Hünfelden in alten Ansichten

Hünfelden in alten Ansichten

Auteur
:   Kurt Nigratschka
Gemeente
:   Hünfelden
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2280-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hünfelden in alten Ansichten'

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üruß. aus Mensfelden

49. Augenfällig liegt Mensfelden mit seinen aneinandergeschmiegten Häusern auf dieser Karte vor uns. Aus dem Gewirr der Dächer lugt am rechten Bildrand der Helm des wuchtigen Chorturmes der Pfarrkirche hervor. Dieser romanische Bau aus dem 12.-13. Jahrhundert hat schon so manchen Sturm überdauert. Als im Jahre 1801 ein Großbrand den größten Teil des Dorfes einäseherte, wurde gegen den hartnäckigen Widerstand der Einwohner der alte Ortskern aufgelockert und mit breiteren Straßen neu erbaut. Eine Entscheidung, die sich später als richtig erwies.

50. Aus den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ist uns diese Aufnahme von Mensfelden überliefert. Der Bliek geht über das Dorfhinweg auf die Nachbargemeinde Nauheim mit dem Nauheimer Kopf. Bis weit in die erste Hälfte des verflossenen Jahrhunderts war Mensfelden mit über 1 000 Einwohnern eines der größten Dörfer in seinern Amt, ja selbst im späteren Landkreis Limburg. Doch schon im 18. Jahrhundert sind viele der Bewohner wegen räumlicher Enge und ungünstiger Verhältnisse ausgewandert, In dieser Zeit wurde von hier aus die Kolonie Friedrichsfeld im Reinhardswald in Hessen begründet.

51. Ein Hobby-Maler aus Mensfelden hat dieses Aquarell mit dem Titel 'Bliek auf Mensfelden von der Bühne gesehen' angefertigt. Es ist datiert vom 20. Juni 1928. Bei diesen Gebäuden handelt es sich um das Anwesen von Karl Schwenk in der Sonntagsstraße 14. Es wurde im Jahre 1963 abgebrochen und an seiner Stelle ein neues Wohnhaus errichtet, dessen heutige Besitzer Elia und Wilhelm Lieber sind,

52. Vom Mensfeldener Pfarrhaus aus sehen wir hier über den Pfarrgarten hinweg auf die Bäckerei Crecelius in der Untergasse 19. Hinter den im Hof zum Fotografieren aufgestellten Personen steht der Wagen, auf dem die Brote bei schönem Wetter unter freiem Himmel zum Auskühlen ausgelegt worden sind. Diese Bäckerei wurde im Jahre 1890 gegründet und besteht noch bis auf den heutigen Tag. Allerdings ist das Anwesen inzwischen umgebaut und modernen Erfordernissen angepaßt.

53. Karl Philipp Hehner, geboren am 24. März 1809 als Sohn des Mensfeldener Schultheißen Philipp Heinrich Hehner, war Regierungsrat in Wiesbaden, als er 1848 als einer der nassauischen Vertreter Mitglied der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche wurde. Als Mitglied der gemäßigten Fortschrittspartei gehörte er dem Parlament an bis man die Rumpfversammlung in Stuttgart sprengte. 1870 kam er als Abgeordneter der Stadt Wiesbaden in den Landtag in Berlin. Aus dieser Zeit stammt das nebenstehende Bild. Karl Philipp Hehner verstarb im Jahre 1880.

54. In unserem hauptsächlich landwirtschaftlich ausgerichteten Gebiet war der Obstanbau schon immer von gewisser Bedeutung. Doch erst nach dem Ersten Weltkrieg wurde hierauf besonderes Augenmerk gelegt. Der Baumpflege sowie dem Anlegen von Gärten und Anpflanzungen widmete sich damals besonders Kreisobstbauinspektor Deußer. Wir sehen ihn auf dem Bild im dunklen Anzug neben dem rechten Baum mit seiner Mensfeldener Kolonne beim Spritzen von Obstbäumen in Mensfelden im Jahre 1929.

55. Nauheim, in alten Urkunden auch Niewenheim, Nauhemb oder Nuhemb genannt, wurde zum ersten Male mit seiner Gemarkung in der Zeit Karl des Großen im Jahre 770 als 'Niewenheimer Mark' erwähnt. Doch sicher ist das Dorf noch viel älter. Im Jahre 1355 wurde Nauheim wie die Orte Niederund Oberheringen, Neesbach und Ohren der Gerneinschaft Kirberg zugeordnet und auch 1368 von dem dortigen Burgfrieden erfaßt. Die hier gezeigte Karte im Jugendstil mit Grüßen aus Nauheim zeigt einige markante Gebäude des Ortes über die in der Folge noch berichtet wird,

56. Nauheim gehörte dereinst zur Pfarrgemeinde Bergen. Dort bestattete man auch die Toten. In Nauheim selbst war nur eine kleine Kapelle vorhanden. Als sich zur Zeit der Reformation das Pfarrspiel teilte, Bergen und Werschau lag auf kurtrierischen Grund und blieb daher katholisch, Nauheim wurde entsprechend seiner Landesherren evangelisch, hat man bei dieser Kapelle einen eigenen Friedhof errichtet. Es dauerte aber bis zum Jahre 1705 bis die Kapelle abgerissen und der hier gezeigte Kirchenbau errichtet wurde. Das Bild stammt aus der Zeit um die Iahrhundertwende.

57. Die heutige Kirche wurde 1708 eingeweiht. Seither wirkte jede Generation an der Weiterentwicklung des Gotteshauses mit. So wurde 1750 die erste Orgel erworben, die man 1891 durch die heutige ersetzte. Das erste Geläute wurde 1840 in Frankfurt gegossen und ging im Ersten Weltkrieg verloren. Das nächste Geläute ereilte das gleiche Schicksal im Zweiten Weltkrieg. Die heutigen Glocken stammen aus einer Gießerei in Sinn. Das Innenfoto wurde ebenfalls um die Jahrhundertwende gemacht und zeigt die Kirche im Erntedank-Schmuck. Interessant ist der große Ofen, mit dem das Gotteshaus beheizt wurde.

58. Für den Pfarrer in Bergen wurde im Jahre 1502 in Nauheim dieser Pfarrhof errichtet. In diesem Haus wohnte er fortan. Das hatte aber zur Folge, daß sein Nachfolger während der Reformation protestantisch wurde und auf Anordnung des Erzbischofs von Trier ab 1570 die Berger Kirche nicht mehr betreten durfte. In den Wirren der folgenden Jahre hatte die Bausubstanz des Hauses sehr zu leiden. 1629 hören wir: 'Das Pfarrhaus ist sehr klein und steht wie am felde.' Es wird vorgeschlagen es zu vertauschen oder anderweitige Besserung zu schaffen. Doch erst 1903 wird es abgerissen und der Abbruch verkauft.

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