Hochspeyer in alten Ansichten

Hochspeyer in alten Ansichten

Auteur
:   Franz Neumer
Gemeente
:   Hochspeyer
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6254-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hochspeyer in alten Ansichten'

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19 Blick von der Bahnûberfiihrung in der Wiesenstraße auf das Bürgermeisteramt, links, das Anwesen Ottmann in der Bildmitte und die Gaststätte Ruby auf der rechten Seite. Im 18. [ahrhundert war diese schmale Gasse der Iutherische Kirchenpfad, weil er von der Dorfmitte zu der den Lutheranern gehörenden Kirche führte, die östlich der Wiesenstraße innerhalb des Friedhofes stand. Der Weg war hier zu einem Damm aufgeschüttet, die Gärten rechts und links der beiden Steinmauern - in der Bildmitte -lagen tiefer. 1941/42 wurde die Straßenunterführung bei Erweiterung der Bahnanlagen zugeschüttet.

20 Die Dorfmitte. Hier, wo die heutige Bundesstraße 48 von der Bundesstraße 37 abzweigt, ist der Kern des Dorfes zu suchen. In dem Haus an der Straßenabzweigung, dem ehemaligen Gasthaus Lenz, ist heute die Volksbank untergebracht. Das Bild gibt den Bliek frei in die westliche Hauptstraße und auf den Turm der katholischen Kirche. Die Häuser auf dem oberen rechten Bildteil gehören zur Enkenbacher Straße. Auf der entgegengesetzten Seite ist die Bahnstrecke Ludwigshafen-Kaiserslautern erkennbar. Die schöne alte Kastanie in der Bildmitte mußte einem Neubau weichen.

2 1 Das Hochspeyerer Forsthaus an der Nordseite der östlichen Hauptstraße. Bis zum jahre 1853 gehörte der Hochspeyerer Staatswald zum Forstamt Frankenstein, das seinen Sitz in Hochspeyer hatte. Anläßlich der Änderung der Forstorganisation 1885 wurde im jahre 1889 das Forstamt Hochspeyer gebildet und das Haus errichtet. Der repräsentative Bau dient heute noch der Forstdienstbehörde. Der bronzene Hirschkopf unterhalb des obersten Zwillingsfensters, sollte in der Pfalz gegossen werden, da aber der höchste pfàlzische Forstbeamte ein Bayer war, mußte auch der Hirschkopf in Bayern hergestellt werden.

22 Das Gasthans 'Zur Lust', längst abgerissen, stand in der östlichen Hauptstraße und grenzte von Westen her an das Forstamt. Die machtigen Kastanienbäume spendeten den nötigen Schatten für den gut frequentierten Biergarten. Der Baum rechts auf dem Bild, auf der Südseite der Straße, gehörte zu den Bäumen die rechts und links des Straßenrandes gepflanzt worden waren. In der Mitte des Bildes

ist, ebenfalls auf der Südseite, ein Straßenstein zu erkennen. Bei einer Verbreiterung der Straße, der heutigen Bundesstraße 37, fielen Bäume und Steine dem Umbau zum Opfer. Unterhalb der auf dem unteren Bildrand erkermbaren Straßenböschung sprudelte

der 'Mausebrunnen' , richtig Maut-, das heißt Zollbrunnen.

23 Das auf der rechten Bildseite wiedergegebene Haus wurde wohl um 1900 von der Familie Häberle in der östlichen Hauptstraße erbaut. Nach Osten zu schließt sich ein kleiner Park an, der bis zum Anwesen des Forstarntes reicht. Im Park gedeihen außer einheimischen Bäumen und Gehölzen auch fremdlän-

,

dische, Der erste Vertreter der

Familie war Daniel Häberle, Gutsbesitzer, Bierbrauer, Gastwirt und Holzhändler, der vom Daubenbornerhof stamrnte und sich 1823 mit Elisabeth Lahm verheiratete. Sein Bruder Johannes, der Nutzholzhandel betrieb, Küfer war, dazu Bierbrauer und Gastwirt 'Zum Lamm', heiratete 1837 die Katharina

Lahm. Das auf dem Bild links stehende Haus ist wohl älter.

24 Dieses Bild zeigt das Gasthaus 'Zur Linde', an der Südseite der östlichen Hauptstraße, wie es bis nach dem Zweiten Weltkrieg aussah. Im Westteil befand sich ein Tanzsaal, der zeitweise auch lichtspieltheater war. DieToreinfahrt mit den Sandsteinpfeilern ist längst verschwunden, ebenso die dahinter sichtbaren Ställe. Das heute gänzlich veränderte und aufgestockte Haus ist immer noch Gaststatte. Im Westteil, wo die beiden Türen zu sehen sind, befindet sich eine Schlosserei. Das angrenzende Gebäude stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde jahrzehntelang als Gaststätte betrieben.

25 Gasthaus Wüst in der östlichen Hauptstraße. Das Bild dürfte noch vor dem Ersten Weltkrieg aufgenommen worden sein. Der repräsentative Bau wurde im 19. Iahrhundert von Familie Wüst urn- oder neugebaut. Joh. Philipp Wüst, Gastwirt, starb

1 870. Sein Vater hatte das Anwesen 1 §35 gekauft, allerdings ist unbekannt, ob dieser schon die Gastwirtschaft betrieben hatte. Unterhalb des Hauses Wüst das Anwesen Gooß (siehe Bild 24), wie es zuerst aussah, Das Haus hatte zwei Türen zur Straßenseite hin, neben der unteren Tur zwei Schaufenster (?). Das Haus Kreienberg oberhalb von Wüst war zu diesem Zeitpunkt noch nicht errichtet.

Die beiden Masten gehören zurTelefonverbindung. Eine erste Telefonleitung ging vom Chemiewerk Ottrnann zum Bahnhof

26 Das Gasthaus 'Zu den drei Königen' war das traditionsreichste in Hochspeyer. Johannes Ruby ist 1767 als Gastgeber genannt. Wahrscheinlich hatte er das Haus von einem Vorgänger übernommen, der selbst schon Gastwirt gewesen war. Die rechts im Bild erkennbare'Ioreinfahrt ist verschwunden und wo am unteren Bildrand eine Straße zu sehen ist, befinder sich seit [ahren eine Grünanlage mit Brunnen. Das Haus wurde nach 1980 umgebaut und beherbergt in seinem westlichen Teil die 'Löwenapotheke' . Der mittlere Teil des Hauses blieb dem Gaststättengewerbe erhalten und nennt sich seit Ende

1995 Hotel 'Zum Löweri'.

27 Am 23.Juni 1935 ging ein Wolkenbruch nut Hagelschlag über Hochspeyer nieder. Es war ein Unwetter von einemAusmaß, wie es ein solches seit Menschengedenken nicht gegeben hatte und danach auch nicht wieder gab. Die Wassermassen, die urgewaltig die Hänge hinunterschossen, rissen in der Hauptstraße die Pflasterung weg und schoben den Straßenunterbau an die Häuser, me hier bei den Anwesen Fey und Müller. Das Tal des Hochspeyerbaches verwandelte sich binnen Minuten in einen See. Hauptsächlich in Mitleidenschaft gezogen waren die Häuser in der Tallage und die Felder. Um die Schaden zu beseitigen, mußten Männer

des Arbeitsdienstes eingesetzt werden.

28 Das Haus Ruby in der Hauptstraße bei der Abzweigung der Bundesstraße 48 zàhlt zu den ältesten in Hochspeyer und wurde 1728 erbant. Sein Erbauer war Theobald Diemer aus Oberbronn im Elsaß, der als Förster im Dienst des Grafen von Wartenberg stand und in Hochspeyer die Anna Katharina Maurer geheiratet hatte. Ein 1995 restaurierter Gedenkstein ist an der Ostseite des Hauses angebracht, wo sich einmal der Eingang befand. Das Haus kam auf dem Erbweg an den Schultheißen Siegmund Friedrich Ritter. In dieser Familie verblieb das Haus über Generationen. Im 20. [ahrhundert ging es in den Besitz des Metzgermei-

sters Karl Ruby über. Auf dem Bild links ist der Anbau des Metzgerladens zu sehen.

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