Hünfelden in alten Ansichten

Hünfelden in alten Ansichten

Auteur
:   Kurt Nigratschka
Gemeente
:   Hünfelden
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2280-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hünfelden in alten Ansichten'

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59. Das im Jahre 1903 neu errichtete Pfarrhaus, ein Backsteinbau mit hellen, hohen Räumen, ist heute noch vielen Einwohnern in Erinnerung. Es wurde zunächst von der Familie des Pfarrers Pohecker und danach von Pfarrer Schauß bewohnt. Am 24. September 1944 fiel es mit neun anderen Wohnhäusern des Ortes den Bomben zum Opfer. Das kleine Bild zeigt Pfarrer Pohecker, der von 1899 bis 1934 hier seinen Dienst versah, in dem Auto des Elektrikes August Forst aus Nauheim, der ihn ab und zu bei Dienstfahrten chauffierte.

60. Durch den Verkauf der alten Schule an Phil. Heinrich Müller für 607 Gulden im Jahre 1830 war man gezwungen ein neues Unterrichtsgebäude zu errichten. Die Grundsteinlegung hierzu erfolgte am 27. Juli 1830 und die Einweihung konnte bereits am 7. Dezember 1831 vorgenommen werden. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1915 und zeigt in der Schülergruppe unter anderen Pauline Dreiling, Mina Seel, Emilie Knapp, Pauline Zollmann, Frida Oppel und Mina Müller. Im Hintergrund die uralte Dorflinde, die im Jahre 1946 von einem Sturm umgerissen wurde.

61. Die Ansichten auf dieser Karte zeigen, wie sich das Bild einer Ortschaft in den letzten 50 Jahren geändert hat. Kein Bild ist in dieser Form wiederzufinden, Links die Handlung und die Gastwirtschaft von Hermann Schwenk. Ältere Leute werden sich noch an seinen Esel erinnern, der einen kleinen Wagen zog. Hier war auch das Vereinslokal der Feuerwehr. Oben die Kreuzstraße und darunter ein Bliek vom Pfarrhaus aus vorbei an der Schule in die Langstraße. Das kleine Bild zeigt den einstigen Leuchtturm am Nauheimer Kopf, Richtfeuer für die erste Fluglinie Köln-Frankfurt in den zwanziger und dreißiger Jahren.

62. Dies war das Haus des Bürgermeisters Außeral in der Neustraße 7. Die Emailleschilder mit dem Preußenadler künden davon, daß sich hier das Bürgermeisteramt befand. Das darunter angebrachte Schild enthielt den Hinweis auf das Telefon - wohl das erste in Nauheim - welches im Amt vorhanden war. Und damit auch ein Fremder das Amtshaus bei Nacht fand, wurde das ganze durch eine Straßenlaterne erhellt. Das Haus wurde in den Jahren 1860-1870 erbaut und nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen. Der Junge auf dem Bild aus dem Jahre 1908 ist Arthur Kübler neben seinem Vater KarI. Am Fenster oben links Frau Emilie Kübler, geborene Außeral.

63. Aus dem Jahre 1911 stammt diese Aufnahme des Hauses Wilhelm Zollmann, heute Wemer Pfeiffer, in der Langgasse, Es ist das Stammhaus von Bürgermeister Philipp Heinrich Kolb. Auf dem Grundstück dieses Anwesens steht noch heute das wohl älteste erhaltene Gebäude Nauheims: die 'Aula' mit der Hausinschrift 'Gott ist mein Gott, Johannes Weis Anno 1600'. Die Personen auf dem Bild sind im Vordergrund Rosa Zollmann neben Wilhelm Groß. Am Kopf des Pferdes Albert Groß und irn Fenster Wilhelmine Groß, geborene Wenzel und Emilie Zollmann.

64. Eine aus der Nauheimer Bürgerschaft herausragende Persönlichkeit war Schultheiß Philipp Heinrich Kolb. In seiner Zeit wurde der Heringer Weg, der Kirchweg, die Schule, die Zehntscheune, der Brandweiher und die Friedhofsmauer erbaut, Er förderte den Flachsanbau in der Gemeinde und sorgte dafür, daß zeitweise über 40 Webstühle im Dorf in Betrieb waren. Dadurch konnte er zwar keinen Reichtum schaffen, doch ein gewisses Einkommen der Bevölkerung sichern. Das Bild zeigt ihn mit seiner Urgroßnichte Emilie Groß als fast 90jährigen im Jahre 1878.

65. Der 15. September 1905 war für die hiesige Gegend und speziell für Nauheim ein ereignisreicher Tag. An ihm hielt seine Majestät Kaiser Wilhelm Il. am Nauheimer Kopf seine Kritik am Kaisermanöver dieses Jahres ab, Der gesamte Kriegsstab, ja selbst die Kaiserin war anwesend. Diesem Ereignis zum Gedenken erstellte 1906 der einheimische Kriegerverein einen Gedenkstein und pflanzte eine Kaiserlinde. Der Stein ist heute nicht mehr erhalten. Das kleine Foto des kaiserlichen Hoffotografen Franz Tellzmann zeigt eine Infanterie-Einheit in GefechtsteIlung hinter der Nauheimer Schulscheune.

66. Lustige Musikanten waren nicht nur in Elz oder am Westerwald zuhause, sondern auch in Nauheim. Als junge Männer reisten sie, besonders in den wirtschaftlich schweren zwanziger Jahren, durch halb Europa um in Kapellen und Orchestern ihr Geld zu verdienen. So zogen Heinrich und Ludwig Dick mit einem Zirkus bis Paris und bis nach England. Hermann Wollmann spielte in einer Militärkapelle in Berlin, andere reisten sogar mit ihrer Gruppe bis nach Amerika. Das Bild zeigt eine Reihe dieser Musikanten, als sie anläßlich eines Sängerfestes im Festzeit zum Tanze aufspielten.

67. Da man im Turnverein nicht gerne sah, daß noch andere Sportarten betrieben wurden, gründete Adolf Heckelmann kurzerhand mit einer Handvoll junger Männer einen Faustballverein. Die Mannschaft hatte im weiten Umkreis gute Erfolge zu verzeichnen. Sogar die Bezirksmeisterschaft wurde 1924 in Holzappel gewonnen. Aber auch Fußball wurde unter primitiven Verhältnissen in diesem Verein gespielt. Das Bild aus den zwanziger Jahren zeigt die Faustballmannschaft mit Theodor Löffler, A1win Stubig, Adolf Heckelmann, Erwin Kübler und Heinrich Dankhof.

68. Idyllisch, umgeben von Wald und Feld, liegt Ohren seitlich der alten Straßenverbindung von Mainz nach Limburg, der Hühnerstraße. Seine Entstehung verliert sich im Dunkel der Vergangenheit. Doch hatte es vielleicht in jenem sagenumwobenen Dörfchen Mengershausen einen Vorläufer. Von ihm heißt es, daß es in den nassen Wiesen gelegen habe, die noch heute Menghershäuser Wiesen genannt werden. Urkundlich wird Ohren erstmals 1301 unter den Namen 'Arim' in einem Schreiben des Klosters Gnadenthal erwähnt.

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