Hofbieber in alten Ansichten

Hofbieber in alten Ansichten

Auteur
:   Eberhardt Lauer
Gemeente
:   Hofbieber
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4804-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Hofbieber in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Die ersten im Bereich der Gemeinde Hofbieber nachweisbaren Spuren einer Besiedlung stammen aus der Bronzezeit. Zahlreiche Gräber in den Gemarkungen der Gemeinde sowie ein Ringwall auf der Milseburg sind Zeugen davon, daß keltische Stämme hier angesiedelt waren. Auch war die Gegend nachweisbar schon bewohnt, als der heilige Bonifatius im nahen Fulda sein Kloster gründete. Jedenfalls scheint erwiesen, daß der Hauneund der Biebergrund die am frühesten besiedelten Flußtäler des Kreises Fulda waren. Die Siedler kamen aus Unterfranken und Thüringen und brachten von hier seit der Mitte des 7. Jahrhunderts auch den christlichen Glauben mit, den sie oder ihre Eltern von irisch-schottischen Mönchsmissionaren empfangen hatten.

Zu den frühen christlichen Niederlassungen gehörte auch Hofbieber. Wahrscheinlich war es eine etwa im 7. Jahrhundert von Niederbieber aus angelegte Siedlung. Der Name dieser Siedlung war 'Bieberaha' . Erstmals schriftlich erwähnt ist dieses 'Bieberaha' am 10. September 825 in einer Schenkungsurkunde des Egilmar und Meginhold, die damals dem Fuldaer Kloster einen 'an einen Neubruch des heiligen Bonifatius anstossenden' Neubruch in dem Dorf Bieberaha übereigneten. In dieser Zeit hat auch die enge Verbindung des hiesigen

Raumes zu Fulda und seinem Kloster ihren Ursprung.

Hofbieber ist der Kernort der im Jahre 1972 im Rahmen der Gebietsreform neu geschaffenen Gemeinde gleichen Namens. Sie besteht aus den Ortsteilen Hofbieber, Allmus, Danzwiesen, Elters, Kleinsassen, Langenberg, Langenbieber, Mahlerts, Niederbieber, Obergruben, Obernüst, RödergrundJEgelmes, Schwarzbach, Traisbach, Wiesen und Wittges. Der Gemeindebezirk umfaßt eine Fläche von ca. 91,31 qkm. In diesem Raum Ieben ca. 5 300 Einwohner. Die einzelnen Ortsteile der Gemeinde Hofbieber sind im wesentlichen landwirtschaftlich geprägt.

In den letzten Jahrzehnten haben sich in den ehemals ausschließlich landwirtschaftlich orientierten Ortschaften die wirtschaftlichen Verhältnisse grundlegend verändert. Der hiesige Raum hat seine ursprüngliche Funktion, landwirtschaftlicher Produktions- und Lebensraum zu sein, in erheblichem Maße verloren. Unzählig viele landwirtschaftliche Betriebe existieren nicht mehr, oder werden nur noch im Nebenerwerb betrieben. Die Bewohner der Ortschaften verdienen ihr Geld in der nahen Stadt Fulda, oder müssen zum Teil noch erheblich weitere Anfahrtswege zu ihren Arbeitsplätzen auf sich nehmen.

Bei allen Bestrebungen der Gemeinde und privater Bauherren, soviel vom alten Bestand der Gemeinden zu erhalten und zu bewahren, ließ es sich nicht vermeiden, daß sich das Bild der Ortschaften der Gemeinde teilweise drastisch verändert hat. Manche aus Kindertagen bekannte Ortsansichten wurden Stück für Stück aus Zweckmäßigkeitsgründen dem Zeitgeist geopfert. Beredte Beispiele sind Elters, Wittges und Allmus, deren äußeres Erscheinungsbild sich grundlegend gewandelt hat. Auch in der Ortslage von Hofbieber würde sich mancher, der früher hier lebte, nach den Umgestaltungen der letzten Jahrzehnte und dem Neubau eines Lebensmittelmarktes nur schwer zurechtfinden.

Neue Baugebiete wurden erschlossen und haben nicht nur das Ortsbild, sondern auch den Charakter manchen Ortes von Grund auf verändert. Denkt man sich zum Beispiel die Neubaugebiete in Hofbieber, Langenbieber oder Wiesen, die in den letzten Jahren entstanden sind, weg, so wird einem bewußt, welche tiefen Veränderungen vor sich gegangen sind.

Die erwähnte Gebietsreform stellte einen erheblichen Einschnitt in der Entwicklung der nunmehr zu einer Gemeinde zusammengeschlossenen 16 Ortsteile dar. Über Jahrhunderte gewachsene

politische Strukturen wurden verändert. Gleichzeitig war die nun erheblich größere Kommune in der Lage, durch gezielte Investitionen die Infrastruktur in den einzelnen Ortsteilen zu verbessern. Daß dies nicht immer vonstatten ging, ohne daß liebgewordene Ortsansichten erhebliche Veränderungen erfahren haben, wissen insbesondere die älteren Menschen, die die Entwicklung ihres Ortes mit eigenen Augen verfolgen konnten.

Wie wichtig es ist, daß Erinnerungen aufbewahrt werden, beweist die Tatsache, daß sich im Bereich der Gemeinde Hofbieher nachgewiesenermaßen zahlreiche Wüstungen (untergegangene Ortschaften) befinden, auf deren Existenz heute manchmal nur noch F1urnamen hinweisen,

Um so wichtiger ist es, daß die Erinnerungen, die die Verbindung herstellen zwischen dem Vergangenen und nicht mehr Wiederbringbaren und der Gegenwart, erhalten bleiben. Dabei soll die Vergangenheit nicht im vergoldeten Glanz dargestellt werden, aber es soll doch versucht werden, die Erinnerung wachzuhalten an aus der Kindheit vertraute Bilder. Auch soll es als Anregung verstanden werden, Wertvolles aus der Vergangenheit zu erhalten.

Eberhardt Lauer

Die RM7z.

Foltlenweide bei Bieberstein.

1. Die Teiche an der Fohlenweide.

2. Schloß Bieberstein. Brücke und Eingangstor.

3. Bliek in den Klassenraum der alten Schule in Niederbieber mit Lehrer Klute,

4. Die Blaskapelle Niederbieber etwa 1927. Von links nach rechts, hintere Reihe:

W. Gutmann, Berthold Goldbach, Emil Flügel, Adalbert Sitzmann und Josef Ofenstein, Vordere Reihe: Kar! Müller, August Ofenstein und Kar! Kremer.

5. Straßenbau zwischen Niederbieber und Langenbieber 1919. Stehend, Klemens Remmert, Ferdinand Goldbach, Richard Schmitt (alle Niederbieber) und Josef Jonas (Allmus).

6. Der Kirchplatz in Hofbieber.

7. Die alte katholische Pfarrkirche in Hofbieber, die im Jahre 1900 wegen Baufälligkeit abgebrochen wurde.

8. Pfarrer Heinrich Peter NoH, Pfarrer in Hofbieber von 1884 bis 1919. Er ist der Verfasser der 'Geschichte der Pfarrei Hofbieber'. In seine Amtszeit fällt der Abriß der alten und der Neubau der neuen (jetzigen) Kirche von Hofbieber.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek