Hünfelden in alten Ansichten

Hünfelden in alten Ansichten

Auteur
:   Kurt Nigratschka
Gemeente
:   Hünfelden
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2280-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hünfelden in alten Ansichten'

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39. Viele Bilder in diesem Büchlein zeigen, daß Schiefer ein beliebter Baustoff in unserer Gegend war. Nicht nur Dächer, auch ganze Giebel und Wände wurden damit verkleidet, Dabei verstanden es die Handwerker dieses Material zu Bordüren und kunstvollen Omamente anzuordnen um so eintönige Flächen freundlich aufzulockern. Auch das hier gezeigte 'Hanjobs-Haus von Erna und Willi Krebs in Heringen zeigt eine solche Verarbeitung. Das Anwesen ist das Elternhaus von Karoline Heckelmann, geborene Scheid. Vor dem Haus mit ihrem Hund: Christiane und August Scheid.

40. Dieses Bild aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zeigt, daß sich bereits in jenen Jahren Heringen den Luxus einer elektrischen Straßenbeleuchtung leistete. Obwohl damit dokurnentiert wird, wie fortschrittlich schon damals gedacht wurde, war im Vergleich zu den heutigen Tagen die Zeit so geruhsam, daß sich das Federvieh ohne Gefahr für sein Leben auf der Derfstraße bewegen konnte. Das abgebildete Haus gehört Oswald Heckelmann und wurde 1717 erbaut. Wer genau hinsieht, kann am dunklen Ansatz am Dach sehen, wie weit es später angebaut wurde,

41. Dieses Haus stand in Heringen in der Borngasse 2 und ist beispielhaft für das Aussehen der meisten älteren Häuser in der Gemeinde. Das Grundgerüst aus Holzfachwerk wurde in den Feldern zwischen den Balken mit Holzgeflecht versehen und mit Spreu vermengten gelben Lehm ausgemauert. Anschließend wurde das Haus von außen verputz. Typisch hierbei sind die aus dem Verputz hervorragenden Enden der Deckenbalken. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1920 und zeigt in den oberen Fenstern Kar! Knoll und Auguste Knoll, geborene Heckelmann und unter Ph. Aug. Heckelmann und Frau Elisabeth, geborene Scheid.

42. Die Jagd im Walde gehörte seit Urgedenken dem Landesherren. Nur das Niederwild im Felde durfte von den freien Bauern erlegt werden. In den letzten 100 bis 150 Jahren änderte sich dieser Zustand. Wald und Feld wurde zur Jagd frei verpachtet. Es bildeten sich Jagdgesellschaften, die gemeinsam das Wild hegten und jagten. Diese Weidmänner mit dem erlegten, kapitalen Bock und den Hunden wurden etwa 1920 in Heringen aufgenommen. Es sind von links nach rechts: Adolf Will, Hermann Holzhäuser, Christian Emelius und Wilhelm Müller.

43. Das Tagwerk der Landbevölkerung früherer Zeiten wurde bestimmt von Aussaat und Ernte, vom Bestellen des Bodens und dem Einbringen der Frucht. Dabei war man auf seine Hände und auf einfache Geräte und Hilfsmittel angewiesen. Allein das Pferd, der Ochse, oder wie vielfach in unserer Gegend die Zugkuh, waren treue Helfer des Menschen. Das Bild zeigt August Theodor Scheid in den zwanziger Jahren mit seinem Pferd 'die schwarze Ella', Im Hintergrund das Ackergerät: der einschärige Pflug und das 'Pluckskärrnche'. Dieser Pflugskarren war so konstruiert, daß die Vorderräder gleichzeitig als Räder für den auf der Ladefläche mitgeführten Pflug verwendet werden konnten. Die Aluminium-Kaffee-Flasche für die Vesper durfte natürlich bei der Fahrt ins Feld nicht fehlen.

44. In Neesbach, einem der kleinsten Orte im einstigen Amt Kirberg. gab es ehemals eine landwirtschaftliche Winterschule, die im Haus von Paul Poths untergebracht war. Sie bereitete Jungbauern theoretisch auf ihren Beruf vor, Dieses Bild aus dem Jahre 1898 zeigt junge Bauern aus Neesbach, Nauheim, Kirberg und Heringen mit ihrem Lehrer Lenz (hintere Reihe fünfter von rechts) im Hof des Landwirtes Christian Emelius (links neben dem Lehrer). Aus Neesbach waren weiter dabei: Karl Emelius, Wilhelm Alwin Lieber, August Hankammer, Ludwig Daniel Lieber und Schmiedemeister Wilhelm Pfeiffer. Das Pferd hörte auf den Namen 'Blessje'.

45. Im Hof dieses Hauses wurde das nebenstehende Bild der Teilnehmer der landwirtschaftlichen Winterschule aufgenommen. Es gehörte Christian Emelius, heute Rudolf Jahn. Die Fensterläden, die wir früher in dieser oder ln ähnlicher Form an vielen Häusern unserer Gegend fanden, schützten nicht nur am Abend vor unerwünschten Einblick in die Stube, sondern waren gleichzeitig Schutz im Winter vor Kälte und im Sommer vor unliebsamer Sonneneinstrahlung. Die Personen mit dem großen Bernhardiner-Hund vor dem Haus sind Frau Emmi Emelius, geborene Lieber mit ihrer Tochter Erna, der späteren Frau des ReisedienstUnternehmers Bruno Mewes in Kirberg.

46. Zu Kaisers Zeiten und auch noch danach war die Musterung im Leben eines Jungen Mannes ein wichtiges Ereignis. Wer nicht tauglich zum Dienst für Kaiser und Vaterland war wurde von der Gesellschaft, wurde in der dörflichen Gemeinschaft nicht voll anerkannt. Deshalb wurde in jener Zeit die Musterung entsprechend gefeiert. Hier von jungen Neesbacher Männer des Jahrganges 1900 im Jahre 1918. Von rechts nach links: Heinrich Lehmann, Karl Börner, Willi Eppstein, Wilhelm Knoll, Hermann Viehmann, Wilhelm Hofmann und Hermann Seel.

47. Obwohl verständlich, so ist es doch sehr zu bedauern, daß alte, bodenständige Bauten mit ihren besonderen Eigenarten immer mehr aus den Ortsbildern verschwinden. Nicht nur Äußerlichkeit, auch innere Bausubstanz muß meist wohlbegründet, oft aber auch nur modernen Gegebenheiten weichen. Dieses alte Bauernhaus in der Durchgangsstraße in Neesbach stammt aus dem Jahre 1754. Heute ist das Gebäude so modernisiert, das es kaum wiederzuerkennen ist. Die typisohen Sprossenfenster sind verschwunden und auch die Beschieferung mußte neuzeitlichen Werkstoff weichen.

48. Freundliche Schnörkel und Weinreben umranken die Ansicht von Mensfelden. Diese Karte. hat anscheinend auf dem Weg zum Empfänger manches erlebt, denn sie zeigt einige Beschädigungen. Dennoch kann man den Ort deutlich erkennen, wie er sich in die nach Süden offene, von den rauhen Nordwestwinden vom Westerwald her dureh den 314 Meter hohen Mensfeldener Kopf geschützten geräumigen Mulde schmiegt. Diese günstige Lage loekte schon in frühen Zeiten Ansiedler an. Die im gesonderten Rahmen abgebildete Gastwirtschaft von Wilhe1m Klapper erfreut sich auch noch heute unter dem Namen 'Tiroler Hof' regen Zuspruch,

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