Hochspeyer in alten Ansichten

Hochspeyer in alten Ansichten

Auteur
:   Franz Neumer
Gemeente
:   Hochspeyer
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6254-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hochspeyer in alten Ansichten'

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9 Neueres Bild eines alten Hauses. Dieses Gebäude wurde urn 1743/44 als Bauernhaus erbaut, 1 757 von der neugegründeten reformierten Gemeinde erworben und als Betsaal ausgebaut. Es enthielt auch die Schule der Reformierten und eine lehrerwohnung. Nach der Union von 1818 dierite das Haus nur noch als protestantische Schule, und zwar bis 1878. Als in diesem Iahr die neue Schule an der Hauptstraße fertiggestellt war, konnte das Gebäude an einen Privatmann verkauft werden. Von der Gemeinde 1990 erworben, sollte es 1991 Teilfunktionen des Rathauses übernehmen, mußte aber, weil baufállig, abgerissen werden.

10 Der alte Bahnhof Ab Dezember 1848 fuhren Züge der Ludwigsbahn von Kaiserslautern bis Frankenstein. Wohl zu dieser Zeit erhielt Hochspeyer einen Bahnhof weit außerhalb des Dorfes im Westen. Er wurde in statistischen Unterlagen auch als Bahnhof am Kreuz bezeichnet, weil damals das Torstensonkreuz in seiner Nähe stand. Der Bahnhofhatte noch lange nach Erbauung des neuen Bahnhofs verschiedene Aufgaben wahrzunehmen, wahrscheinlich wegen der in der Nähe angesiedelten chemisehen Fabrik und wegen eines holzverarbeitenden Betriebes. Der flache Anbau

links besteht heute nicht mehr. Das Gebäude wird als Wohnhaus genutzt.

11 Der neue Bahnhof Er wurde gebaut als die Ludwigs bahn um 1 870 eine Verbindung - die Alsenzbahn in Richtung Nordpfalz und Bad Kreuznach durch das Alsenztal erhielt. Die Anschlußstelle konnte nur östlich des Dorfes liegen, deshalb erhielt Hochspeyer einen zweiten Balmhof Die großzügige Bauweise einer Zeit, die noch keinAuto kannte, tritt hier besonders hervor. Neben den Diensträumen befanden sich Wartesäle zweiter und dritter Klasse mit Bahnhofsrestaurant. In den oberen Stockwerken wurden vier Wohnungen für das Bahnhofspersonal geschaffen.

12 Aufnahme des neuen Bahnhofs von Westen her. Das Bild dürfte zwischen 1920 und 1925 entstanden sein. Die Transportkarren und vierrädrigen Wagen, die auf dem Bahnsteig und neben dem Empfangsgebäude zu sehen sind, machen eine Funktion des Bahnhofs deutlich: Er war Umladestation für Kleingüter aller Art, die mit Zügen aus Richtung ludwigshafen für das Alsenztal bestimmt waren und umgekehrt. Zu dieser Zeit beförderte fast jeder Zug Umladegut, so daß auf dem Bahnhof zahlreiches Personal vorgehalten werden mußte. Wie das Bild beweist. liefen Telefon- und Telegrafenverbindungen noch über Preileitungen.

13 Rottenarbeiter vor dem Ersten Weltkrieg. Nach Fertigstellung der Ludwigsbahn im [ahre 1849 fanden sich bald Hochspeyerer, die bisher ihren Unterhalt in der Landwinschaft und als Waldarbeiter verdienen mußten, bei dem neuen Verkehrsunternehmen, meistens als Bauarbeiter und Schrankenwärter. Die Unterhaltung der Bahnanlagen war sehr personalinten siv, wie das hier bei der Erneuerung der Gleise zu sehen ist. So konnten relativ viele Menschen ein Auskommen finden, wenn auch nicht mit hohem Einkommen, so aber doch konstant. Der Gleisbau war eine körperlich schwere Arbeit, der nur die Kräftigsten gewachsen waren. Manchem

Tüchtigen gelang es, in eine führende Stellung einzurükken und so seinen sozialen Stand zu verbessern.

