Hochspeyer in alten Ansichten

Hochspeyer in alten Ansichten

Auteur
:   Franz Neumer
Gemeente
:   Hochspeyer
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6254-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hochspeyer in alten Ansichten'

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39 'Die Fabrik'. Die Chemische Fabrik G. Ottmann & Cie. wurde 1880 errichtet und entwickelte sich zu einem weltbekannten Unternehmen. Die Fabrik verarbeitete besonders Buchenholz und gewann Essigsäure, Eisessig und Methylalkohol, die als Zwischenprodukte hauptsächlich in der BadischenAnilin- und Sodafabrik in Ludwigshafen zu chemisehen Endprodukten weiterverarbeitet wurden. Da jährlich etwa 35000 Raummeter Holz bereitgestellt werden mußten, benötigte das Unternehmen große Lagerplätze. 1924 wurde das Werk stillgelegt, 250 Arbeiter verloren ihren Arbeitsplatz.

G. QTTMAN N & C,E., Chemische Fabrik,

HOCHSPEYER

40 Die chemische Fabrik wird demontiert. Ein Bild aus den dreißiger Iahren zeigt die Sprengung eines Schornsteines. Eine große Zuschauermenge hatte sich in respektvoller Entfernung eingefunden. Die beiden anderen Schornsteine und Fabrikationshallen wurden ebenfalls niedergelegt. Das Industriegelände mit etlichen erhaltengebliebenen Gebäuden stand noch jahrzehntelang ungenutzt. Lediglich einige Wohnräume wurden genutzt. Es war, wohl auch durch die Zeitumstände bedingt, nicht möglich, eine neue Industrie anzusiedeln, was für Hochspeyer von großer Bedeutung gewesen wäre. Heute ist alles eingeebnet, das Areal wird

von einer Baufirma und einem Supermarkt genutzt.

41 Blick von der HeidestraBe um 1930. Im Vordergrund, in der Bildmitte, ist die Hauptstraße zu sehen mit dem Zimmergeschäft Wagner, rechts daneben das Anwesen Hofmann und an der linken Bildseite das Gasthans 'Zum Stern'. Zu dieser Zeit steht unterhalb des Antoniushauses, im Mittelgrund, nur ein Haus in der östlichen Bruchstraße. Später wurde die Bruchstraße von dem zweiten alleinstehenden Haus Mertel an (links), nach Osten weitergeführt. Der Hintergrund zeigt Häuser der Kirchstraße lU1d der Trippstadter Straße. Der Bahndamm in der Mitte wurde prägend für den Talraum

des Hochspeyerbaches, er zerschneidet das Dorf in zwei Teile.

42 An der Bahnstrecke nach Bildrand rechts Frau Winkel-

Frankenstein. Das Bild stellt mann.

eine Seltenheit dar. Ein Luft-

schiff überfliegt, wohl um

1930 oder 1931, ganz nahe

bei Hochspeyer den Pfälzer-

wald, Das hier abgebildete

Häuschen unterhalb von

Hochspeyer in Richtung Frankenstein, ist typisch für alle Bahnwärterhäuser an der Strecke der Ludwigsbalm. Sie wurden überall dort errichtet, wo ein schienengleicher Bahnübergang zu sichem und deshalb Schranken zu bedienen waren. Charakteristisch auch für die damalige Zeit, die Telefonmasten rnit ihren Isolierschellen und den zahlreichen Kupferdrähten. Der Arbeiter in gebückter Haltung ist Konrad Bohlander, am

43 Der Hochspeyerer Badeweiher. Die Anlage des Badeweihers geht auf die Initiative von Bürgermeister Heinrich Fischer zurûck. Die Gemeinde erwarb Gelände von Privatleuten und beschäftigte über Monate hinweg zahlreiche Männer, die ohne Arbeit waren, im Rahmen der produktiven Erwerbslosenfürsorge. Diese legten den ursprünglichen Weiher trocken, beseitigten den Schlamm, entfernten Schilfinseln, legten das Ufer an und bauten Zäune und Kabinen. Das Gelände rings um den Weiher wurde in eine Park- und Grünanlage umgewandelt und somit Platz für Liegewiesen geschaffen.

