Hochspeyer in alten Ansichten

Hochspeyer in alten Ansichten

Auteur
:   Franz Neumer
Gemeente
:   Hochspeyer
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6254-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hochspeyer in alten Ansichten'

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29 Gelegenheitsfoto aus den zwanziger [ahren. Unten auf der Treppe steht Metzgermeister Karl Ruby (vgL Bild Nr. 28), daneben seine Frau, die anderen Personen sind unbekannt. Die Ruby stammen aus Oberwichtrach im Kanton Bern, Schweiz, und sind seit der Mitte des 18. [ahrhunderts in Hochspeyer und Umgebung ansässig. Karl Ruby betrieb in der Hauptstraße in der Dorfmitte eine Gaststätte und Metzgerei (siehe Bild Nr. 28). Das Bild zeigt einen altertümlichen Hinterhof. Die überdachte Treppe führt wohl in einen Wohntrakt. Ausgetretene Treppen und Türschwellen, wie hier auf dem Bild, sind immer wieder zu sehen. Der einhei-

mische Sandstein wurde durch jahrzehntelanges Begehen abgenutzt. Der Hof war mit hochgestellten Hartstelnen gepflastert, damit die Pferdehufe besseren Halt fanden.

30 Das Bild zeigt das ursprüngliche Modell des Kriegerdenkmals von J 870/7 J . Das Denkmal selbst, aus gelbweißern Sandstein gefertigt, stand lange Iahre in der Dorfmitte beim Grainbrunnen. Inschrift und Gedenktafel wurden jedoch anders gestaltet. Die Aufstellung erfolgte erst kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Die Namen der vier Gefallenen waren auf einer 1 873 gestifteten Gedenktafel angebracht, die zuerst in der protestantischen Kirche ihren Standort hatte, aber später in die Turnhalle verbracht wurde. Das Denkmal mußte 1977 einer Brunnenanlage weichen. Es befindet sich jetzt auf dem Friedhof

HOCHSPEYER

Kriegerdenkmal

31 Schräg gegenüber der Schmiede in der Hauptstraße befand sich das Milchgeschäft von Luise Niederberger, geborene Müller, die hier auf dem Bild aus dem Fenster schaut. Das Haus ist heute Teil des Anwesens Lenz, Ecke Hauptstraße/Tri ppstadter Straße. Die Aufnahme stammt wohl aus der Mitte der zwanziger [ahre. Den Luxus großartiger Schaufensterauslagen kannte man damals noch nicht, ein kleines Aushängeschild, auf dem Bild links, genügte, Die Käufer waren ohnedies nur Einheimische. Das 'Milchgeschäft von Luise Niederberger befand sich später östlich des Gasthauses von KarlRuby

32 In der Hauptstraße sind für die vergangenen Jahrhunderte verschiedene Schmiedewerkstätten nachzuweisen, Die letzte war die des Schmiedemeisters Wilhelm Buch, der hier in einer Aufnahme aus den dretßiger Iahren vor seiner Schmiede steht, Bis die erste Eisenbahn fuhr (1849) waren die Puhrleute, die ihre Fracht ûber weite Strecken transportierten, so zum Beispiel Kohle aus den saarlàndischen Gruben, oder Wein von der Haardt, die ständigen Kunden der Schmiede. Noch in der ersten Hälfte des 20. jahrhunderts bestellten die Bauern ihr Feld mit pferden. pferde wurden auch im Wald zum Stammholzschleppen, zum 'Holzrûckeri' eingesetzt,

so daß ein Schmied immer zu tun hatte.

33 EineAufnahme, die ungefähr um 1920 entstanden ist, zeigt das Lebensmittelgeschäft von Wilhelmine Mock, geborene Bayer. Es stand da, wo heute das Haus Hauptstraße 103 steht. Als Frau Mock in der Hauptstraße ein paar Häuser weiter nach Westen zu umzog, führte sie dort ihr Geschäft weiter. Auf dem Bild rechts, über dem Steinhaufen ist eine Hausbank zu erkennen. An warmen Sommerabenden saßen die Hausbewolmer und Nachbarn auf einer Bank beieinander und 'maiten'. Sie erzählten sich Dorfneuigkeiten und 'hechelten' so manchen Nichtanwesenden durch.

