Hünfeld in alten Ansichten

Hünfeld in alten Ansichten

Auteur
:   Otto Helmer und Matthias Drinnenberg
Gemeente
:   Hünfeld
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2092-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hünfeld in alten Ansichten'

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49. Im Jahre 1901 wurde die bischöfliche Lateinschule in Hünfeld eröffnet. Zu Beginn hatte die Schule SO Schüler in zwei Klassen. Auf unserem Foto sind Eleven der Lateinschule mit ihrem langjährigen Rektor Wigbert Sondergeld abgebildet. Die Schule verfolgte ein humanistisches Bildungsziel und führte bis zur Obertertia (Klasse 9). Im Jahre 1942 wurde der letzte Jahrgang der 'Lateinschule" entlassen. Im Anschluß daran wurde eine städtische Mittelschule mit Hauptschule eingerichtet. Noch heute kursieren in der Stadt vielfältige Geschichten über die Lateinschule und insbesondere ihren langjährigen Rektor Sondergeld. Kurzfristig wurde nach dem Zweiten Weltkrieg die städtische Lateinschule noch einmal eröffnet. Nach Neueröffnung des Progymnasiums (1946) wurde diese Schule hierin eingegliedert.

50. Im Oktober 1898 erhielt die Lehrerin Fräulein Anna Dillmann die Erlaubnis, eine private Mädchenschule in Hünfeld zu leiten. Die Schule wurde anfangs von fünf Mädchen aus drei Hünfelder Familien besucht (Apotheker Cornitti, Landesrentmeister Darnieder und DI. med. Zahn). Unsere Aufnahme aus dem Jahre 1926 zeigt Fräulein Sofie Ruppel und Fräulein Anna Volkemer (links), die beide Lehrerinnen an der Schule waren. Fräulein Volkemer übernahm im Oktober 1903 die Leitung der Schule. Im April 1924 wurde die höhere Töchterschule mit der städtischen Lateinschule unter einheitlicher Leitung und gemeinsamem Lehrerkollegium zusammengeschlossen. Allerdings blieb die unterrichtliche Trennung in zwei verschiedenen Schulgebäuden bestehen.

Hünleld - K:~èH·G(nesung!-r.nslall mil ka'h, Kirdle

51. Im Jahre 1885 gründete die Kongregation der Barmherzigen Schwestern zum Heiligen Vincenz eine Kinderbewahranstalt mit ambulanter Krankenpflegestation. Die Aufnahme zeigt das St-Josefs-Heim, welches in den Jahren 1901/02 vor dem Großenbacher Tor nach den Plänen des Regierungsbaumeisters Minken und des Architekten Adam, dessen Handschrift noch an vielen Gebäuden Hünfelds und Fuldas zu finden ist, gebaut wurde. Nach Errichtung der bischöflichen Lateinschule im Jahre 1902 erhielt das St.-Josefs-Haus noch eine weitere Aufgabe als Knabenkonvikt. Die Zahl der Kinder betrug fast ständig über 100. Im Jahre 1928 betreuten hier 14 Schwestern, 34 Lateinschüler und 89 Walsenkommunikantenkinder, sowie 63 Kinder im Kinderhort. Es verfügte über 229 Betten.

52. Neben der Aufgabe als Kommunikantenanstalt, Weisenhaus und Knabenkonvikt diente das St-Josefs-Heim im Laufe vieler Jahrzehnte als Kindergarten in der Stadt Hünfeld. Die Betreuung lag in den Händen der barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vincenz. Die auf dem Foto abgebildete Schwester betreute über viele Jahrzehnte mehrere Generationen Hünfelder Kinder. Im Jahre 1928, aus der die Aufnahme datiert, waren 63 Kinder im Kinderhort des St-Josefs-Hauses in Betreuung.

53. Das Gründungsjahr 1919 beging der Hünfelder Sportverein mit einem Festzug, ein bedeurendes Ereignis zur Wiederbegründung eines heimisehen Sportvereins. Im Festzug sehen wir die damals aktiven Spieler: Hugo Ebert, Wilhelm Pappert, Karl Dietz, Franz Zentgraf, Hermann Knoth, Adalbert Herbst, Eberhard Jansen, Karl Jüngst und Franz Koch.

54. Im Jahre 1919 wurde in Hünfeld eine Neugründung des Sportvereins vorgenommen. Vorläufer des 'Hünfelder Sportvereins' war der ehemalige Verein 'Fortuna', der im Jahre 1909 gegründet worden war. Unser Foto zeigt das erste Spiel des 'HSV' gegen 'Adler' Neukirchen (heutiger 'Fe 09 Neukirchen'). Das Spiel ging für die Hünfelder mit 1-3 Toren verloren. Es wurde auf der Sargenzeller Höhe ausgetragen. Im Hintergrund sehen wir die Kuppe des Kirschberges.

55. Vor dem alten Gebäude der Union-Brauerei die Fußballmannschaft des Hünfelder Sportvereins im Jahre 1922 auf dem Sportplatz in den Haunewiesen (unter anderen mit Kobylinski, Willy Vogt, Hermann Schneider), Im Hünfelder Kreisblatt wurde der Fußballsport für die damalige Zeit wie folgt treffend kornmentiert: Es ist eine wahre Freude den jungen Leuten beim Spiele zuzusehen, wie Spieier ieder Partei bemüht sind, den hin- und herfliegenden Ball sich gegenseitig zuzuspielen, um ihn so durch das gegnerische Tor zu treiben. Als interessierter Zuschauer könnte man wirklich Lust bekommen, noch einmal mitzutun. Hoffen wir, daß dem neu gegrûndeten Fußballverebi Hünfeld in hiesigem Städtchen dasjenige Interesse entgegengebracht wird, das dieser edle Sport verdient. Und so rufen wir dem jungen Verein ein kräftiges 'Allheil' zu.

56. Es war ein weiter Weg bis zu den heutigen Sportplatzverhältnissen in unserer Stadt. Ehemals bestand als einzige Sportanlage der Sportplatz an der Jahnstraße, heute Pausenhof der Wigbertschule. 1948 wurde dieser Sportplatz 'Rhönkampfbahn' benannt. Zuvor, in den zwanziger Jahren, war dieser Platz, der in unmittelbarer Nähe der alten Turnhalle angelegt war, nur 75 Meter lang und etwa 30 bis 40 Meter breit und dazu sehr uneben mit starkem Seitengefälle, Er wurde mehrfach umgebaut, fast ausschließlich in privatem und freiwilligem Einsatz. Unser Foto zeigt eine Arbeitsgruppe, die Ende der zwanziger Jahre ungefähr 5 000 Kubikmeter Erde bewegte, um den Platz einigermaßen eben zu legen. Die meist Stellungs- und Arbeitslosen erhielten pro Tag nur zwei Mark für die geleistete Schwerstarbeit. Die Bauleitung für die Arbeitsgruppe hatte der spatere städtische Bauleiter Valentin Noll (Bildmitte ).

57. Im kulturellen Leben der Haunestadt spielten die Vereine eine wichtige Rolle. Hierzu zählt auch der Männergesangverein, der im Jahre 1891 gegründet wurde. 1921 trat der Verein im Rahmen eines Bundessängerfestes öffentlich besonders in Erscheinung, Der Sängerfestzug bewegte sich durch das Niedertor, vorbei am Bürgerhospital, Der Reiter im Vordergrund ist der Spenglerrneister Rudolf Schneider; der Radfahrer mit dem am Fahrrad befestigten Schild ist Malermeister Karl Bräuning.

Hünfeld

Kath. Vereinshaus

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58. Das alte Vereinshaus der Kolpingfamilie Hünfeld wurde im Jahre 1904 fertiggestellt, Damit entsprach man dem Wunsch auf ein eigenes Heim, in dem in würdiger Form Feste gefeiert und Versammlungen abgehalten werden konnten. Darüber hinaus sollte den 'Gesellen' ein Heim geboten werden. Das Vereinsleben fand vorher in den Gaststatten 'Zum grünen Baum' und 'Frankfurter Hof statt. Dank der Planung von Kaplan Josef Nüdling, Präses von 1902-1904, unterstützt von Dechant Schmelz, der das Protektorat hatte, und der Familie Kohlmann, die das Grundstück 'Am Klingel' zu günstigen Bedingungen zur Verfügung stellte, konnte der Bau nach den Plänen von Architekt Adam aus Fulda bald verwirklicht werden. Später wurde dem Haus ein Caritas-Heim angegliedert. Das Kolpinghaus (Umbau 1957-1959) ist noch heute Mittelpunkt geselliger Veranstaltungen und des kulturellen Lebens,

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