Hofgeismar in alten Ansichten

Hofgeismar in alten Ansichten

Auteur
:   Helmut Burmeister
Gemeente
:   Hofgeismar
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2473-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hofgeismar in alten Ansichten'

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69. Zusammen mit Kelze gehört Schöneberg zu den Gründungen der zweiten Einwanderungswelle der Glaubensflüchtlinge aus Frankreich. 1699 erhielten die Kolonisten die 22 'Portionen' in der Gemarkung des um 1430 ausgegangenen Ortes Bünichheim. Die Anlage erfolgte als Straßendorf an der Bremer Straße, wie unsere Karte erkennen läßt. 1705 wurde die Fachwerkkirche des Ortes eingeweiht, die zu den Kleinodien hugenottischer Tradition gehört. Noch heute verraten Familiennamen wie Bellon, Davin, Grandjot, Hugues, Martin, Morell und Vialon die Herkunft der Ahnherrn aus südfranzösischen Heimatbezirken. Besondere lokale Bedeutung hatte Schöneberg als Sitz mehrerer bäuerlicher Töpfer. Erst jüngste Neusiedlung hat das Ortsbild entscheidend verändert.

70. Schon der bis heute nicht schlüssig erklärte zweisilbige Name Hümme verrät das hohe Alter dieses Hofgeismarer Stadtteils. Zahlreiche archäologische Funde der ausgehenden Jungsteinzeit, der Bronze- und Eisenzeit und der Zeit um Christi Geburt geben Hinweise auf die wahrscheinlich seit Jahrtausenden ununterbrochene Besiedlung des fruchtbaren Geländes an Esse und Dieme!. Über Hümme wollte einst Landgraf Carl seinen Kanal zwischen Carlshafen und Kassel bauen; im Gemarkungsbereich war der Kanal 1 600 Meter lang, 16 bis 18 Meter breit und bis zwei Meter tief. Bedeutung gewann Hümme als Knotenpunkt der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn und der hessischen Carlsbahn. Am 30. März 1848 verließ der erste Zug den (auf unserer Karte 'alten') Bahnhof mit dem Kurfürsten in Richtung Karlshafen. Als am 24. September 1966 der letzte Zug vor Stillegung der Strecke aus Karlshafen einlief, hatte der Bahnhof sein Gesicht völlig verändert (auf unserer Karte der Jahrhundertwende als 'Neuer Bahnhof' bezeichnet). Noch heute liegt in Hümme die angeblich steilste Eisenbahnkurve Europas.

71. Jedes Jahr am ersten Sonntag im Mai ziehen in KeIze junge Mädchen mit einer Maikönigin im Kleinkindalter durch das alte Hugenottendorf, mit einem Heischelied, dessen französische Herkunft unzweifelhaft, dessen Bedeutung jedoch noch immer ungeklärt ist. Weitere Besonderheiten der Keizer sind das erst am Aschermittwoch gefeierte Faschingsfest und das Frühlingsfest der Keizer Jungen, die am zweiten Ostertag mit Wacholderbüschen von Haus zu Haus ziehen und in ihrer Mundart heischend rufen: Austerejere, Speek, Wast! Nur wenige Häuser KeIzes sind älter als hundert Jahre; ein Großbrand legte 1933 die Häuserzeile auf unserem Bild rechts in Schutt und Asche. Am 11. November 1875 hatte ein Großfeuer allein vierzehn Wohnhäuser, also etwa ein Drittel des Dorfes, vernichtet und mehrere Mitglieder der Familien Bonnet, Benoit und Briede ins Unglück gestürzt, da einige der Betroffenen nicht versichert gewesen waren. Für Jean-Pierre Bonnet wurde eine besondere Spendenaktion veranstaltet.

72. Hugenotten-Nachkornmen aus Kelze, Schöneberg und Gewissenruh waren die ersten Siedler in dem neuen Dorf Friedrichsdorf', das im Jahre 1775 auf Befehl des Landgrafen Friedrich angelegt wurde. Ihre kleinen Heimatdörfer waren inzwischen überfüllt, und die Stadt Hofgeisrnar besaß eine der größten Gemarkungen in Hessen, so daß nach Meinung des Landgrafen hier genug bebaubare Fläche vorhanden war. Unser Bild aus 1925 zeigt die Dorfstraße mit dem Hirtenhaus rechts vor der Kirche. Die Karte erschien anläßlich des 150jährigen Bestehens des Ortes, mittlerweile Stadtteil von Hofgeismar.

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