] 995 wurde der alte Badeweiher ersetzt durch ein nach

modernsten Erkenntnissen gestaltetes Freizeitbad.

44 Haus Münchhofstraße 3, wie es zu Anfang unseres jahrhunderts aussah, Das Anwesen gehörte 1836 dem Wagner Joh. Georg Bayer, der es 181 6 von den Erben des Friedrich Helf gekauft harte. Um 1 730 gehörten alle Grundstücke vom westlich des Hauses Bayer gelegenen Anwesen Rheinheimer bis zum östlichen Treppenaufgang der zur MünchhofschuIe führt, dem Johannes Helf Dieser harre sich wohl als erster dort angesiedelt. Gegen Ende des 19. [ahrhunderts war das Anwesen Bayer im Besitz des Heinrich Mock, geboren 1835, auf dem Bild im Fenster zu sehen. Auf dem Stuhl im Garten vor dem Haus sitzt seine Ehefrau Mar-

garethe Michel aus Neuhemsbach,

45 Haus Münchhofstraße 34 in den zwanziger Jahren. Diese Bauweise finder man in Hochspeyer öfters, Wohnhaus mit dem Stall und einer kleinen Scheune unter einem First. Viele Bürger besaßen eine Kuh und ein wenig Akkerland. Beides reichte allerdings nicht zum Leben, da die Familien bis in die dreißiger jahre ziemlich groß waren. Auf dem Bild ist Frau Kathartna Schwarz, geborene SchuIer, mit ihrem Sohn Christian zu sehen. Die Straße zum Münchhof, ein Verbindungsweg seit dem Mittelalter zwischen dem Dorf und dem Klosterhof Sendeiborn, wurde erst im 19. [ahrhundert auf seiner östlichen Seite mit Häusern bebaut, die Bebau-

ung der Westseite erfolgte zum Teil erst in unserem Iahrhundert.

46 Ein Teil des Mûnchhofes, Der Münchhof geht auf ein klósterliches Gut zurûck, Rechts steht das Haus Würtz, das 1740 von Johannes Würtz und dessen Ehefrau Anna Becker errichtet wurde. Charakteristisch sind das Krüppelwalmdach und die runde Treppe aus einheimischem Sandstein. Das sich anschließende langgestreckte Fachwerkhaus scheint älter zu sein, Beachtenswert ist der schindelbedeckte Nordgiebel. Dieses letztere Haus wurde

1 970 abgerissen. Ein Charaktertstikurn ist auch der Holzstoß, rechts im Bild. Holz war einmal, schon wegen der riesigen Wälder rings um den Ort, das Brennmaterial schlechthin.

47 Noch einmal die beiden Häuser des Münchhofes. Auf dem Platz dieser Anwesen besaß das ehemalige Kloster Otterberg eine Kurie, den Hof Sendelbom. Dieser Hof war mindestens seit 121 7 im Besitz der Otterberger Zisterzienser und besaß innerhalb der Gemarkung von Hochspeyer einen großen abgestemten Bezirk. Das Kloster wurde 1564 aufgehoben, der Hofkam in die Hände der kurpfälzischen Geistlichen Güteradrninistration. Van den ursprünglichen Wirtschaftsund Wohngebäuden des Klosterhofes sind keine Spuren mehr vorhanden. Doch stieß man 1995 bei Straßenarbei-

ten in Höhe der Einfahrt in etwa einem MeterTiefe auf Mauerwerk.

48 Frau WÜYtz mit ihren Töchtern vor den Häusern des Münchhofs, im Hintergrund die Mutter von Frau Würtz. Der Vorfahr der beiden Mädchen war RudolfWürtz, ein Mennonit, der aus der Schweiz eingewandert war. Würtz erhielt 1669 einen Erbbestandsbrief für die Hälfte des Münchhofes. 1672 erbaute er ein Haus und errichtete 1676 die zerstörte Ziegelhütte, die nahe am Haus lag. Angehörige der Familie Würtz waren bis ins 20. Iahrhundert auf dem Münchhof ansässig, zuerst als Erbbeständer, dann als Besitzer der großen Liegenschaften. 1669 wurde die andere Hälfte des Hofgutes an Georg Münch in Erbbestand verpachtet. Auf

ihn geht wahrscheinlich der Name Münchhofzurück.

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