14 Blick auf die Hauptstraße in Richtung Westen um 1930. Die Hauptstraße ist die Dorfdurchfahrt der Bundesstraße 37. Hier in der Mitte des Dorfes steht das Rathaus mit dem Dachreiter, der heute nicht mehr vorhanden ist. Davor das Haus, heute Gaststätte 'Zum Rathaus', das 1792 von dem Bäckermeister und Wirt Friedrich Diemer an Stelle eines älteren Hauses errichtet wurde. Auf das Rathaus folgt die ehemalige Kirche der reformierten Gemeinde, später protestantische Schule, daran schließt sich ein kleines Wohnhaus an, das früher einmal eine Schmiede war. In der Bildmitte ist das Gasthaus Lenz zu sehen.

1 5 Bliek in die Hauptstraße in Richtung Osten um 1930. Das Anwesen links ist die Metzgerei und Gaststätte von Karl Ruby, das sich anschließende Haus gehörte der Familie Niederberger. Rechts vorn steht die Verkaufsbude von Michael Schwager, dahinter sein Wohnhàuschen, ursprünglich eine Schmiede. Über dem Dach des Hauses Schwager schaut das Walmdach des Hauses Vogt hervor, das einmal die Kirche der reformierten Gemeinde war. Es folgt das 1908/09 erbaute Rathaus und zwischen diesem und der sich anschließenden Bäckerei und Gaststatte Reinhard Ruby führt die Wiesenstraße zum südlichen Ortsteil. In der Bildmitte ganz hinten

ist ein Teil des Anwesens einer anderen Familie Ruby zu sehen.

16 Die westliche Hauptstraße. DieserTeil der Hauptstraße hat sich total verandert. Im Vordergrund rechts steht die erste katholische Kirche

nach der Reformation, die 1755/56 erbaut wurde. Baufällig geworden, wurde sie 1859/60 nach der Erbauung einer zweiten katholischen Kirche profaniert. Sie diente zuletzt einem Privatrnann als Holzschuppen und wurde

1 958 abgerissen. Daneben steht die ehemalige kathelische Schule, die um 1830/31 an Stelle einer während der Französischen Revolution zerstörten Vorgängerschule errichtet wurde. Das Gebäude mußte dem katholischen Jugendheim weichen, das am 11. November 1967 einge-

weiht wurde; 1995 wurde es in Pirmin-Diehl-Haus umbenannt.

17 Blick von der HeidestraBe aus über das Dorf Im Vordergrund rechts steht das 1923 erbaute Doppelhaus der Forstverwaltung. Darüber ragt derTurm der katholischen Kirche auf hinten in der Mitte ist derTurm der protestantischen Kirche zu sehen. Das ortsnahe Feld, in der Bildmitte erwas links, war das erste Neubaugebiet nach dem Zweiten Weltkrieg mit der FriedenstraBe und dem neuen Storchennest. Später kam die Gartenstraße als östliche Fortsetzung der unteren Mûnchhofstraße hinzu.

18 Blick auf die mittlere Trippstadter Straße um 192 O. DieserTeil der Straße wurde in früheren Jahrhunderten auch die Trift genannt, weil auf diesem Weg das Vieh in die Waldweide getrieben wurde, Die Trippstadter Straße, die sich vom Tal aus den Berg hoch zieht, war das ganze 18. jahrhundert hindurch Baugebiet. Kennzeichnend für sie sind die eng aneinandergerückten kleinen und kleinsten Häuser auf winzigen Parzellen. Heute sind sie längst aufgestockt oder Neubauten gewichen. Die Häuser auf der Südseite staken fast im Berg. Rechts der Straße sieht man Holzstöße, die im ganzen Dorf bei den Häusern, in Schuppen und sogar auf dem

freien Feld aufgestapelt waren; dank der Wälder ringsum, das billigste Brennmaterial.

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