Hohenwestedt in alten Ansichten Band 1

Hohenwestedt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Harald Jockenhövel
Gemeente
:   Hohenwestedt
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2963-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hohenwestedt in alten Ansichten Band 1'

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29. Das Textilgeschäft von Georg Früchtenicht war ein bekanntes und gut geführtes Unternehmen. Früchtenicht erwies sich als umsichtiger Geschäftsmann und besaß das Vertrauen seiner Kundschaft, die seine 'Manufactur' in der Rendsburger Straße gerne aufsuchte. In diesem Haus wurde 1895 auch die Kirchspielsparkasse gegründet, die hier ihre Geschäftstätigkeit bis zum Umzug in die Bahnhofstraße im Jahre 1908 ausübte. Aufgrund seines hohen Ansehens wurde Georg Früchtenicht zum ersten Kassierer der Kirchspielsparkasse berufen.

30. Im Jahre 1877, zehn Jahre nach der Eingliederung Schleswig-Holsteins als Provinz in das Königreich Preußen und acht Jahre nach Abschaffung der alten dreigeteilten königlichen, gräflichen und klösterlichen Obrigkeiten, erhielt Hohenwestedt ein eigenes Amtsgericht. Es bezog das hier abgebildete Gebäude an der Einmündung der Feldstraße in die Rendsburger Straße. Hier war zuvor das erste Hohenwestedter Postamt untergebracht gewesen. Fast einhundert Jahre ist in diesem Gebäude für den Amtsbezirk Hohenwestedt Recht gesproehen worden. Bis 1965 wohnte auch der Amtsleiter im Erdgeschoß des Hauses, Nach einem Umbau wurden die Gerichtsräume nach unten verlegt, während das Obergeschoß nun der Aktenaufbewahrung und Registratur diente. Mit der Neugliederung der Amtsgerichtsbezirke von 1975 wurde das Hohenwestedter Gericht aufgelöst, die Zuständigkeiten in die Kreisstadt Rendsburg verlagert und das Gebäude in ein Wohnhaus umgebaut.

Hohenwesteclt.

Hëpen.

31. Der Höpen war noch bis in die zwanziger Jahre eine Straße der Handwerker und Gewerbetreibenden. Die Gerberei Stange, der Sattler Jessen, die Buchbinderei Petersen, die Käserei Rohwedder und das Kolonialwarengeschäft Teihs und weitere Handwerksbetriebe sorgten für Leben und Kundschaft in dieser Straße, die vermutlich mit ihrem Namen an ein kleines, im Feld früher außerhalb der Ortschaft liegendes Gehöft erinnern soll. Die Dorfjugend jener Zeit, diese Karte stammt aus dem Jahr 1922, spottete - wenn auch im Scherz: 'Im Höpen, dar gifft dat nix to köpen, blot bi Peter Teihs för 5 Perm Scheiß!' Das Gebäude rechts hinter den hohen Straßenbäumen gehörte der Familie Bredersen. Andreas Brodersen war königlicher Rentmeister in Hohenwestedt, sein Sohn Albert von 1910 bis 1925 Gartenbaudirektor der Stadt Berlin.

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32. Dieses Bild aus dem Jahre 1910 zeigt den Höpen in Richtung Friedrichstraße. Rechts in der Eingangstür seines Hauses steht der Sattler, Dekorateur und Polsterer Jessen, der diesen Betrieb im Jahr zuvor von Hermann Ralfs, der zudem eine Sargmacherei betrieb und Bestattungen durchführte, übernommen hatte. An der Gartenpforte des nächsten Hauses stellt sich der Lehrer Fritz Schweim dem Postkartenfotografen. Auf der linken Straßenseite sehen wir das Gebäude der Buchdruckerei Petersen, bei der auch die früher selbständige Hohenwestedter Zeitung erschien. Entlang des Höpen führte bis 1867 eine der innerörtlichen Grenzen: Die rechte, westliche Seite der Straße war klösterliches, die linke, östliche Seite gräfliches Hoheitsgebiet.

33. Das Hotel 'Zum weißen Roß' lag verkehrsgünstig an der Ecke Rendsburger Straße/Friedrichstraße. Es ist heute zu einem reinen Wohnhaus umgebaut worden. Im eleganten Kutschwagen, gezogen von einem weißen Roß, wurden die Gäste vom Bahnhof abgeholt, In einer Geschäftsanzeige aus dem Jahre 1908 warb der damalige Besitzer Johannes Jappe mit folgenden Worten für sein 'altrenomiertes Haus': 'Restauration zu jeder Tageszeit, anerkannt gute Küche, gutgepflegte fremde und hiesige Biere.' Und über das Hotel selbst heißt es: 'Große, geräumige Lokalitäten, elegant eingerichtete Zimmer mit vorzüglichen Betten, Kegelbahn.' Wen wundert es da, daß die 'geehrten Vereine, Klubs und Gesellschaften' dieser Empfehlung gerne folgten.

