Hochspeyer in alten Ansichten

Hochspeyer in alten Ansichten

Auteur
:   Franz Neumer
Gemeente
:   Hochspeyer
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6254-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hochspeyer in alten Ansichten'

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59 In den dreißiger Iahren unseres jahrhunderts war man von der bisherigen Bauweise der Wohnhäuser längst abgekommen, wie dieses Doppelhaus Edelmann zeigt. Es steht am oberen Ende der Trippstadter Straße inmitten einer zwischenzeitlich weitergeführten Bebauung. In Abwendung vom Sandstein als Baumaterial wurden viele dieser Häuser mitTuffsteinen gebaut und danach verputzt. Jedoch erhielten auch Sandsteinhäuser einen Verputz. Fenster- und Türgewände waren aber traditionell noch aus Sandstein gefertigt.

60 Dieses Haus in der Kirchstraße 4, der protestantischen Kirche gegenüber gelegen, fiel um 1980 der Spitzhacke zum Opfer. Das Haus besaß einen Zwerchgiebel, der sonst nur selten zu beobachten ist. DerTürrahmen war profiliert und hatte einen Schlußstein. Dieser trug die Initialen DAB, darunter MB und nochmals darunter die jahreszahl 1816. DAB dürfte in David und Anna Barth aufzulösen sein. Die Ehefrau des David Barth war Anna Barbara Kohl, die Grund und Boden

1 816 von ihren Eltern erhalten hatte.

61 Vier Generationen aus dem Haus Kirchstraße 4 (Bild Nr. 60). Rechts Elisabeth Petri, geboren am 30. März 1830, heiratet in erster Ehe am 19. März 1857 Peter Barth, in zweiter Ehe Nikolaus Müller. Links steht ihreTochter Magdalena Barth, geboren am 25. April 1858, sie heiratet am 9. Oktober 1880 Karl Schwehm. In der Mitte die Tochter dieser Ehe, Elisabeth Schwehm, geboren am 1. September 1881. Elisabeth Schwehm heiratet am 20. Juli 1905 Jakob Schwager. Das Kind ist Emil Schwager kurz nach der Geburt. Magdalena Barth Schwehm war jahrzehntelang eine äußerst gewissenhafte Hebamme in Hochspeyer.

62 Dieses Haus steht noch ziemlich unverändert zwischen Mühlhofstraße und Kirchstraße. Bemerkenswert ist auch hier die Einfirstanlage: rechts die Scheune, unter der Treppe befindet sich der Eingang zum Keller, die Wohnräume liegen im ersten Stock. Errichtet wurde das Haus von einem Mitglied der seit der ersten Hälfte des 18. jahrhunderts nachgewiesenen Familie Barth. Angehörige dieser Familie betrieben als Erbbeständer die LeiningenHardenburgische Mühle und waren noch im 19. Iahrhundert Muller. Auf dem Bild steht rechts Frau Hoffmann, geborene Ritter, links ihre

Tochter, verheiratet mit dem Scbmiedemeister Wilhelm Buch.

63 Das Gasthaus 'Zur Herberge' . Das Gasthaus stand in der Wiesenstraße und barg unter seinem Dach einen großen Ûbernachtungsraum für durchreisende Handwerksburschen. Daher stammt auch der Name 'Herberge'. Erbaut wurde es von Wilhelm Beinhauer, gestorben 1871, und dessen Ehefrau Regina Maurer. Das Haus mußte um 1942 wegen der Erweiterung der Bahnanlagen abgerissen werden, die nahe dabei gelegene Straßenunterführung wurde zugeschüttet. Während der Bauarbeiten fand man ganz in der Nähe Skeletteile, die Bauarbeiter waren auf den uralten Friedhof gestoßen.

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64 Ein Sandsteinhaus im Storchennest. Die Straße im Storchennest, die von der Münchhofstraße nach Osten zu abzweigt, entstand wohl erst im 20. Jahrhundert. Noch nach dem Zweiten Weltkrieg standen lediglich drei oder vier Häuser da. Massive Sandsteinhäuser, wie hier auf dem Bild zu sehen, wurden meist erst nach Eröffnung der zahlreichen Sandsteinbrüche gebaut. Die Sandsteinbrüche entstanden vermehrt, als die Eisenbahn für ihre Brücken, Durchlässe und Hochbauten solides Baumaterial brauchte. Die Straße 'Im Storchennest' wurde um ! 955 umbenannt in 'Stettiner Straße'. Der Name 'Storchennest' blieb erhalten; man übertrug ihn kurzerhand

auf eine Straße im Neubaugebiet.

65 Bauernhaus in der óstlichen Weiherstraße. Das Bild wurde um 1924 aufgenommen. Aus dem Fenster schaut Frau Eva Holzhauser, geborene Bernhard. auf der Treppe steht ihre Tochter Anna. In den zwanziger Jahren unseres [ahrhunderts war Hochspeyer noch landwirtschaftlich geprägt, wie das hier auf dem Bild zu sehen ist, Die Sandsteintreppe in der Mitte des Bildes führt zurWohnung, links daneben ist die ebenerdige Stalltür zu sehen und rechts das Scheunentor. Die Anordnung der Wohnräume 'über den Stallungen war wohlüberlegt, denn die aufsteigende Wärme kam den Bewohnern zugute.

66 Dieses Foto aus dem [ahre 1924 zeigt das HausVogel in der Weiherstraße, das um 1870 erbaut wurde. Im Hofeingang steht Friedrich Vogel, rechts daneben sein Sohn Friedrich (Fritz), dalunter Frau Karoline Vogel, geborene Hauck, mitTochter Lydia, Die Weiherstraße wurde in ihrern mittleren und hinteren Teil erst im Laufe des 19.Jahrhunderts mit Häusern bebaut, und zwar nur an der Bergseite. 1 83 6 standen erst zwei Häuser westlich des Brunnenhübels; zu dieser Zeit endete der Dorfbann einige Meter westlich des Brunnenhübels.

67 Blick auf das ehemalige Haus Degiuli in der Heidestraße, wie es bis nach dem Zweiten Weltkrieg aussah. Die Heidestraße wird noch heute im Volksmund die 'Schindkaut' genannt, weil die Straße zu einem Platz führte, wo gefallenes Vieh verscharrt wurde. Die topographischen Gegebenheiten machten bei den Häusern, die an die Berghänge gebaut wurden, immer wieder Stützmauern erforderhch, um einen Garten anlegen zu können, wie das hier deutlich wird. Bemerkenswert die Straße, eine Mittelrinne leitete das Wasser ab, die Pflasterung reichte nur erwa je einen Meter nach rechts und links. Gehsteige fehlten völlig. Erst in der zweiten Hälfte un-

seres [ahrhunderts erhielt sie eine Schwarzdecke und Gehsteige.

68 Franz Weilacher mit seiner Dreschmaschine var seinem Anwesen in der Münchhofstraße run ] 929. Zahlreiehe Helfer waren bis in den spaten Herbst hinein beschäftigt, die Ernte eines [ahres auszudreschen. Die Dreschmaschine arbeitete auch irn Lohndrusch in den bäuerlichenAnwesen. Damals gab es in Hochspeyer noch manche bäuerliche Vollerwerbsstellen. Aus Tradition pflanzten viele Bürger noch ihren Acker, der oft in den Zeiten der Not zwischen den beiden Weltkriegen den Parrulren weiterhalf Viel Männer gingen nach auswärts um zu arbeiten, die Frauen hatten neben dem Haushalt meist auch die Feldarbeit zu bewältigen.

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