34 Diese neuere Fotografie zeigt ein Fachwerkhaus des 18. [ahrhunderts mit abgewalmtem Mansardendach und doppelseitigem Treppenaufgang in der hinteren Hauptstraße. Dieses Anwesen dürfte auf Benedikt Maurer zurückgehen, der es 1796 an Heinrich Barth verkaufte. Das Haus war auch Geschäftshaus, wie das Schaufenster rechts neben der Eingangstür beweist. Im 20. [ahrhundert war es bekannt als das Haus Dell. Peter Dell betrieb dort eine der ersten Tankstellen. Das Haus wurde abgerissen, an seiner Stelle errichtete die Raiffeisen GmbH eine Verkaufsstelle für landwirtschaft-

liehe Produkte. Heute werden die Räume von einer rürkischen Bäckerei genutzt.

35 Haus des Forsters Chrtstian Mock im Iahre 192 5. Die Mädchen und Frauen vor dem Haus tragen schicke halblange Kleider, die Männer irn Türrahmen haben gestärkte Hemdenkragen und Krawatten angelegt, selbst die Jugend ist festlich gekleidet. Warum? 'Heit is Kerwe'! Heute ist Kirchweih, Sie wurde rneist am zweiten Sonntag im August gefeiert. Zu [ener Zeit, die so wenig Zerstreuung kannte, es gab noch keine Unterhaltungsindustrie, war Kirchweihe eines der hóchsten Feste im Iahr, War die Heidelbeerernte gut ausgefallen, leisteren sich auch ärmere Familien neue Kleider, die dann an 'Kerwe' stolz präsentiert wurden.

36 Partie in der westlichen Hauptstraße während des Ersten Weltkriegs. Rechts ist der evangelische Kindergarten zu sehen, der aber damals seiner Bestimmung beraubt war und als Lazarett dienen mußte. Beachtenswert ist die solide Sandsteinmauer mit den Kugelverzierungen und den beiden Bogentüren. An den Kindergarten schließt sich das Haus Pey an, ein altes Bauernhaus. Zwischen diesem und der profanierten katholischen Kirche von 1 755, hier zum Teil mit der Giebelfront sichtbar, mündet die Heidestraße in die Hauptstraße. Über dem Giebel der alten Kirche ist der Turm der 1859/60 erbauten katholischen Kirche zu sehen.

37 Ein bäuerliches Anwesen um 1930. Es handelt sich um das Haus Fey in der westlichen Hauptstraße. Das Haus ist eine Einfirstanlage mit Wohnung, Scheunenteil und Stall. Rechts hinten im Bild ist ein Schuppen zu sehen, der der Aufbewahrung von Ackergerätschaften und Brennholz diente. Die Wohnräume lagen im ersten Stock, wie es die hohe Treppe beweist. Das Haus besaß aber auch im Erdgeschoß eine Wohnung. Der Eingang dazu befand sich an der vorderen Seitenfront. Möglicherweise waren da einmal Keller oder Ställe, wie das bei anderen Häusern auch der Fall war.

38 Die Familie Ottmann errichtete um 1909/10 an der Nordseite der westlichen Hauptstraße ein herrschaftliches Haus, um das ein kleiner Park angelegt wurde. Es war zu dieser Zeit eines der stolzesten Häuser im Dorf Die Rundbogenfenster des massiven Sandsteingebäudes an der Giebel- und Frontseite haben Scheitelsteine. Der Eingang mit überdachtem Vorbau befindet sich auf der Ostseite, Bereits 1910 wurden die der Firma Ottmann gehörenden Häuser vom Werk, das heißt von der Chemisehen Fabrik aus, mit elektrischem Strom versorgt. Die allgemeine Stromversorgung des Dorfes wurde erst 1922 realisiert.

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