34. Dieses Foto zeigt die Friedrichstraße vor der Jahrhundertwende. Kopfsteinpflaster, Öllatemen und Wasserpurnpen auf der Straße prägen das Bild einer dörflichen Idylle. Das prächtige Fachwerkhaus auf der rechten Straßenseite ist das Burmesterhaus. Dort wurde 1927 das Hohenwestedter Heimatmuseum untergebracht. Die Familie Burmester war eine wohlhabende und angesehene, seit 1746 in Hohenwestedt ansässige Familie. Sie hatte ein Legat gestiftet, von dem das Heimatmuseum, als dessen Vater der Lehrer Hans Wilhelm Sierck gilt, eingerichtet werden konnte. Sierck hatte bereits seit 1910 eine umfangreiche Sammlung zusammengetragen, für die die Räume in der alten Mittelschule am Höpen nicht mehr ausreichten. Das Burmesterhaus ist 1984 von der Gemeinde grundlegend renoviert worden.

Friedrichstrassc

35. Die Friedrichstraße präsentiert sich auch hier als schmale, beschauliche Dorfstraße. Bei allen Veränderungen am Ausbauzustand der Straße ist es überraschend, daß sich bis heute die Struktur und die Bausubstanz zumindest der südlichen Straßenseite erhalten haben. Rechts im Vordergrund mit der Zunftfahne steht das Haus der Bäckerei Heinrich Dammann, auch heute noch Sitz eines Bäckergeschäftes. Es folgt das Kolonial- und Haushaltswarenunternehmen von J.A. Rehder, das heute ebenfalls noch als Gemischtwarengeschäft geführt wird. Die beiden folgenden Gebäude - das alte Fachwerkhaus von Schwabe und die Schnohrsche Lederfabrik - stehen allerdings schon lange nicht mehr, Die Fabrik fiel bereits 1911 einem Brand zum Opfer, bei dem das anschließende dreistöckige Eckhaus zur Wilhelmstraße, in dem sich heute ein Papierwarengeschäft befindet, zum Glück unversehrt blieb.

36. Dieses Foto zeigt, wenn auch einige Jahre später und in westlicher Richtung aufgenommen, die gleiche Häusergruppe in der Friedrichstraße wie auf dem Bild zuvor. Die Baumreihe ist gewachsen. Die Lederfabrik Schnohr hat einen Neubau erhalten, in dem sich auch heute noch ein Ledergeschäft befindet. Das kleine Fachwerkhaus von Schwabe ist verschwunden. Es hat ebenfalls einem Neubau mit der Werkstatt von Klempner Diedrichsen Platz gemacht. Heute sind hier die Räurne einer Zahnarztpraxis untergebracht. Die beiden folgenden Häuser von Kaufmann Rehder und Bäckerrneister Darnmann sind unverändert geblieben. Im Eckhaus arn Apothekergang befand sich von 1908 bis 1980 die Hohenwestedter Drogerie von Heinrich Breese.

37. Dieses Foto wurde 1895 aufgenommen. Es zeigt Mitglieder der Familie Hinrichsen mit Freunden auf dem Vorplatz ihres Hofes in der Friedrichstraße. Sechzehn Jahre später, am Abend des 23. September 1911, klopfte der Nachtwachter mit dem Schreckensruf 'Es brennt!' an ein Fenster des alten Bauernhofs, Doch die Warnung kam nicht mehr rechtzeitig. Stunden später war der Hof bis auf die Grundmauern abgebrannt. Er war einer Brandstiftung zum Opfer gefallen, die von Buschstall hinter der am linken Bildrand stehenden Scheune ausging. Der Hof wurde im rückwärtigen Bereich des Grundstücks neu aufgebaut. An der Straßenseite entstanden die Gebäude, in denen heute die Gemeindeverwaltung und die Polizei ihre Diensträume unterhalten.

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38. Die Friedrichstraße hieß früher 'Achterstraat', 'Hinterstraße' oder 'Schulstraße', Sie ist neben der Lindenstraße die zweite Hauptstraße des Ortes und ist benannt nach Kaiser Friedrich Ill. Rechts hinter der Baumreihe, dort wo heute ein Parkplatz liegt, sehen wir die alte Volksschule, Im Geschäftshaus links an der Ecke zur Wilhelmstraße - 1901 erbaut im Stil der Gründerzeit befand sich von 1903 bis 1908 die Hohenwestedter Drogerie von Heinrich Breese, Dort gab es, wie in einer Geschäftsanzeige zu lesen war, 'Drogen, ff. Seifen, Parfümerien, Artikel zur Krankenpflege, Verbandstoffe aller Art, Stärkungs- und Kindernährmittel sowie sämtliche Toi!ettenmitte! in nur besten Qualitäten' zu kaufen.

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