Hünfelden in alten Ansichten

Hünfelden in alten Ansichten

Auteur
:   Kurt Nigratschka
Gemeente
:   Hünfelden
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2280-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hünfelden in alten Ansichten'

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69. Wo sich die Untergasse in einem breit auslaufenden Dreieck in die Hohl und in die Neugasse teilt, ist in Ohren der Marktplatz. Hier sorgte ein Brunnen dafür, daß das Vieh getränkt, daß Wasser zum Wäschewaschen geholt werden konnte und hier standen die Buden, Schiffschaukeln oder Karussels wenn es galt, die Ohrener Kerb zu feiern. Also ein idealer Treffpunkt, der mitten im Zentrum des Dorfes lag. Das hier gezeigte Bild entstand im Jahre 1927 und gibt den Bliek frei in die den Berg ansteigende Neugasse.

70. Nicht immer haben es Namen- und Heimatforscher so leicht wie in diesem Fall, einen alten Hausnamen zu deuten. In diesern, mit einer alten Straßenlaterne versehenen Häuschen, welches am Anfang der Zeil stand und bereits seit Jahrzehnten verschwunden ist, ließ sich einst ein schweizer Staatsbürger nieder und gründete hier seine Familie. Dieser einstige ührener 'Neubürger' wurde im Dorf allgemein zum einfacheren Verständnis 'der Schweizer' genannt. Von ihm leitet sich der noch heute existierende Hausname 'Schweizers' ab. Das Bild stammt aus der Zeit um das Jahr 1900.

71. Als in Kirberg 1656 die Schule abbrannte, wurden die Ohrener Bürger veranlaßt, ihre Kinder, die bisher in die Kirberger Schule gingen, im eigenen Ort unterrichten zu lassen. Ab 1658 besuchten daher die ungefähr 30 Ohrener Kinder ihre Schule, die in diesem kleinen Haus untergebracht war. Der erste Lehrer war ein Herr Scheitweiler und er betrieb, wie in jener Zeit üblich, neben seiner Lehrtätigkeit noch eine kleine Landwirtschaft. Als 1770 die Schule in ein anderes Gebäude umzog, ging dieses Häuschen in den Besitz von Georg Heinrich Roßwurm über, in dessen Familie es fast zwei Jahrhunderte verblieb.

72. 'Bei Gerhards' sagte man in Ohren, wenn man die Gastwirtschaft Großmann meinte. Hier ging es immer recht lustig zu. Das Bild zeigt die Wirtschaft von Wilhelm Aug. Großmann im Jahre 1910. In den Fenstern das Besitzerehepaar und vor dem Gebäude der spätere Inhaber Hermann Großmann als achtjähriger Junge. Im Saalbau im ersten Stock spielte sich ein Großteil des Ohrener Kulturlebens ab. Hier war auch das Vereinslokal und die übungsstätte des Ohrener Gesangvereins.

73. In diesem Haus nahe am Marktplatz war lange Jahre die Ohrener Wagnerei untergebracht. Von hier aus wurde der 'Fuhrpark' der Ohrener Landwirtschaft betreut, repariert und ergänzt, Der Zugang zum Haus und zur Werkstatt erfolgte über den Hof von der Hintergasse aus. Das hier abgebildete Haus wurde abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Das Bild entstand im Jahre 1908 und zeigt den späteren Besitzer Otto Leber als achtjährigen Jungen links in der Reihe der Kinder.

74. In einer Gegend, die wie unsere von der Landwirtschaft geprägt ist, sind die Handwerksberufe darauf eingestellt, den Anforderungen des Dorfes täglich gerecht werden zu können, Wagner, Sattler, Schmiede waren oft mehrfach in einem Ort anzutreffen. Mit der Einführung der Maschine und des Motors schienen diese Berufe auszusterben, bis die heutige Reiterei breite Volksschichten erfaßte. Seither sind diese Handwerker wieder gesuchte Fachleute. Die alte Ohrener Hufschmiede lag neben 'Floachte Eek' und hier wurde 1912 diese Aufnahme vom Beselilagen eines Pferdes gemacht.

75. Wie auf diesem Hof, so sah es dereinst in vielen Anwesen unserer Gemeinde aus. In der Nähe des Stalles der durch eine Mauer eingefriedete Misthaufen über der 'Purrlkaut' mit der typischen Jauchepumpe. Daran angeschlossen das kleine Häuschen mit dem Herzen in der Tür, Das hier gezeigte Anwesen gehörte dem Schreinermeister Wilhelm Albus und wurde etwa 1914 samt Personengruppe vom Fotografen verewigt. Der Albus Wilhelm war ein echt Ohrener Original. Eine von ihm häuflg gebrachte Redewendung lautete: 'Dreimol oabgeschnirre un noach ze koatz.'

76. Die Tradition der Ohrener Kerb (Kirchweih) geht zurück bis ins 17. Jahrhundert. Den Kerweborsch mit ihren Anführer dem Kerweschlackes obliegt die gesamte Organisation dieses Festes. Vom Stellen des Kerwebaam, der Verlosung des Kerwehammels und des Vortanzes, der Gestaltung der Kerwelisbeth bis hin zum Aufführen der Kerb und dem Gickelschlagen, Das Bild zeigt den Kerwezug im Jahre 1924. Hoch zu Roß der Schlackes, Davor die Musikkapelle und der Kerwehammel, auf den Fahrrädern die Kerweborsch und rechts im Bild der von zwei Ochsen gezogene Kerwewagen.

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