang mit einer Kerze oder einer Lampe den Brand entfachte.

22. Das Rathaus war eines der öffentlichen Gebäude, welche zum grofsen Teil auch dem Brand zum Opfer fielen. Die Aufnahme zeigt das Ratszimmer, arg durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen. Später, als der Wiederaufbau begarm und umfangreiche Planungen zur Neugestaltung der Stadt angestellt wurden, sah man davon ab, das alte Rathaus seinem ursprünglichen Zweck wieder zuzuführen. Es diente danach anderen Zwecken, so als Schulgebäude und teilweise auch noch als Nebenstelle der Verwaltung.

23. Sofort nach Löschen des großen Brandes 1888 begarmen die Aufräumungsarbeiten in der Stadt. Die Not der Hünfelder Bevölkerung erregte landesweit Anteilnahme und löste Hilfsaktionen in allen Teilen des Reiches und in Übersee aus. In Hünfeld selbst bildete sich ein Hilfskomitee unter Vorsitz des Amtsrichters, welches eingehende Spenden registrierte und verteilte. Innerhalb von vier Wochen gingen ungefähr 150 000 Reichsmark ein, bei Ende der Aktion waren es etwa 190 000 Reichsmark. Mit dieser für die damalige Zeit sehr hohen Summe konnte die dringendste Not gelindert werden. Bereits vor der großen Brandkatastrophe 1888 wurde die Stadt durch eine beträchtliche Feuersbrunst am Niedertor im Jahre 1886 betroffen. Unser Foto zeigt die Brandstätte. Links im Bild das Bürgerhospital, daneben der 'Frankfurter Hof' am Goldrain, in der. Bildmitte der Turm der evangelischen Kirche.

24. Durch die Hauptstraße bewegte sich vor dem großen Brand von 1888 der gesamte Verkehr durch die Stadt Hünfeld. Die Häuserfassaden zeigen noch weitgenend Fachwerk, welches dem Brand im gesamten Bereich der Stadt zum Opfer fiel. Der ländliche Charakter der Hauptstraße ist deutlich erkennbar.

25. Von der St-Jakobus-Kirche aus gesehen zeigt die Aufnahme die Hauptstraße nach dem Brand (1888). Anstelle der Fachwerkhäuser entstanden massive Bürgerhäuser, meist mit Ladengeschäften oder Handwerksbetrieben in den Erdgeschossen. Zur Linken das Gasthaus 'Zum schwarzen Adler', heute Gasthaus 'Zum Löwen' genannt. Deutlich erkermbar die Laden- und Handwerkshinweisschilder mit schmiedeeisernen Halterungen. Nach dem großen Brand wurden im Stadtbereich, vor allem im Bereich der Hauptstraße, großzügige Strafsen- und Baufluchtlinien festgelegt. Im Gegensatz zur Aufnahme der Hauptstraße vor dem Brand erkennt man deutlich die großzügige Verbreiterung der Straße.

26. Die Töpferstraße, im Volksmund 'Dippegaß ' genannt, blieb auf der Südseite von der großen Brandkatastrophe 1888 verschont; so ist noch ein Stück Alt-Hünfeld erhalten geblieben, wie es sich auf dem Foto darstellt. Inzwischen haben auch hier gravierende bauliche Veränderungen stattgefunden, so daß der ursprüngliche Charakter heute nicht mehr vorhanden ist. Im Vordergrund des Bildes das Tapeten-Farben-Haus Josef Bräuning, das einem modemen Zweckbau gewichen ist.

27. Die Aufnahme zeigt im Vordergrund Angehörige der Familie Drinnenberg (links Otto Drinnenberg, rechts Hans Drinnenberg) vor dem Hintergrund des noch unbebauten Abtsgrunds. Links im Hintergrund das Anwesen des Landwirts Müller, auf der rechten Seite das Haus der Brüder Sauer in der heutigen Josefstraße, Ecke Neustädter Straße.

HJnfeld - Niederlor

28. In die Straße am Niedertor mündeten die Hauptverkehrswege aus Hersfeld und Geisa. Direkt an der Straße das ehemalige Siechenhaus, heute das Bürgerhospital St-Elisabeth-Krankenhaus (Bildmitte mit Dachreiter). Das Bürgerhospital stellt sich auf der Aufnahme nach dem erfolgten Umbau von Baurat Hofmann dar. Auf Antrag der Bevölkerung des Niedertors wurde eine Glocke in einem Dachreiter untergebracht und eine Kapelle als Ersatz für die abgebrochene Stiftskirche eingebaut. Im Hintergrund das Gasthaus 'Frankfurter Hof'. Die städtebauliche Gesamtsituation hat sich im Zuge der Erweiterung des St.-Elisabeth-Krankenhauses und des Ausbaus am Goldrain grundlegend geändert. Von der auf dem Bild befindlichen Gebäudesubstanz ist heute nichts mehr vorhanden.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek