Hünfelden in alten Ansichten

Hünfelden in alten Ansichten

Auteur
:   Kurt Nigratschka
Gemeente
:   Hünfelden
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2280-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hünfelden in alten Ansichten'

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9. Ein typisohes Haus in denen die einstigen 'Heppenfröhner" wohnten, zeigt dieses Foto. Es waren Einwohner, die keinen oder nur einen kleinen Grundbesitz hatten und die sich als Landarbeiter bei den Bauern verdingten damit sie ihre kleinen Äcker mit bearbeitet bekamen. Dieses Häuschen stand in der Mainzerland Straße unterhalb des Anwesens von Gerhard Eisel, Wer die beiden beschirmten Damen waren, die in den ersten Jahren dieses Jahrhunderts dem Fotografen als Modell dienten, ist nicht mehr bekannt.

10. Neben den großen Adelshöfen und den kleinen Heppenfröhnerhäuschen reihte sich eine stattliche Anzahl von Bauernhöfen in das Häusergewirr des Fleckens, denn Kirberg besaß eine beträchtliche Anzahl freier Bauern, die mit ihren Pferden neben der Feldarbeit Vorspanndienst auf der Hühnerstraße bei durchreisenden Fuhr- und Kaufleuten leisteten. Das hier gezeigte Anwesen Kuh stand an der Ecke der Burgstraße und des Weiherweges. Heute ist es umgebaut und enthält das Lebensmittelgeschäft H. Pauli. Auf diesern Bild sehen wir am vorderen Hauseck noch einen Feuerhydranten, wie sie früher mehrfach im Ort anzutreffen waren.

11. Die wohl stärkste Veränderung im alten Ortsbild von Kirberg erfolgte im oberen Flecken, da wo heute die Burgstraße in die Bundesstraße 417 mündet. Alle Häuser auf diesem Bild mußten der neuen Straßenführung weichen. Es waren die Gebäude, angefangen bei Horst Jung, bis zur Gastwirtschaft Neiß. Gegenüber das Anwesen Bender (preußer), welches bis ins 18. Jahrhundert Zollhaus am Obertor war. Im Vordergrund die alte Wasserpumpe, die einst vor dem Haus Theo Bücher stand. Eine ähnliche Pumpe war in der Wassergasse vor dem Haus Karl Rock.

12. Das Gasthaus 'Zur alten Post' bekam seinen Namen aus seiner Vergangenheit. Ursprünglich freiadeliger Hof der nassau-oranischen Landesherren war es lange Zeit Umspann- und Raststation der Postlinie von Kirberg nach Wiesbaden. Um die Jahrhundertwende kam dieses Gasthaus in den Besitz der Familie Beppler. In dieser Zeit wurde der Saalbau errichtet (1902). Unser Bild stammt aus der Zeit davor, wie deutlich am Fehlen dieses Gebäudes am rechten Bildrand zu sehen ist. Danach wurde Willi Müller (Auto Müller) und jetzt Familie Wittstadt Besitzer dieser Gaststatte.

13. Wenn auch Prof. Karl Bücher in seinen Jugenderinnerungen aus der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts berichtet, daß die Kirberger Ortsjugend nicht besonders vergnügungssüchtig ist und regelmäßige Wirtshausgeher nur einige 'Schnapstrinker' sind, so hatte der Flecke immer eine stattliche Anzahl von Gasthäusern aufzuweisen. Das obenstehende Bild zeigt das Gasthaus 'Zur Burg' des Gastwirtes und Brauereibesitzers Jakob Ludwig Deusser. Interessant ist auch die damalige Straßenbeleuchtung mit Petroleumlampen, wie sie rechts im Bild zu sehen ist.

14. Dieses Bild entstand im Jahre 1904, als Kirberg in die Route des ersten internationalen Autorennens in dieser Gegend, dem Gordon-Bennett-Rennen, einbezogen war. Zum gefahrlosen Überschreiten der 'Rennstrecke" durch Fußgänger wurde am Gasthaus 'Zur Burg' und an der Apotheke eigens eine Holzbrücke gebaut. Außerdem stand am Burgturm ein Trornpeter, der jedes ankommende Rennauto mit einern Hornstoß zur Warnung der Einwohner ankündigte. Das Bild zeigt neben einern dieser Rennauto im Hintergrund das Haus Dienstbach noch mit seiner großen Freitreppe. An Stelle der beiden vorderen Häuser steht jetzt das Geschäftshaus von Alex Leber.

15. Der Dorfbrunnen war dereinst Treffpunkt und Kommunikationsplatz im dörflichen Leben, Man traf sich dort um Wasser zu holen, Vieh zu tränken, Wäsche zu spülen und die neuesten Nachrichten auszutauschen. Kirberg hatte fünf Brunnen. Es stand je einer am Gasthans 'Zur alten Post', in der Burgstraße, an der Scheuerngasse, in der 'Pommergass' und in der Neugasse. Der hier abgebildete mit seiner großen Steinwanne stand vor der damaligen Metzgerei Preußer und war Namensgeber der Brunnengasse. Die Häuserreihe im Hintergrund in der noch mit Steinpflaster versehenen Burggasse geht bis zur Apotheke, die seit 1800 Kirberg und die Umgebung mit Arzneimittel versorgt.

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Fil. des Pau!inenstifts in Kirberg b/Limbllrg (Lahn)

16. Nach dem zunächst vergeblichen Bemühen des Rentners Joh. Fr. Wassern aus Dauborn erst dort und dann in Kirberg durch eine großzügige Spende und mit Hilfe der Gemeinde ein Krankenhaus zu errichten, konnte doch noch 1904 mit seiner Hilfe das Haus des Försters Trost zu einem solchen eingerichtet werden. Ärztlich betreut wurde es von DI. Müller und danach von Dr. Henrich. 1907 wurde dieses Haus vom Paulinenstift in Wiesbaden übernommen und wesentlich erweitert und ausgebaut. Heute ist in diesem Haus ein privates Alten- und Pflegeheim untergebracht.

17. Nach der Wende zum 19. Jahrhundert gewann das Vereinsleben bei den Bürgern des nassauer Landes eine immer größer werdende Bedeutung. Zunächst nur in den Städten, doch um die Jahrhundertmitte auch immer mehr im dörflichen Leben. In Kirberg wurde 1844 der Gesangverein als erste Vereinigung gegründet. Anfänglich war sein Wirken auf die Verschönerung des Gottesdienstes gerichtet. Doch recht bald wurde er immer mehr Mittelpunkt des kulturellen Lebens im Flecken. Das Sängerfest im Wald war lange Zeit neben dem Herbstmarkt das einzige Volksfest der Gemeinde. Diese Gruppenaufnahme stammt aus dem letzten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts.

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18. Ein weiterer bedeutender Verein wurde 1863 ins Leben gerufen: der Turnverein. Getreu den Weisungen von Turnvater Jahn wurde in ihm Geist und Körper geschult, Das Bild zeigt die Sieger des Kirberger Turnfestes im Jahre 1891. Zweiter von links ist 'Schuster Jung', der Motor und das Vorbild des Vereins injener Zeit. Zum edlen Wettstreit wurden natürlich viele Turnfeste der Umgebung besucht, so auch das Turnfest am Mensfeldener Kopf, das traditionsgemäß noch in unseren Tagen abgehalten wird. Ein eigenes Turnerheim konnte der Verein durch Eigenhilfe kurz nach dem Ersten Weltkrieg erstellen.

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