Hohenwestedt in alten Ansichten Band 1

Hohenwestedt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Harald Jockenhövel
Gemeente
:   Hohenwestedt
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2963-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Hohenwestedt in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

9. Das Kirchspielhaus stand an der Ecke Lindenstraße/Wilhelmstraße. Direkt im Ortszentrum gegenüber von Kirche, Kirchspielvogtei und Pastorat gelegen gehörte der Betrieb unter seinen Besitzern Boye und Wesselmann zu den führenden Hotels und Gaststätten am Ort. Adolf Boye unterhielt in seinem Haus auch ein Geschäft für Kolonial-, Eisen- und Kurzwaren. Das Grundstück wurde 1954 von der Kirchspielsparkasse aufgekauft. 1964 konnten dann die Pläne für einen Neubau der Sparkasse realisiert werden und die Gastwirtschaft, die bis zu diesem Zeitpunkt noch verpachtet war, wurde abgebrochen.

10. Die Wilhelmstraße wurde 1895 nach dern Abbruch des alten Pastorates als Verbindung zwischen der Linden- und der Friedrichstraße angelegt. Es entstanden Miets- und Geschäftshäuser. Wir sehen auf diesem Foto links Adolf Boyes Gastwirtschaft 'Zum Kirchspielhaus'. Auf diesem Grundstück steht heute der Neubau der Sparkasse. Die Veranda vor dem Gebäude wurde 1912 abgebrochen. Es folgen das Eisenwarengeschaft von Boye, der damals unter anderem mit Öfen, Herden und eisernen Fenstern handelte, und der Salon von Frisör Greve. Den Abschluß dieser Häuserreihe bilden das Textilgeschäft Dammann und die Hohenwestedter Drogerie von Heinrich Breese, der hier von 1903 bis 1908 seine Geschäftsräume unterhielt.

11. Hohenwestedt erhielt erst 1868 unter preußischer Verwaltung eine eigene Poststation. In Hohenwestedt gab es vorher nur eine Briefsammelstelle. Die zuständige Poststation mit dem Pferdewechsel für die Kutschen der Personenpost befand sich in Remmels. Noch heute erinnert dort der 'Posthof' an die Zeiten der KönigliehDänischen Reichspost. Das erste Hohenwestedter Postamt war in der Rendsburger Straße, im Haus des späteren Amtsgerichtes, untergebracht. 1897 erfolgte die Verlegung in das hier abgebildete von Gastwirt KoU erbaute Haus in der Wilhelmstraße. Vor diesem Gebäude mit dem Reichsadler der Kaiserlichen Post am Giebel sehen wir die Amtsangestellten, einen Landpostwagen und rechts neben dem Haus einen zweirädrigen Postkarren für den Transport der Postsachen zum Bahnhof. Heute befindet sich in diesem Gebäude ein Funk- und Fernsehfachgeschäft.

12. Das Kaiserliche Post- und Telegrafenamt erhielt 1907 diesen stattlichen Neubau an der Ecke Lindenstraße/Wilhelmstraße und nutzte ihn bis zur Errichtung des neuen Amtsgebäudes in der Itzehoer Straße in günstiger Nähe zum Bahnhof im Jahre 1959. Das derzeitige Haus ist das erste posteigene Gebäude in Hohenwestedt, denn sowohl das hier abgebildete Postarnt wie auch das benachbarte Gebäude, in dem die Post von 1897 bis 1907 ihre Amtsräume unterhielt, war von Hohenwestedter Geschäftsleuten gebaut und der Post zur Miete überlassen worden. Noch heute erinnert das in der Lindenstraße angrenzende Hotel 'Zur Post' an den ehemaligen Standort der Hohenwestedter Post.

13. 'Schankwirtschaft Heinrich Wüpper' heißt es auf der Inschrift über dem Eingang zum Haus Lindenstraße 38, in dem heute ein Schuhgeschäft seine Waren anbietet. Heinrich Wüpper, der damalige Besitzer, war eigentlich Töpfermeister und verkaufte in seinem Laden Steingut- und Tonwaren. Der Ausschank von Getränken war daher wohl nur ein Nebenerwerb. Erst unter seinem Nachfolger Zimmermann, der der Wirtschaft den Namen 'Zur Traube' gab, scheint bis 1911, dem Jahrder Schließung, ein gewisser Aufschwung geherrscht zu haben. Da in diesem Jahr auch zahlreiche andere Gastwirtschaften ihren Besitzer wechselten, gab es in der Tageszeitung folgende kurze Meldung: Der Handel mit Hotelwirtschaften geht in letzter Zeit in unserem Ort recht flott.

14. Die beiden folgenden Aufnahmen zeigen das Hotel 'Zur Börse' in der Lindenstraße 40, jedoch in einem zeitlichen Abstand von etwa SO Jahren, so daß die Veränderungen, die dieses Gebäude erfahren hat, deutlich zu erkennen sind. Nach Angaben aus dem Ortsmuseum ist dieses Foto auf das Jahr 1870 zu datieren. Die 'Börse' wurde damals von Grete Jargstorff geführt, während Christian Delfs Eigentümer der benachbarten 'Drogen-, Kolonial-, Eisen- und Kurzwarenhandlung' war. Bezeichnend für die damalige Hohenwestedter Situation ist, daß sich auch in beiden links angrenzenden Gebäuden Gaststätten befanden. Hohenwestedt war als Kirchspielort und ländliches Handelszentrum reich mit Wirtshäusern gesegnet. An der noch geschlossenen Häuserreihe ist übrigens auch zu erkennen, daß zum Zeitpunkt dieser Aufnahme die Wilhelmstraße noch nicht angelegt war.

15. Die 'Börse' hat auf diesern Foto für das 'verehrte Publikum' eine ansehnliche Terrasse erhalten. Der Besitz ist 1923 an Wilhelm und später an Adolf Schlesselmann übergegangen. Auch heute noch wird unter neuen Wirtsleuten die Tradition in diesem Haus besenders geschätzt und zahlreiche gesellschaftliche Veranstaltungen haben hier ihren Platz. Das Kolonialwarengeschäft wurde nun von August Seeligmann geführt, Heute tätigt in diesen Geschäftsräumen eine Eisdiele ihren Verkauf. Besenders an heißen Tagen vermißt man hier schrnerzlich den kühlen Schatten der hohen Lindenbäume.

·50 jähriges Jubiläum

des Hohenwestedter landw. Vereins.

16. Die ersten landwirtschaftlichen Vereinsgründungen in Schleswig-Holstein erfolgten um die Mitte des vorigen Jahrhunderts. Irn Gebiet des alten Kreises Rendsburg schlossen sich die Landwirte im Jahre 1840 zu einem 'Landwirtschaftlichen Verein im Amt Rendsburg' zusammen, aus dem sich dann durch Teilung der alten Vereinigung 1856 auch der selbständige 'Hohenwestedter Landwirtschaftliche Verein' bildete. Er wurde schnell zu einem Mittelpunkt im bäuerlichen Geschehen der damaligen Zeit und konnte sein fünfzigjähriges Bestehen mit einem großen Festumzug durch den Ort begehen.

17. Die langjährigen Bemühungen des Landwirtschaftlichen Vereins um die Einrichtung einer Fachschule zur Ausbildung des bäuerlichen Nachwuchses hatten 1870 Erfolg. Das Foto zeigt das Gründungskuratorium der 'Landwirtschaftlichen Lehranstalt' in Hohenwestedt. Innerhalb kurzer Zeit löste das Kuratorium alle organisatorischen und finanziellen Fragen. Mit Hilfe einer Aktienstiftung an der sich zahlreiche Bürger aus dem Ort und der Umgebung beteiligten, wurde das notwendige Startkapital aus eigener Kraft aufgebracht. Am 16. Oktober 1870 konnte dann in Hohenwestedt für den Raum Mittelhostein nach Kappeln und Preetz die dritte Landwirtschaftsschule in Schleswig-Holstein feierlich eröffnet werden.

18. Bei der Errichtung der Landwirtschaftsschule erwies sich die Spar- und Leihkasse Hohenwestedt als großzügiger Spender. Sie kaufte Grundstück und Gebäude - das alte Muhlsche Gewese in der Lindenstraße -, übernahm auch die laufende Unterhaltung und stellte es der Schule für einen geringen Mietzins zur Verfügung, bever sie es 1942 der Gemeinde übergab. Ziel der Schule war es, dem landwirtschaftlichen Nachwuchs fachliches Können zu vermitteln und die Allgemeinbildung zu erweitern. Die Ausbildung dauerte drei Semester und schloß zahlreiche Fachgebiete ein. 1933 wurde der Unterricht auf zwei Semester gekürzt. Eine 'Mädchenabteilung', die 1923 eingerichtet wurde, übernahm die Aufgabe, den jungen Landfrauen Grundlagen in der Hauswirtschaft und der Gartenpflege zu vermitteln.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek